Neuer Modus So funktioniert die Qualifikation für die Fußball-WM 2022

Bei der kommenden WM-Qualifikation spielen die besten Gruppenzweiten ein Mini-Turnier um die verbleibenden drei Quali-Plätze aus. Ein Weg dahin führt auch über die Nations League.

Das Khalifa-Stadion in Katar
Andreas Gebert / DPA

Das Khalifa-Stadion in Katar


Bei der vergangenen WM-Qualifikation in Europa spielten die acht besten Gruppenzweiten in Playoffs um die Teilnahme an der Weltmeisterschaft. Dieses Format wird nun auf Beschluss des Exekutivkomitees der Uefa für die Qualifikation zur WM 2022 abgewandelt.

55 Mannschaften aus Europa spielen zwischen März 2021 und März 2022 um 13 WM-Plätze. Und das geht so: Die 55 Teams werden nach dem bekannten Muster in zehn Gruppen aufgeteilt. Nach Hin- und Rückspielen qualifizieren sich die zehn Gruppensieger sicher für die WM in Katar.

Die verbleibenden drei Plätze für Europa werden in einem Playoff-Turnier vergeben. An diesem nehmen die zehn Gruppenzweiten und die zwei besten Gruppensieger aus der Nations League 2021/2022 Teil. Voraussetzung: Aus der Nations League rücken nur Teams ins Feld, die nicht bereits als Gruppensieger der WM-Quali-Gruppen sicher bei der WM dabei sind oder zu den Zweitplatzierten der WM-Quali-Gruppen gehören.

Diese zwölf Mannschaften werden in drei Turnierpfade aufgeteilt, in jedem befinden sich also je vier Teams. Sie treffen in Halbfinals aufeinander, die aus lediglich einem Spiel bestehen. Die Gewinner ziehen in die drei Finals ein, die ebenfalls in einer Partie ausgespielt werden. Die drei Sieger der Finals qualifizieren sich für die WM 2022. Insgesamt nehmen 32 Mannschaften an der WM in Katar teil.

Zudem entschied die Uefa in Nyon, dass der Videobeweis bei der WM-Qualifikation sowie bei den EM-Playoffs im kommenden Jahr eingesetzt werden soll. Der Weltverband Fifa muss dem Beschluss noch zustimmen.

ptz/dpa/sid/rtr



insgesamt 4 Beiträge
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s1m0nw0chn3r 04.12.2019
1. Boykottieren der WM
Ich hoffe innigst, dass die WM von den meisten boykottiert wird. Einfach traurig das Geld doch die Welt regiert, auch wenn alle Argumente gegen eine WM in Katar sprechen.
der_ba_be 04.12.2019
2.
Habe nach einem Absatz aufgehört zu Lesen. So macht das keinen Spaß mehr... Quali, Nations-League, Play-Off Turnier... hört mir doch auf. Ich stell mich dann mit meinem Glühwein dazu, wenn auf dem Weihnachtsmarkt das Viertelfinale übertragen wird und werde mit nem halben Auge auf die Leinwand schauen.
hador2 04.12.2019
3. Gehts noch komplexer?
Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich langsam alt werde, aber ich bevorzuge Qualivarianten bei denen die Gewinner sich qualifizieren und dann ist gut: Was soll dieser Quatsch mit den immer komplexeren Qualifikationsregelungen? Letztlich ist das doch alles nur wieder ein verquaster Weg um zu versuchen mit noch mehr Spielen noch mehr Einnahmen für die Verbände zu generieren. Für den Fan macht das bestenfalls kaum Sinn, schlimmstenfalls wird es so undurchsichtig, dass eigentlich kaum noch irgendjemand überhaupt durchsteigt wie das System funktioniert. Bei mir persönlich führt die unnötige Komplexität dann lediglich dazu, dass ich den Käse gar nicht mehr sehen will. Wahrscheinlich dauerts nicht mehr lang und man spielt die WM sowieso gleich als Double-Elimination Turnier bei dem auch der Verlierer im Play-Off noch eine Chance hat (und es fast doppelt soviele Spiele gibt).
timtimtam 05.12.2019
4.
Heißt: wird San Marino oder Andorra in der Gruppe D oder E bester Gruppensieger mit den meisten Punkten, dürfen Sie als Kanonenfutter in einem anderen Spiel herhalten. Wieso gibt es 3 vierergruppen die nur ein Spiel haben? Kann man gleich auslosen wer gegen wen spielt und dann nochmal losen bei den 6 Gewinnern. Ein riesen Schmarrn.
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