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14. Juli 2018, 09:33 Uhr

WM 2018

Das sind die besten Offensiv-Spieler des Turniers

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An Neymar, Messi und Hazard führt kein Weg vorbei. Doch wo ist eigentlich Ronaldo? Und welcher afrikanische Spieler gehört zwingend in dieses Ranking?

Unmittelbar nach dem WM-Finale am Sonntag wird die Fifa den besten Spieler des Turniers mit dem Golden Ball auszeichnen. Dass die Ehre einem Offensiv-Spieler zuteilwird, ist fast ein Automatismus. Seit der erstmaligen Verleihung 1982 gelang es lediglich einem defensiven Akteur, diese Reihe zu durchbrechen: Oliver Kahn bei der Weltmeisterschaft 2002.

Einen Bonus scheinen zudem Spieler zu haben, die zur jeweiligen Zeit zu den absoluten Superstars des Weltfußballs zählten, sowie - nachvollziehbarerweise - Spieler, deren Teams mindestens das Halbfinale erreicht haben. Doch wie sieht eigentlich ein Ranking der besten Offensiv-Akteure aus, wenn man diese Kriterien beiseitelässt und nur zählt, was auf dem Platz passiert?

Wir wollen diese Frage mit einem Blick in die Daten beantworten und beschränken uns dabei auf einige wenige Statistiken, gruppiert in diesen zwei Kategorien:

Hier finden Sie das Ergebnis unserer Betrachtung, zusammengefasst in einer Grafik:

Drei Spieler heben sich klar erkennbar von allen anderen ab: die permanent gefährlichen Neymar, Lionel Messi und Eden Hazard. Die Sonderrolle der beiden erstgenannten verwundert vermutlich die wenigsten Fußballfans. Eden Hazard, der seine Extraklasse bereits über Jahre hinweg in der englischen Premier League bewiesen hat, gelang es endlich, auch bei einem großen Turnier zu brillieren, als das Herz einer offensiv begeisternd aufspielenden belgischen Mannschaft.

Ähnlich produktiv wie diese Dreiergruppe waren die Superstars Cristiano Ronaldo und Kylian Mbappé. Sie waren ebenso häufig an Toren beteiligt, erspielten in ihrer Einsatzzeit aber spürbar weniger Offensivaktionen.

Fokussiert man sich eher auf die Effizienz als auf die Anzahl der Torbeteiligungen, so sticht die Gruppe der eiskalten Vollstrecker ins Auge: Romelu Lukaku, Artem Dzyuba und Denis Cheryshev. Sie alle waren im Durchschnitt an mehr als einem Treffer pro 90 Minuten direkt beteiligt. Lediglich ein Spieler übertrifft sie noch und überrascht gleichermaßen in diesem Ranking: Tunesiens Wahbi Khazri gelangen in gerade einmal 264 Spielminuten gleich viele Torbeteiligungen (zwei Tore, zwei Vorlagen).

Abschließend lohnt sich auch ein Blick auf die Gruppe der stets Bemühten, aber Glücklosen. Was die reine Zahl der Offensivaktionen angeht, weisen Isco, Toni Kroos, Mesut Özil und auch Thomas Müller absolute Spitzenwerte auf. Zu Toren beigetragen haben sie dennoch selten. Sei es, weil sie die Chancen selbst nicht nutzten oder weil die Mitspieler den Ball nicht im Tor untergebracht haben.

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