WM 2014 Fifa verteidigt Deal mit Champagner-Lieferant

Champagner-Trinken für den guten Zweck? Laut Fifa werden die Einnahmen aus Exklusivverträgen mit dem Hersteller Taittinger und einem Weinlieferanten für karitative Zwecke genutzt. Doch die Kooperation stößt angesichts der sozialen Unruhen in Brasilien auf Kritik.
Fifa-Chef Blatter (Mitte): Liaison mit Taittinger

Fifa-Chef Blatter (Mitte): Liaison mit Taittinger

Foto: Jasper Juinen/ Getty Images

Hamburg - Auf den Straßen toben die sozialen Proteste, in den Logen der brasilianischen Fußballstadien des Confederation Cups wird genüsslich Champagner getrunken - dank Exklusivverträgen zwischen dem Weltverband Fifa und einem Wein- sowie einem Champagner-Hersteller.

Das Bekanntwerden dieser Liaison während des Confed Cups und der WM 2014 hat der Fifa heftige Kritik eingebracht, nun rechtfertigt sie sich: "Bitte beachten Sie, dass alle Einnahmen der Vereinbarung mit Lidio Carraro und Taittinger für einen karitativen Zweck in Brasilien gespendet werden", ließ der Verband verlauten. Insgesamt sei mit Lizenzgebühren von etwa 230.000 Euro zu rechnen.

Angesichts der anhaltenden Proteste für einen sozialen Wandel und gegen Misswirtschaft im Gastgeberland hatten die Kooperationen für massives Unverständnis gesorgt. Die Fifa wies darauf hin, dass Lizenzverträge für verschiedene Produkte für die großen Fußballturniere üblich seien. Die betreffenden Verträge seien schon im Februar und Mai 2013 abgeschlossen worden.

psk/dpa
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