Vor Halbfinale gegen Brasilien Gelbe Karten von Khedira und Co. gestrichen

Ohne Vorbelastung ins Halbfinale: Die Gelben Karten der deutschen Nationalspieler sind von der Fifa gestrichen worden. Von der Regelung profitieren drei Schlüsselspieler des DFB-Teams.
Nationalspieler Khedira: Gelbe Karte wurde gestrichen

Nationalspieler Khedira: Gelbe Karte wurde gestrichen

Foto: RICARDO MORAES/ REUTERS

Hamburg - Ein mögliches WM-Finale ohne Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Sami Khedira und Benedikt Höwedes? Zumindest aufgrund von Gelbsperren kann das nicht eintreten: Bundestrainer Joachim Löw muss keine Sperre eines deutschen Nationalspielers im angestrebten WM-Endspiel befürchten. Die Verwarnungen der vier DFB-Spieler, die beim 1:0-Sieg gegen Frankreich am Freitag Gelb gesehen hatten, werden nach dem Viertelfinale gestrichen. Damit können alle deutschen WM-Spieler unbelastet in das Halbfinale am Dienstag in Belo Horizonte gegen Gastgeber Brasilien gehen (22 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

Der Gastgeber muss gegen die deutsche Mannschaft dagegen auf seinen gesperrten Kapitän Thiago Silva verzichten, der beim 2:1-Sieg gegen Kolumbien seine zweite Gelbe Karte im Turnierverlauf sah. Das DFB-Team konnte vor vier Jahren in Südafrika im verlorenen WM-Halbfinale gegen Spanien (0:1) den Ausfall des gesperrten Angreifers Thomas Müller nicht verkraften.

Die Regelung, einzelne Verwarnungen im Turnier nach dem Viertelfinale zu streichen, geht auch auf das einstige Final-Aus von Michael Ballack zurück. Der ehemalige Nationalmannschaftskapitän sah 2002 im WM-Halbfinale gegen Südkorea seine zweite Gelbe Karte und musste danach im verlorenen Endspiel gegen Brasilien (0:2) zusehen.

mon/dpa