WM-Gruppenspiele von Kamerun Wettpate spekuliert über Betrug

Wurden bei der WM Spiele manipuliert? Wilson Raj Perumal ist ein bekannter Wettbetrüger, dem SPIEGEL kündigte er für die WM-Partie zwischen Kamerun und Kroatien eine 0:4-Niederlage der Afrikaner sowie einen Platzverweis an. Beides trat ein.
Gruppenspiel zwischen Kamerun und Kroatien: Wurde die Partie manipuliert?

Gruppenspiel zwischen Kamerun und Kroatien: Wurde die Partie manipuliert?

Foto: Matthew Lewis/ Getty Images

Hamburg - Der Wettbetrüger Wilson Raj Perumal glaubt, dass Spiele der Nationalmannschaft Kameruns möglicherweise manipuliert waren. Dies behauptete er in einem Facebook-Chat gegenüber dem SPIEGEL.

Einige Stunden vor der Partie Kamerun gegen Kroatien schrieb Perumal in einer Nachricht, dass die Afrikaner das Spiel 0:4 verlieren würden und dass in der ersten Halbzeit einer ihrer Spieler die Rote Karte bekäme. Tatsächlich verlor Kamerun die Begegnung mit diesem Ergebnis, in der 40. Minute flog Alex Song nach einer Tätlichkeit vom Platz.

"In dieser Mannschaft gibt es sieben faule Äpfel" , schrieb Perumal. Er glaubt, das Team habe alle drei Gruppenspiele verschoben.

Es gibt keinen Beweis dafür, dass das Spiel Kamerun gegen Kroatien oder irgendein anderes Spiel der Afrikaner manipuliert wurde. Und die Fifa? Der Weltverband bekam in Brasilien so viele Medienanfragen zu Verdachtsmomenten bei Vorrundenspielen, dass er sich dazu genötigt sah, eine Pressekonferenz zu dem Thema abzuhalten. Dort sagte Sicherheitsdirektor Ralf Mutschke: "Bislang haben wir keine Hinweise auf ein manipuliertes Spiel." Täglich werden die Entwicklungen der Wettquoten überwacht, gibt es auffällige Bewegungen, schlägt ein Überwachungssystem Alarm.

Der in Singapur geborene Tamile Perumal, der nach Informationen des SPIEGEL aus seiner Haft in Finnland entlassen wurde, befindet sich derzeit in Ungarn und sagt dort als Kronzeuge in einem Prozess gegen sein ehemaliges Syndikat aus. In den vergangenen 20 Jahren wurde Perumal sechsmal verhaftet. Ein Warnsystem, wie es die Fifa betreibt, sagt er, habe ihn noch nie erwischt.

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