WM-News am Dienstag US-Torschütze Pulisic nach Zusammenprall im Krankenhaus

Dieser Treffer tut weh: Christian Pulisic hat die USA ins Achtelfinale geschossen, dabei verletzte er sich am Bauch. Und: Die Fifa will offenbar bestimmte Sympathiebekundungen mit den iranischen Protesten erlauben. Der Überblick.
Christian Pulisic verletzte sich bei seinem Treffer zum 1:0 gegen Iran

Christian Pulisic verletzte sich bei seinem Treffer zum 1:0 gegen Iran

Foto:

Manu Fernandez / AP

Das Wichtigste in Kürze
  • Christian Pulisic ist nach seinem Zusammenprall im Anschluss an das 1:0-Siegtor für die USA gegen Iran ins Krankenhaus gekommen.

  • Die Fifa lässt laut der Nachrichtenagentur AFP während der WM bestimmte Zeichen der Unterstützung für die Demonstranten in Iran zu.

  • Die Familien der iranischen Nationalspieler sollen von Teheran als Druckmittel eingesetzt worden sein – laut CNN  wurde Folter und Haft angedroht.

Biden gratuliert US-Team

23.17 Uhr: Präsident Joe Biden hat erfreut auf den US-Einzug ins WM-Achtelfinale reagiert. Nach einem doppelten »USA, USA«-Ruf und mit zur Faust geballter Hand berichtete Biden am Rande einer Rede zu seiner Wirtschaftspolitik in Michigan am Dienstag von einem Gespräch mit dem Team im Vorfeld und schloss: »Sie haben es geschafft! Gott, liebe sie.« Zuvor war er erneut ans Rednerpult getreten und hatte gesagt: »US eins, Iran null. Das Spiel ist aus!«

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Pulisic nach Zusammenprall im Krankenhaus

22.56 Uhr: Christian Pulisic ist nach seinem Zusammenprall im Anschluss an das 1:0-Siegtor für die USA gegen Iran ins Krankenhaus gekommen. Er werde dort am Bauch untersucht, sagte ein Sprecher des US-Fußballverbandes der Nachrichtenagentur dpa. Zuvor hatten US-Medien von der Einlieferung des früheren Dortmunders ins Krankenhaus berichtet. Pulisic war bei seinem Treffer in der 38. Minute mit Irans Torwart Ali Beiranvand zusammengestoßen und danach minutenlang auf dem Platz behandelt worden. Er spielte zwar bis zur Pause weiter, wurde in der Halbzeit aber ausgewechselt. Der Einsatz des 24 Jahre alten Profis vom FC Chelsea im WM-Achtelfinale gegen die Niederlande am Samstag ist somit fraglich.

England und USA stehen im Achtelfinale

22.05 Uhr: Das Spiel zwischen Iran und USA war nicht hochklassig, aber spannend. England hingegen ließ Wales keine Chance. Hier geht es zur Meldung.

İlkay Gündoğan ist endlich angekommen

21.50 Uhr: İlkay Gündoğan hat nun den Stellenwert in der Nationalelf, den er schon lange verdient. Als Führungsfigur traut er sich, Kritik zu üben – an Mitspielern, aber auch an der deutschen Sicht auf die WM. Hier  können Sie mehr lesen.

Ex-Dortmunder Pulisic verletzt sich bei Tor für US-Team

21.32 Uhr: Das erste WM-Tor seiner Karriere dürfte Christian Pulisic sowohl in schöner als auch schmerzhafter Erinnerung behalten. Der 24-Jährige erzielte das 1:0 gegen Iran – und verletzte sich dabei am Bauch.

Der ehemalige Dortmunder traf nach einer Kopfballvorlage von Sergino Dest in der 38. Minute aus kurzer Distanz, prallte dabei aber heftig mit dem iranischen Torhüter Alireza Beiranvand zusammen. Pulisic, der FC Chelsea in England unter Vertrag steht, wurde rund fünf Minuten behandelt. Zwar spielte er danach noch bis zur Pause weiter, wurde dann aber ausgewechselt.

Zusammenprall mit Folgen

Zusammenprall mit Folgen

Foto: Manu Fernandez / AP

Sport-Staatssekretär Stuart Andrew mit »One Love«-Binde auf Tribüne

20.51 Uhr: Der britische Sport-Staatssekretär Stuart Andrew hat beim Spiel zwischen England und Wales auf der Ehrentribüne die »One Love«-Binde getragen. Der offen homosexuell lebende Politiker der Konservativen Partei setzte damit im Ahmed bin Ali Stadium von Al-Rajjan ein ähnliches Zeichen, wie es schon die deutsche Innenministerin Nancy Faeser zuvor bei einem Spiel der deutschen Mannschaft getan hatte.

Bericht: Fifa erlaubt bestimmte Zeichen der Unterstützung für Demonstrationen in Iran

20.31 Uhr: Die Fifa lässt laut der Nachrichtenagentur AFP während der WM bestimmte Zeichen der Unterstützung für die Demonstranten in Iran zu. »Die Fifa erlaubt Botschaften zur Förderung der Menschenrechte, und die Position der Fifa ist, dass ›Frau, Leben, Freiheit‹ oder der Name oder das Porträt von Mahsa Amini in den Stadien zugelassen sind«, heißt es laut AFP in einer Antwort auf eine Meldung über die Beschwerdeplattform der Fifa, die die Nachrichtenagentur demnach einsehen konnte. Eine entsprechende SPIEGEL-Anfrage hat die Fifa bisher nicht kommentieren wollen.

Verboten seien gemäß den Fifa-Regeln hingegen Inhalte mit politischen, beleidigenden oder diskriminierenden Botschaften. Dies gelte auch für inoffizielle Länderflaggen, die als politische Botschaften angesehen werden könnten.

»Der Fifa sind mehrere Vorfälle bekannt, die sich in der ersten Woche des Turniers bei Spielen des Iran ereignet haben. Die Fifa hat Maßnahmen ergriffen, um diese Vorfälle zu untersuchen«, hieß es laut AFP vom Weltfußballverband. Für die kommenden Spiele des Iran bei der WM sollten demnach »zusätzliche Maßnahmen« ergriffen werden, um ein »sicheres und geschütztes Umfeld für alle anwesenden Fans zu schaffen«.

Zuletzt waren bei Spielen des Iran mehrfach jene Solidaritätsbekundungen, die die Fifa nun angeblich erlaubt, durch Sicherheitskräfte unterbunden worden. So belegten etwa rund um das Spiel gegen Wales zahlreiche Beiträge von Betroffenen in den sozialen Medien, wie Ordner Fans mit T-Shirts oder Fahnen mit dem Schriftzug »Women, Life, Freedom« konfrontierten und offenbar zum Einpacken dieser aufforderten.

Seit dem Tod der Kurdin Amini am 16. September ist der Iran Schauplatz von Massenprotesten unter dem Slogan »Frau, Leben, Freiheit«.

Iranische Spieler singen Nationalhymne erneut mit

20.07 Uhr: Die Fußball-Nationalspieler des Iran haben vor ihrem letzten Gruppenspiel gegen die USA die eigene Nationalhymne mitgesungen – ein Großteil der Mannschaft durchaus inbrünstig, manche bewegten erneut nur zurückhaltend ihre Lippen wie bereits vor dem 2:0-Sieg gegen Wales.

Vor dem Auftakt gegen England (2:6) hatte die Mannschaft noch ein Zeichen der Solidarität an die Regime-Kritiker in der Heimat gesendet und während der eigenen Hymne geschwiegen. Nach dem Tod der 22-jährigen Mahsa Amiri war es dort zu Massenprotesten gekommen, beim harten Vorgehen der Polizei starben seitdem fast 400 Menschen.

Die iranische Nationalmannschaft während der Hymne

Die iranische Nationalmannschaft während der Hymne

Foto: PATRICK T. FALLON / AFP

Das Duell gegen die USA ist zudem politisch aufgeladen. Seit 1980 bestehen zwischen beiden Ländern keine diplomatischen Beziehungen mehr. Anders als vor dem Duell bei der WM 1998 gab es diesmal keine besonderen Gesten vor Anpfiff. Vor dem 2:1-Erfolg des Iran hatten die Teams damals Blumen ausgetauscht und für ein gemeinsames Foto posiert.

Französin Frappart pfeift DFB-Spiel als erste WM-Schiedsrichterin

19.59 Uhr: WM-Premiere in Katar: Die französische Schiedsrichterin Stéphanie Frappart pfeift das dritte deutsche Gruppenspiel gegen Costa Rica am Donnerstag (20 Uhr im SPIEGEL-Liveticker). Sie ist die erste Schiedsrichterin in der Geschichte der Fußball-WM der Männer, die ein Spiel leitet. Hier können Sie mehr lesen.

Polizei auf Teneriffa erhöht Sicherheitsvorkehrungen vor Spiel zwischen Wales und England

19.45 Uhr: Auf der Ferieninsel Teneriffa kam es am Freitag zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen englischen und walisischen Fans. Vor dem Duell am Abend hat die spanische Polizei die Sicherheitsvorkehrungen erhöht.

»Dieser Einsatz wird Stunden vor dem Spiel beginnen und bis Stunden danach stattfinden. Er wird die Präsenz der üblichen Einheiten wie Streifenwagen und andere auf die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung spezialisierte Einheiten umfassen«, so die Polizei in einer Erklärung.

Wie sich die Fifa die WM grün rechnet

19.30 Uhr: Die Fußball-WM ist klimaneutral – zumindest haben die Fifa und der Ausrichter Katar das so angekündigt. Ob das stimmt, hören Sie im Klimabericht.

CNN-Bericht: Irans Regime droht Nationalspielern angeblich mit Folter von Familienangehörigen

18.52 Uhr: Die Familien der iranischen Nationalspieler sollen von Teheran als Druckmittel eingesetzt worden sein – laut CNN  wurde Folter und Haft angedroht. CNN meldet unter Berufung auf eine anonyme Quelle, dass die Spieler nach dem Verweigern der Hymne zu einem Meeting mit Mitgliedern der iranischen Revolutionsgarde einberufen worden sind.

Dort sei ihnen gesagt worden, dass ihren Familien »Gewalt und Folter« drohen, wenn sie die Nationalhymne nicht singen oder sich an politischen Protesten gegen das Regime beteiligen. Vor dem zweiten Spiel gegen Wales hatten die Spieler die Hymne dann mitgesungen.

Den Spielern seien vor der WM noch »Geschenke und Autos« versprochen worden, aber das Regime sei dazu übergegangen, die Spieler und ihre Familien zu bedrohen.

Gegen Wales habe das Regime außerdem Hunderte falsche Fans ins Stadion geschickt, um Unterstützung vorzutäuschen. »Für das nächste Spiel gegen die USA plant das Regime, die Zahl der Schauspieler deutlich in die Tausende zu erhöhen«, so die Quelle.

Saudi-Arabiens Trainer Renard: »Können Geschichte schreiben«

18.26 Uhr: Saudi-Arabiens Nationaltrainer Hervé Renard brauchte nur wenige Worte, um die Bedeutung des Gruppenfinales herauszustellen. »Wir können Geschichte schreiben für den saudischen Fußball«, sagte der 54-Jährige zu Beginn der Pressekonferenz vor dem entscheidenden Gruppenspiel gegen Mexiko. Mit einem Sieg würden die Saudis zum zweiten Mal nach 1994 das Achtelfinale einer WM erreichen. Abhängig vom Parallelspiel zwischen Polen und Argentinien könnte auch ein Remis reichen.

Klostermann begleitet Flick auf Pressekonferenz vor Spiel gegen Costa Rica

18.15 Uhr: Nach einer Geldstrafe und einer Verwarnung durch die Fifa für den DFB wird Hansi Flick vor dem Spiel gegen Costa Rica diesmal nicht allein bei der obligatorischen Pressekonferenz erscheinen. Wie der Weltverband bekannt gab, wird neben dem Bundestrainer am Mittwoch Verteidiger Lukas Klostermann auf dem Podium im internationalen Pressezentrum in Doha sitzen.

Flick hatte seinen Soloauftritt vor dem Spanien-Spiel damit begründet, dass keinem seiner 26 Spieler einen Tag vor dem Spiel die aus seiner Sicht lange Anreise vom DFB-Teamquartier im Norden Katars in die gut 100 Kilometer entfernte Hauptstadt »zuzumuten« sei.

Koulibaly schießt Senegal ins Achtelfinale – Niederlande Gruppensieger

18.03 Uhr: Alle Partien der Gruppe A sind gespielt, Ecuador und Katar sind ausgeschieden. Hier lesen Sie unsere Meldung.

Adidas: Ronaldo war nicht am Ball

17.38 Uhr: Das 1:0 Portugals gegen Uruguay war nicht das neunte WM-Tor von Cristiano Ronaldo. Das hat nun auch Adidas bestätigt. Unternehmens-Sprecher Oliver Brüggen erklärte, mit der Technik im offiziellen Spielball sei »definitiv kein Ballkontakt« von Ronaldo festgestellt worden, als dieser die Hereingabe von Fernandes verpasste.

Ronaldo muss damit weiter darauf warten, mit Portugals WM-Rekordschützen Eusebio gleichzuziehen.

Der Portugiese hatte sich nach dem Führungstor von Bruno Fernandes feiern lassen und den Treffer für sich beansprucht.

Suspendierter Kameruner Onana reagiert mit Vorwürfen

17.26 Uhr: Der suspendierte Kamerun-Torwart André Onana hat in einer ersten Stellungnahme seit dem Rauswurf aus dem WM-Team Vorwürfe an die Gegenseite gerichtet, ohne diese zu präzisieren oder namentlich zu adressieren. »Ich habe alle Anstrengungen unternommen und alle Energie reingesteckt, um eine Lösung zu finden für eine Situation, die ein Fußballer öfter erlebt, aber es gab auf der Gegenseite keinen Willen dazu«, schrieb der Torhüter von Inter Mailand in einem Statement in den sozialen Medien. Gleichwohl erklärte er: »Ich respektiere und unterstütze immer die Entscheidungen derer, die sie fällen müssen, um den Erfolg für unser Team und unser Land zu suchen.«

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Kameruns Cheftrainer Rigobert Song hatte seinen Stammtorhüter am Abend vor dem 3:3 gegen Serbien aus nicht näher benannten disziplinarischen Gründen am Montag aus dem Team gestrichen. »André wollte ausscheren«, hatte Song nach dem Spiel gesagt: »Es ist wichtig, dass wir alle hier Teamgeist, Disziplin und Respekt zeigen.«

Laut Medienberichten hatte Verbandspräsident Samuel Eto'o noch einmal zu vermitteln versucht zwischen Onana und Song, aber ohne Erfolg. Am Montagabend schließlich hatte sich der Verband in einer Mitteilung hinter den Trainer gestellt. Offiziell ist Onana nicht für den Rest des Turniers suspendiert, ein Einsatz im entscheidenden Gruppenspiel am Freitag gegen Brasilien scheint aber ausgeschlossen.

Laut einem nicht bestätigten Bericht soll Onana heute an einem Flughafen in Katar gesehen worden sein. Eine Stellungnahme zu einer möglichen Abreise Onanas seitens des Verbands gibt es nicht.

NFL-Spieler Pickens jubelt in Ronaldo-Manier

17.12 Uhr: Cristiano Ronaldo hat Fans auf der ganzen Welt – darunter offenbar auch Football-Profis aus den USA. Der Wide Receiver George Pickens von den Pittsburgh Steelers jubelte unlängst mit der Ronaldo-Pose.

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Gruppe A: Niederlande und Senegal führen zur Pause

16.59 Uhr: Nach 45 Minuten in den finalen Spielen der Gruppe A sind die Niederlande und der Senegal auf Kurs Achtelfinale. Die Niederländer führen durch ein Tor von Cody Gakpo (26. Spielminute) gegen Katar ebenso 1:0 wie Senegal durch den Treffer von Ismaila Sarr (44.) gegen Ecuador.

Ocean’s Eleven unterm Regenbogen

16.27 Uhr: Ein Aktivist mit Regenbogenfahne stellt im WM-Spiel der alten Herren selbst Superstar Cristiano Ronaldo in den Schatten. Es war nicht der erste Vorfall dieser Art, der Flitzer ist durchaus bekannt. Hier  können Sie mehr lesen.

Mehrere Fälle von grippeähnlichen Symptomen in Brasiliens Delegation

16.21 Uhr: Vinicius Junior hatte auf einer Pressekonferenz des brasilianischen Teams verraten, dass Superstar Neymar neben seiner Verletzung auch mit Fieber zu kämpfen hat. Nach übereinstimmenden Medienberichten gibt es rund um das brasilianische Team weitere Fälle mit grippeähnlichen Symptomen. Demnach meldeten von den Spielern auch Antony und Bruno Guimarães am Wochenende Erkältungssymptome, beide kamen dennoch beim 1:0 gegen Schweiz zum Einsatz.

»Ich glaube, das lag an der Klimaanlage. Ich hatte Halsschmerzen, Husten, aber jetzt bin ich zu 99 Prozent gesund. Das war nicht nur ich. Andere Spieler spürten es auch, sie hatten Husten und Halsschmerzen, aber mir ging es schlechter«, sagte Antony. Auch weitere Personen aus der brasilianischen Delegation haben laut den Berichten mit ähnlichen Beschwerden zu kämpfen gehabt.

Kurz vor WM-Beginn war die brasilianische Sturmlegende Ronaldo positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 46-Jährige konnte den WM-Auftakt Brasiliens deswegen nicht im Stadion verfolgen. Coronatests sind für die teilnehmenden Mannschaften nicht verpflichtend.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version war Ronaldos Alter falsch angegeben. Wir haben die entsprechende Stelle korrigiert.

DFB-Training ohne Goretzka, Raum und Kehrer

15.20 Uhr: Die deutsche Mannschaft hat ihre Trainingseinheit zwei Tage vor dem entscheidenden Spiel gegen Costa Rica ohne Leon Goretzka, David Raum und Thilo Kehrer absolviert. Das Trio übte wegen der Belastungssteuerung individuell. Das teilte der DFB mit. Raum erlitt im Spiel gegen Spanien eine Rippenprellung.

Die restlichen 23 Spieler des Kaders nahmen in Al-Shamal die Vorbereitung auf die Begegnung am Donnerstag auf.

Polens Nationaltrainer über Lewandowski und Messi: »Das ist kein Tennis«

15.05 Uhr: Czeslaw Michniewicz möchte das WM-Gruppenfinale gegen Argentinien nicht auf das Duell der Weltfußballer Robert Lewandowski und Lionel Messi reduzieren. »Es ist nicht Eins-gegen-Eins, das ist kein Tennis«, sagte Polen Nationaltrainer vor der Partie am Mittwoch (20 Uhr; TV: ZDF und MagentaTV) und merkte doch an: »Ich zähle auf Robert, und ich weiß, dass ganz Argentinien auf Messi zählt.«

Mit einem Sieg oder Unentschieden lösen die Polen in der Gruppe C das Achtelfinal-Ticket. Die Argentinier brauchen einen Sieg, bei einem Unentschieden sind sie vom Ausgang des Parallelspiels Saudi-Arabien gegen Mexiko abhängig. »Als die Gruppen gelost wurden und wir Argentinien bekommen haben, hat die ganze Welt auf dieses Spiel gewartet«, sagte Michniewicz: »Ich gehe das mit kühlem Kopf an.«

Noch immer keine Schiedsrichterin für ein Spiel angesetzt

14.55 Uhr: Ihre Nominierung hat die Fifa als »historisch« bezeichnet. Doch bislang durfte keine der drei Schiedsrichterinnen ein Spiel pfeifen. Viele Männer wurden bereits mehrfach eingeteilt.

Krisensitzung im belgischen Team soll Wende bringen

14.41 Uhr: Nach einer deutlichen Aussprache im Mannschaftskreis soll nun bei Belgiens bislang so enttäuschendem Team alles besser werden. »Das war ein guter Austausch zwischen den Spielern. Dabei kam vieles auf den Tisch. Jetzt bereiten wir uns auf den Sieg gegen Kroatien vor«, sagte Kapitän Eden Hazard im belgischen Team-Quartier.

Die »Rode Duivels« benötigen nach dem überraschenden 0:2 im zweiten Gruppenspiel gegen Marokko am Donnerstag gegen den Vize-Weltmeister einen Sieg, um nicht erstmals seit 1998 bereits in der WM-Vorrunde zu scheitern. »Ich glaube nicht, dass es mein letztes Match ist. Wir sind da, um zu gewinnen. Wir müssen uns mehr füreinander anstrengen. Das wird den Unterschied machen. Daran müssen wir arbeiten«, sagte Hazard.

Sein Team war bei der WM vor allem durch Einzelaktionen aufgefallen. Dass das Team zerstritten sei, wiesen sowohl Hazard als auch dessen Club-Kollege Thibaut Courtois aber zurück. »Da werden viele Lügen verbreitet«, befand der Welt-Torhüter Courtois.

Die »L'Equipe« hatte berichtet, dass es in der Kabine nach dem 0:2 gegen Marokko fast zu handgreiflichen Auseinandersetzungen gekommen wäre und dass etwa Hazard und Abwehrspieler Jan Vertonghen Kopf an Kopf gestanden hätten. Dies dementierte Courtois. »Da war nichts. Das wird von außen konstruiert, das schweißt uns nur mehr zusammen«, sagte der Real-Keeper. Und Hazard witzelte: »Ich werde nicht mit ihm kämpfen, er ist größer als ich.«

Kahn: Vorrunden-Aus wäre schlimmer als Fifa-Diskussionen

14.24 Uhr: Ein erneutes Aus in der Gruppenphase würde für Bayern Münchens Vorstandschef Oliver Kahn in Deutschland einen größeren Imageschaden anrichten als die Diskussionen rund um die umstrittene WM in Katar. »Die Leute werden sich auch nach der Weltmeisterschaft, vielleicht mehr denn je, für die Bundesliga und die Champions League interessieren. Es würde dem Fußball eher schaden, wenn die deutsche Nationalmannschaft zum zweiten Mal in der Vorrunde ausscheidet«, sagte Kahn im Sky-Interview.

Der Vize-Weltmeister von 2002 rechnet vor dem Vorrunden-Finale gegen Costa Rica am Donnerstag aber fest mit dem Achtelfinaleinzug der DFB-Auswahl aus: »Ich gehe innerlich davon aus, dass sie weiterkommt.«

Der Weltverband Fifa und ihr Präsident Gianni Infantino hätten zwar »alles andere als ein gutes Bild« abgegeben, so Kahn. Aber der Fußball sei so stark, habe solch eine Tradition, so eine Verwurzelung in der Gesellschaft, dass er nicht glaube, »dass durch die Diskussionen vor der WM ein großer Schaden entstehen wird.«

Regenbogen-Aktivist nach kurzem Arrest freigelassen

12.12 Uhr: Der Regenbogen-Flitzer aus dem Spiel zwischen Portugal und Uruguay (2:0) ist wieder auf freiem Fuß. Weitere Konsequenzen muss der inzwischen als Mario Ferri identifizierte Mann offenbar nicht befürchten. »Nach einem kurzen Arrest wurde der Mann von den Behörden ohne weitere Konsequenzen freigelassen«, teilte das italienische Außenministerium mit.

»Ich bin frei«, schrieb Ferri wenig später auf seiner Instagramseite, er bedankte sich für die Unterstützung.

  • Mehr über den Vorfall und wer Mario Ferri ist, lesen Sie hier .

Der DFB muss nach Regelverstoß eine Geldstrafe zahlen

11.43 Uhr: Der Deutsche Fußball-Bund muss nach dem Regelverstoß bei der Pressekonferenz vor der Partie gegen Spanien eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 Schweizer Franken (umgerechnet rund 10.100 Euro) zahlen. Der zudem jetzt verwarnte DFB war nur mit Bundestrainer Hansi Flick und nicht wie vorgeschrieben zusätzlich mit einem Spieler bei der Fragerunde im internationalen Medienzentrum vertreten. Das Strafmaß teilte der Weltverband Fifa am Dienstag mit.

Begründet worden war das Vorgehen von Flick mit der aus seiner Sicht langen Anreise vom Teamquartier im Norden Katars in die gut 100 Kilometer entfernte Hauptstadt. Diese sei rund 30 Stunden vor dem Anpfiff keinem der 26 Spieler seines Kaders »zuzumuten«, sagte Flick.

Verletzter Superstar Neymar hat wohl auch »ein wenig Fieber«

10.25 Uhr: Brasiliens Superstar Neymar schaute beim 1:0-Sieg gegen die Schweiz im Teamhotel zu – aber nicht nur wegen seiner Knöchelverletzung.

»Er war traurig, dass er nicht mitkommen konnte, es geht ihm ein bisschen schlecht«, sagte sein Teamkollege Vinicius Junior. »Nicht nur wegen des Fußes, sondern auch wegen ein wenig Fieber. Ich hoffe, dass er sich so schnell wie möglich erholt.«

Neymar hatte sich beim 2:0 gegen Serbien zum Auftakt eine Bänderverletzung im rechten Sprunggelenk zugezogen. Wann er wieder spielen kann, ist offen. Im letzten Vorrundenspiel am Freitag gegen Kamerun wird nicht mit seinem Einsatz gerechnet, zumal Brasilien bereits das Achtelfinale erreicht hat.

WM-Cheforganisator nennt Klinsmanns Bemerkung »rassistisch«

10.14 Uhr: Hassan Al-Thawadi hat Jürgen Klinsmann vorgeworfen , sich vorurteilsbehaftet über den Iran geäußert zu haben. »Ich möchte das Wort nicht benutzen, ich werde es nur einmal benutzen, weil ich dem Wort keine Macht geben will«, so der Chef des WM-Organisationskomitees in einem Interview mit »Talksport«, doch Klinsmanns Worte seien »sehr elitär, orientalistisch und in gewisser Weise rassistisch« gewesen. Er habe eine Kultur auf negative Weise dargestellt.

Hassan Al-Thawadi, Orga-Chef der WM in Katar

Hassan Al-Thawadi, Orga-Chef der WM in Katar

Foto: Sven Hoppe / dpa

Klinsmann hatte in seiner Rolle als BBC-Experte am Rande der Partie angedeutet, dass unfaires Spiel und das permanente Bearbeiten des Schiedsrichter-Gespanns Teil der iranischen Kultur seien. Der ehemalige Bundestrainer hatte sich auf Twitter erklärt und zuvor bereits angekündigt, Irans Nationalcoach Carlos Queiroz telefonisch zu kontaktieren.

  • Mehr über die Debatte lesen Sie hier.

»Zwischen 400 und 500« – WM-Organisationschef spekuliert über Zahl toter Gastarbeiter

10.04 Uhr: Der Generalsekretär des Organisationskomitees, Hassan al-Thawadi, hat in einem Interview von mehreren Hundert toten Gastarbeitern im Zusammenhang mit der WM in Katar gesprochen. »Die Schätzung ist bei 400, zwischen 400 und 500. Ich habe die exakte Zahl nicht«, sagte al-Thawadi in dem Gespräch mit Piers Morgan für den britischen TV-Sender »Talk TV«. Morgan hatte nach der realistischen Zahl der Gastarbeiter gefragt, die durch ihre Arbeit für die Fußball-Weltmeisterschaft insgesamt ums Leben gekommen sind.

Auf den Stadionbaustellen sind vorherigen offiziellen Angaben zufolge drei Menschen gestorben. Zahlen zu den insgesamt im Zusammenhang mit der WM gestorbenen Gastarbeitern hatte das Organisationskomitee bislang nicht genannt. Ein aufsehenerregender Bericht des britischen «»Guardian«» von Anfang 2021 hatte von mehr als 6500 toten Arbeitern aus fünf asiatischen Ländern auf den Baustellen des Emirats in den vergangenen zehn Jahren gesprochen. Diese unbelegten Zahlen hatte Katar stets zurückgewiesen.

Umfrage: Ein Drittel rechnet mit Vorrunden-Aus für Deutschland

08.53 Uhr: Trotz des ermutigenden 1:1 gegen Spanien rechnet knapp ein Drittel der Deutschen mit einem Vorrunden-Aus der Nationalmannschaft. 31 Prozent glauben einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zufolge nicht an einen Einzug in die K.-o.-Runde. Dagegen rechnen 47 Prozent mit einem Weiterkommen. 22 Prozent machten keine Angabe.

Um den Einzug ins Achtelfinale geht es am Donnerstag (20.00 Uhr/ARD und MagentaTV) im letzten Gruppenspiel gegen Costa Rica. Das Team von Hansi Flick ist nach zwei Spielen mit einem Punkt Gruppenletzter und muss die Begegnung gewinnen, um eine Chance auf das Weiterkommen zu haben.

Matthäus wünscht sich Füllkrug in der Startelf, Lahm nicht

08.38 Uhr: Soll Niclas Füllkrug von Anfang an stürmen, oder nicht? Er soll, findet Lothar Matthäus. »Er ist der, der uns vorne in der Box fehlt, das habe ich schon vorher gesagt. Gegen Costa Rica müsste er eigentlich von Anfang an spielen«, sagte der deutsche Rekordnationalspieler der »Bild«.

Philipp Lahm widersprach. Für Füllkrug spreche zwar »das Momentum«, schrieb er in seiner Kolumne für das RedaktionsNetzwerk Deutschland, aber: »Ich persönlich würde ihn trotzdem weiter als Joker sehen, der mit der Überzeugung reinkommt, auch in kurzer Zeit zu treffen.« Aus Sicht des Weltmeister-Kapitäns von 2014 haben Thomas Müller oder Kai Havertz »die höhere Qualität«.

Kann Frankreich auf Karim Benzema hoffen?

07.09 Uhr: Ballon d'Or-Gewinner Karim Benzema könnte möglicherweise noch für Frankreich spielen. Mehrere spanische Medien spekulieren, dass der Stürmerstar von Real Madrid am Donnerstag wieder ins Training einsteigen könnte. Demnach handele es sich bei seiner Verletzung doch um keinen Muskelriss.

Theoretisch dürfte Benzema noch zum Einsatz kommen, weil die Franzosen niemanden nachnominiert haben und ihn weiter im 26er-Kader führen. Selbst bei einem Trainingseinstieg in dieser Woche erscheint ein Einsatz im Achtelfinale aber unwahrscheinlich.

Brasilien bricht Deutschlands Gruppenspiel-Rekord

06.32 Uhr: Mit dem 1:0 (0:0) gegen die Schweiz blieb Brasilien auch im 17. Spiel während einer WM-Gruppenphase ungeschlagen und übertraf damit die zwischen den Endrunden 1990 und 2010 aufgestellte Bestmarke der deutschen Elf. Die Serie der Selecao begann beim WM-Triumph 2002 und könnte am Freitag im Gruppenfinale gegen Kamerun ausgebaut werden.

Deutschland war vom 4:1-Sieg gegen Jugoslawien an, der vor 32 Jahren den WM-Triumph in Italien einläutete, 16 Spiele lang ungeschlagen geblieben, ehe die Serie bei der Endrunde 2010 in Südafrika im zweiten Gruppenduell gegen Serbien (0:1) riss.

Ronaldo oder Bruno Fernandes – wer hat das Tor erzielt?

06.29 Uhr: Es geht um die Szene in der 54. Minute im Spiel gegen Uruguay: Portugals Bruno Fernandes flankte, Cristiano Ronaldo versuchte zu köpfen, der Ball ging rein. Ronaldo ließ sich feiern, doch ober den Ball noch berührt hat, konnten selbst die Fernsehbilder nicht auflösen.

Torschütze ist laut offiziellen Angaben Bruno Fernandes. Mit einem weiteren Treffer würde Ronaldo Eusebios Rekord von neun WM-Treffern für Portugal einstellen. Portugiesische Medien meldeten, der Weltverband werde die Szene noch einmal neu bewerten und die Frage nach dem tatsächlichen Torschützen beantworten.

mas/svs/hba/dpa/sid/Reuters
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