WM 2022 in Katar Ligachef empfiehlt Verzicht auf Achtelfinale

Kurioser Vorschlag vom DFL-Chef: Wegen den Terminproblemen bei der Winter-WM 2022 in Katar schlägt Andreas Rettig vor, nach der Gruppenphase direkt das Viertelfinale zu spielen. Und die Klub-WM würde er am liebsten ganz ausfallen lassen.

DFL-Chef Rettig: "Am Ende zahlen die Klubs die Zeche"
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DFL-Chef Rettig: "Am Ende zahlen die Klubs die Zeche"


Hamburg - Andreas Rettig macht angesichts der Terminprobleme bei der Winter-WM 2022 in Katar einen ungewöhnlichen Vorschlag. Wegen dem Plan, das Turnier von 32 auf 28 Tage zu verkürzen, sagte der DFL-Geschäftsführer dem "Kicker": "Ich halte den Wegfall des WM-Achtelfinales für eine gute Option. Wenn statt der beiden Bestplatzierten nur noch der Gruppensieger weiterkäme, könnte direkt das Viertelfinale gespielt werden."

Eine Reduzierung der Teilnehmerzahl sei sportpolitisch schwer umzusetzen. Doch: "Es kann nicht sein, dass die WM von 32 auf 28 Tage verkürzt wird, die Spieler aber die gleiche Anzahl von Partien absolvieren müssen", sagte Rettig. Die Belastung für die Spitzenspieler würde dadurch erhöht, "und am Ende zahlen die Klubs die Zeche, weil sich nach der WM Verletzungen häufen und die Spieler außer Form sind".

Eine Arbeitsgruppe der Fifa aus Verbänden und Klubs hatte am Dienstag entschieden, die WM in Katar in den Winter zu verschieben. Das Turnier soll in den Monaten November und Dezember gespielt werden, mit einem Finale am 18. oder 23. Dezember. Daran hatten vor allem europäische Klubvertreter heftige Kritik geübt, sie fordern Entschädigungszahlungen von der Fifa.

Auch der Confed-Cup 2021 steht für Rettig zur Debatte. "Es wäre unverständlich, ihn genau zwölf Monate vor der WM auszurichten. Unser Ansatz wäre, ihn aufgrund der Temperaturen in einem anderen Land als Katar auszutragen", forderte er. Im Zuge dieser Terminplan-Umstellung solle "die Klub-WM 2022 ersatzlos entfallen".

cte/sid



insgesamt 28 Beiträge
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absentcrisisx 01.03.2015
1. erster vernünftiger Vorschlag
je schneller das zu ende ist desto besser
Immanuel_Goldstein 01.03.2015
2.
Die Vorschläge machen Sinn. Confed-Cup und Club-WM kann man problemlos streichen, genau wie das Achtelfinale. Außerdem könnte man das Teilnehmerfeld auf 12 Mannschaften begrenzen. Das reicht völlig aus.
Bueckstueck 01.03.2015
3. Hört doch mal auf mit dem Schwachsinn!
Und erstellt einfach einen Ausnahmespielplan für das Jahr 2022 - 7 Jahre sollten reichen - und hört endlich auf ständig zu maulen und so zu tun, als ob das dann die Regel wird!
marius_k 01.03.2015
4. Diese Farce sollte endlich abgesagt werden
Ich hätte auch noch Vorschläge. Wie wäre es, in der Gruppenphase einfach nur eine Halbzeit zu spielen. Oder man verkleinert das Spielfeld, spielt mit zwei Bällen oder was auch immer. Aber mal im Ernst, was soll das denn für eine Idee sein, dass nur der Gruppenerste weiterkommt? Damit wäre jede Mannschaft, die ihr erstes Spiel nicht gewinnt oder gar verliert raus. Bevor von Herrn Rettig und Co. noch solche Vorschläge kommen, sollten sie einfach den Arsch in der Hose haben und die Veranstaltung boykottieren.
moneysac123 01.03.2015
5.
lasst doch einfach die B oder C-Teams starten, das wäre mal was neues. Dann können die top spieler sich auf den vereinsfußball konzentrieren und die anderen sich präsentieren.
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