Wiederholungstäter Di Canio zeigt erneut Faschistengruß

Er lernt einfach nicht dazu. Zum zweiten Mal binnen eines Jahres hat Paolo Di Canio mit einem faschistischen Gruß für einen Skandal gesorgt - zumindest in weiten Teilen der Öffentlichkeit. Viele Anhänger seines Clubs Lazio Rom dagegen hegen eine ähnlich stumpfe Gesinnung.

Livorno - Der Kapitän des italienischen Fußball-Erstligisten ist am vergangenen Wochenende erneut in die Kritik geraten. Der 36 Jahre alte Stürmer hatte am Sonntag beim Spiel Livorno Calcio gegen Lazio (2:1) seine Fans mit dem ausgestreckten rechten Arm begrüßt. Di Canio trägt zudem eine Tätowierung mit der Schrift "Dux" (lateinisch: Führer) auf dem Arm. Die Anhänger von Gegner Livorno sind dagegen für ihre linke politische Einstellung bekannt.

Die Unterstützung des Faschismus ist in Italien gesetzlich verboten. Di Canio war bereits von der Disziplinarkommission des italienischen Fußballverbandes (FIGC) im vergangenen März mit einer Geldstrafe von 10.000 Euro belegt worden, weil er am 6. Januar im Stadtderby gegen AS Rom seine Anhänger ebenfalls mit dem faschistischen Gruß gefeiert hatte. Auch sein Club wurde damals zu einer Geldstrafe verurteilt. Die Disziplinarkommission war zu der Überzeugung gekommen, dass Di Canios Geste eine klare politische Bedeutung habe.

"Di Canios Geste ist ein Schwachsinn, er tut dies nicht zum ersten Mal, er sollte bestraft werden", kommentierte Livorno-Star Marco Amelia. Der Vize-Präsident FIGC, Pierluigi Abete, versicherte, dass er den Fall Di Canio überprüfen werde. "Politik sollte von den Spielfeldern fern bleiben", kommentierte Abete.

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