Löws Kader Schmelzer, Mustafi und Volland fahren nicht zur WM

Das ist eine Überraschung: Bundestrainer Joachim Löw hat Marcel Schmelzer, Shkodran Mustafi und Kevin Volland aus dem WM-Aufgebot gestrichen. Damit steht nur noch ein Stürmer im Kader.
Bundestrainer Löw: Kader auf 23 Spieler reduziert

Bundestrainer Löw: Kader auf 23 Spieler reduziert

Foto: RALPH ORLOWSKI/ REUTERS

Hamburg - Bundestrainer Joachim Löw hat am Montag den endgültigen Kader für die Weltmeisterschaft in Brasilien bekannt gegeben. Er streicht die Abwehrspieler Marcel Schmelzer und Shkodran Mustafi sowie den Angreifer Kevin Volland aus dem 23-Spieler-Aufgebot.

"Hansi Flick und ich haben den Spielern die Entscheidung in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt", sagte Löw. Alle drei Spieler hätten in ihren Karrieren noch die Möglichkeit, große Turniere zu spielen.

Zum 23 Spieler umfassenden Aufgebot für das Turnier in Brasilien gehören demnach Christoph Kramer, Erik Durm und Matthias Ginter, die erst in diesem Jahr im DFB-Team debütiert hatten.

Die Entscheidungen des Bundestrainers sind durchaus überraschend. Viele Experten hatten erwartet, dass Löw den Hoffenheimer Volland mitnimmt, um eine Alternative zu Miroslav Klose zu haben. Der 35-Jährige ist nun der einzige Stürmer im Kader. Allerdings können auch Mario Götze, Thomas Müller (beide Bayern München) und Marco Reus (Borussia Dortmund) in der Sturmspitze spielen. Als offensiver Mittelfeldspieler steht zudem auch der Schalker Julian Draxler im Aufgebot. Er galt vielen als sicherer Streichkandidat.

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Gestrichene Nationalspieler: Schmelzers Pech, Durms Glück

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Auch die Nichtberücksichtigung von Schmelzer verwundert ein wenig. Der Dortmunder galt lange als erster Anwärter auf die Position des Linksverteidigers. Damit hat Löw dort nur noch wenig Alternativen. Erik Durm hinterließ in seinem ersten Länderspiel gegen Kamerun (2:2) einen guten Eindruck, ist allerdings erst in dieser Saison vom Stürmer zum Außenverteidiger umgeschult worden.

Schmelzer hatte sich allerdings im Trainingslager in Südtirol am Knie verletzt und hatte nicht voll mittrainieren können.

Löw muss seinen Kader bis Mitternacht der Fifa melden. Anschließend sind Nachnominierungen für verletzte Akteure bis 24 Stunden vor dem ersten deutschen Gruppenspiel möglich. Er sei von allen Spielern "zu 100 Prozent überzeugt", sagte Löw: "Unser Kader ist ausgewogen, jede Position ist doppelt besetzt. Unsere Spieler haben Charakter, die Mannschaft hat Charakter." Das Team fliege selbstbewusst nach Brasilien, so der Bundestrainer, "wir haben dort große Ziele".

cte/dpa
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