Asien-Qualifikation Katar verpasst Teilnahme an WM 2018

Es wäre ein guter Test für die Heim-WM gewesen, aber diese Chance ist nun vertan: Katar wird nicht an der Weltmeisterschaft 2018 in Russland teilnehmen. Japan hat sich vorzeitig qualifiziert.

Syrien (rote Trikots) gegen Katar
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Syrien (rote Trikots) gegen Katar


Bei der WM 2022 wird Katar als Gastgeber erstmals an einer Fußballweltmeisterschaft teilnehmen. Einen ersten Anlauf bei der WM 2018 in Russland wird es nicht geben. Die Nation ist in der Asien-Qualifikation gescheitert. Durch eine 1:3 (1:1)-Niederlage gegen Syrien in Malaysia kann Katar die Teilnahme nicht mehr schaffen.

In der Gruppe 1 der dritten Qualifikationsrunde in Asien ist Katar nach neun Spielen Tabellenletzter. Das Team holte einzig im Hinspiel gegen Syrien (1:0) sowie gegen China (0:0) und Südkorea (3:2) Punkte. Daneben gab es sechs Niederlagen.

Die ersten zwei Plätze berechtigen zur direkten Teilnahme an der WM, über Platz drei geht es zumindest in die Play-offs. Irans Auswahl, die beim 0:0 in Südkorea auch im neunten Qualifikationsspiel ungeschlagen blieb, hat Platz eins sicher - mit 21 Punkten und 8:0 Toren.

Dahinter haben am Dienstag (10 Uhr) drei Teams die Chance auf Platz zwei und damit die direkte Qualifikation: Südkorea, das seit Juni nicht mehr von Uli Stielike betreut wird, hat mit 14 Punkten die beste Ausgangsposition. Doch auch Syrien (Platz drei) und Usbekistan (Platz vier, jeweils zwölf Punkte) dürfen hoffen. Für beide Teams wäre die Teilnahme das WM-Debüt. China hat sich mit einem 1:0 gegen Usbekistan eine Minimalchance auf die Play-offs erhalten.

Japan zum sechsten Mal in Folge qualifiziert

In Gruppe 2 hat sich Japan vorzeitig qualifiziert. Durch einen 2:0 (1:0)-Sieg gegen Australien ist dem WM-Gastgeber von 2002 der erste Platz nicht mehr zu nehmen. Takuma Asano (41. Minute) vom VfB Stuttgart und Yosuke Ideguchi (82.) erzielten die Tore gegen Australien. Japan ist nach Gastgeber Russland, Rekordsieger Brasilien und Iran die vierte Mannschaft, die sich die Teilnahme an der Endrunde gesichert hat. Die Nation ist zum sechsten Mal in Folge dabei.

Australien muss nach der Niederlage um die Qualifikation bangen. Vor dem letzten von zehn Spieltagen kämpft das Team mit Saudi-Arabien um Platz zwei, beide sind derzeit punktgleich. Mindestens die Play-offs sind beiden Teams allerdings sicher.

Anmerkung: In einer früheren Version hieß es, dass das Spiel zwischen Syrien und Katar in Syrien stattgefunden habe. Die Partie fand allerdings in Malaysia statt.

aev/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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otto_lustig 31.08.2017
1. Grundlage für die Vergabe der WM sollte die FIFA/Coca-Cola-Liste sein!
Einem Land, dass sich nie aus eigener Kraft für die WM qualifizieren kann, sollte man keine WM schenken, oder wie in diesem Fall besser, verkaufen. Wobei es dann, als Ausrichter, sich nicht qualifizieren muss und sich so in WM mogelt. Selbst der Weltmeister muss sich neuerdings qualifizieren. Ein absoluter Witz! Damit meine ich nicht die Qualifikationrunde für den Weltmeister. Jogi Löw praktiziert das gerade beispielhaft. Eine bessere Vorbereitung für die WM kann ich mir nicht vorstellen. Mit den Weltmeistern, den Gewinnern der U21-EM und dem "Perspektivteam", dass den Confed-Cup gewonnen hat, kann Löw jetzt seine Mannschaft für 2018 zusammenstellen. Sprich: mehr als 50 mögliche Kandidaten. Auch der Ausrichter sollte sich qualifizieren müssen! Warum nicht? Katar hätte dann nämlich überhaupt keine Bewerbung abgegeben! Milliarden in eine WM stecken, an der man selbst nicht teilnehmen darf? Das hätten die nicht gemacht.
otto_lustig 31.08.2017
2. Alternativvorschlag
Als Ausrichter für die WM 2026 kommt nur ein Land in Frage, dass 2017/2018 Gruppensieger geworden ist. Findet sich da kein Ausrichter, werden die Gruppenzweiten einbezogen. Warum nicht mal eine WM in Australien?
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