Bedingungen auf WM-Baustellen Fifa fordert neuen Bericht von Katar

Katar steht wegen der Arbeitsbedingungen auf den Baustellen für die WM 2022 unter Druck. Nun fordert die Fifa einen neuen detaillierten Bericht. Das Land soll Informationen zu konkreten Maßnahmen zur "Verbesserung der Situation für Fremdarbeiter" liefern.

Arbeiter auf WM-Baustelle in Katar: Unmenschliche Bedingungen
DPA

Arbeiter auf WM-Baustelle in Katar: Unmenschliche Bedingungen


SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Nach den jüngsten Berichten über Dutzende weitere Todesfälle auf den WM-Baustellen in Katar hat die Fifa einen "detaillierten Lagebericht zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen" von den Organisatoren angefordert. Bis zum 12. Februar soll sich Katars "Oberster Rat für Organisation und Nachhaltigkeit" laut Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke erklären.

Der Bericht werde zur Vorbereitung der Anhörung vor dem Europäischen Parlament dienen. An der Sitzung am 13. Februar wird auch der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger als Verantwortlicher für das Dossier teilnehmen.

Der Fußball-Weltverband erwartet "Informationen zu den konkreten Maßnahmen, die seit dem letzten Besuch von Fifa-Präsident Blatter im November 2013 in Doha, von Katar zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Fremdarbeiter ergriffen" wurden. "Wir befinden uns in einem intensiven Prozess, der ausschließlich der Verbesserung der Situation der Arbeitnehmer in Katar dienen soll", sagte Zwanziger.

Zuletzt hatte der "Guardian" von mindestens 36 weiteren Todesopfern auf den WM-Baustellen in Katar berichtet. Dort soll 2022 die WM ausgetragen werden. Offenbar müssen sie unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten, um das Großprojekt zu realisieren.

max/dpa/sid

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