Neue Erkenntnisse zu Korruption bei der Fifa Der Scheich, der Generalsekretär und die Fünf-Millionen-Villa "Bianca"

Das Gastgeberland Katar soll rund um die Vergabe der Fußball-WM 2022 massiv geschmiert haben. Interne Chats erhärten den Verdacht gegen den ehemaligen Fifa-Generalsekretär Valcke und den katarischen Manager Khelaifi.
Jérôme Valcke

Jérôme Valcke

Foto: Christian Hartmann/ REUTERS

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Im Herbst 2013 liegt der Ausgangspunkt einer Korruptionsaffäre, die die Schweizer Bundesanwaltschaft bis heute beschäftigt.

Wie so oft in den vergangenen Jahrzehnten geht es in dem Fall um eine milliardenschwere Sportveranstaltung. Um einen Staat, der offenbar alles tat, um sich eines dieser lukrativen Events zu kaufen, und um korrupte Funktionäre, die ihre Macht ausnutzten, um privat Kasse zu machen.

Katar hatte sich bereits 2010 die Fußball-WM für das Jahr 2022 gesichert und den Aufschrei vieler Fußballfans hingenommen. Aber auch 2013 standen die Organisatoren weiter unter Druck. Sie mussten ernüchtert feststellen, dass selbst Jahre nach der umstrittenen Entscheidung viele Leute immer noch viele lästige Fragen zur WM-Vergabe an den Ministaat am Golf stellten.

Menschenrechtsorganisationen veröffentlichten Berichte über verheerende Zustände auf den WM-Baustellen, der ehemalige US-Bundesstaatsanwalt Michael J. Garcia untersuchte Hinweise auf gekaufte Stimmen im Fifa-Exekutivkomitee. Und die Führung des Weltverbands diskutierte noch darüber, was eigentlich allen Beobachtern klar war: dass man den Fußballern ein Sommerturnier in der brütenden Wüstenhitze nicht zumuten konnte.

Nasser Al-Khelaifi

Nasser Al-Khelaifi

Foto: KARIM JAAFAR/ AFP

Deshalb soll Katar erneut großzügig Geschenke verteilt haben. Die Schweizer Bundesanwaltschaft beschuldigt Nasser Al-Khelaifi, den wichtigsten Sportfunktionär Katars, der Bestechung. Nun sind neue Kurznachrichten entdeckt worden, die den Ermittlern entscheidende Hinweise geben könnten.

Dem damaligen Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke ging es in jenem Herbst 2013 ziemlich gut. Verdächtig gut? Er legte sich eine 34 Meter lange Jacht zu und taufte sie auf den Namen seiner damaligen Gattin. Er flog so exzessiv mit Privatjets durch die Gegend, dass der Verband später unter anderem deshalb gegen ihn ermittelte. Und er kündigte schriftlich an, dass er ein Haus auf Sardinien kaufen werde, Kostenpunkt: fünf Millionen Euro. Er brauche für die Summe keinen Kredit, sondern werde sie mithilfe eines "außergewöhnlichen Mittelzuflusses" zahlen.

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