WM-News am Dienstag »Infantino setzte sich für meine Freilassung ein«, sagt Flitzer

Der Demonstrant, der während eines WM-Spiels mit Regenbogenfahne auf das Spielfeld rannte, ist frei – er dankte Gianni Infantino und der Polizei. Und: Samuel Eto'o bereut Angriff auf Fan. Das waren die WM-News am Dienstag.
Der Flitzer Mario Ferri alias ›Falco‹

Der Flitzer Mario Ferri alias ›Falco‹

Foto: PABLO PORCIUNCULA / AFP
Das Wichtigste in Kürze
  • Fifa-Präsident Gianni Infantino setzte sich angeblich für Freilassung von Flitzer ein.

  • Kameruns Verbandschef Eto'o bereut Angriff auf Fan bei WM

  • Vor dem Achtelfinale zwischen Marokko und Spanien: Stadion-Security drängte Fans an Engstelle zurück.

  • Über die Nationalmannschaft wird eine mehrteilige Sportdoku erscheinen, trotz Aus in der Vorrunde.

Liebe Leserinnen und Leser,

das war es für heute aus Katar. Morgen geht es auf SPIEGEL.DE mit den WM-News weiter.

Einen schönen Abend!

Ihre SPIEGEL-Sportredaktion

Marokko macht die arabische Welt stolz

21.55 Uhr: Das marokkanische Team feierte seinen historischen Viertelfinaleinzug nach dem 3:0-Sieg gegen Spanien noch ausgiebig auf dem Feld. Dabei zeigten sie eine palästinensische Flagge in die Kamera, die bei diesem Turnier schon in auffällig großer Anzahl von Fans geschwenkt wurde.

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Überhaupt sorgt das marokkanische Märchen für arabische Verbrüderungsmomente von Bagdad bis Tunis-. »Glückwunsch an die Atlaslöwen, ihr habt uns begeistert. Wow Marokko, du hast es wieder geschafft«, schrieb Königin Rania von Jordanien auf Twitter. Auch in Tunis, Beirut, Bagdad, Ramallah und anderen Städten jubelten die Araber über den weitgehend unerwarteten Sieg über das hoch gehandelte Spanien. Der Jubel spiegelte den panarabischen Stolz wider. »Dies ist ein Sieg für alle Araber, nicht nur für Marokko, und die Freude ist umso größer, als er auf arabischem Boden errungen wurde«, sagte Hazem al Fayez, ein Jordanier, der zusammen mit Freunden in der Innenstadt von Amman hupte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Und Hassan Salim, ein Palästinenser, der das Spiel in der Stadt Ramallah im Westjordanland verfolgte, sagte: »Heute hat Marokko allen Arabern den Sieg geschenkt«.

Portugal führt zu Halbzeit 2:0 gegen die Schweiz

21.07 Uhr: Angreifer Gonçalo Ramos, der für Cristiano Ronaldo in die Startelf gerückt war, hat seine Rolle angenommen und geliefert: in der 17. Minute brachte er sein Team in Führung. Damit hat der 21-Jährige dem hochdekorierten Fußball-Superstar nun sogar etwas voraus, denn Ronaldo hat noch nie in der K.o.-Phase einer WM ein Tor erzielt. Später traf Pepe nach einer Ecke per Kopf zum 2:0 (33.). Mit 39 Jahren und 283 Tage ist Pepe der älteste Torschütze in einem K.o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft. Hier geht es zum Liveticker.

Die Torschützen feiern: Gonçalo Ramos und Pepe

Die Torschützen feiern: Gonçalo Ramos und Pepe

Foto: PATRICIA DE MELO MOREIRA / AFP

Infantino setzte sich für Freilassung von Flitzer ein

20.52 Uhr: Der Demonstrant, der während des WM-Spiels zwischen Portugal und Uruguay mit einer Regenbogenfahne auf das Spielfeld rannte, hat gegenüber Reuters erklärt, dass Fifa-Präsident Gianni Infantino interveniert hat, damit er von den katarischen Behörden freigelassen wird. Mario Ferri, der den Spitznamen ›Falco‹ trägt, trug ein blaues T-Shirt mit der Aufschrift »Rettet die Ukraine« auf der Vorderseite und »Respekt für iranische Frauen« auf der Rückseite und wurde von Sicherheitskräften angegriffen und abgeführt.

Foto: ODD ANDERSEN / AFP

Gianni Infantino sei später in das Polizeipräsidium gekommen, in dem Ferri vorläufig festgehalten wurde, habe mit einigen Beamten gesprochen und 30 Minuten später sei er frei gewesen.

»Gianni Infantino ist intelligent – Falco ist frei, kein Problem in Katar«, sagte der 35-Jährige und fügte hinzu: »Die Polizisten aus Katar sind wie Gentlemen, sehr freundlich, haben mich gefragt, ob ich Wasser, Kaffee oder ein Croissant möchte. Sehr freundlich«. Dass Ferri inzwischen aus Katar ausreisen und dieses bemerkenswerte Interview geben konnte, dürfte aber weniger an den netten katarischen Polizisten liegen, als an dem starken öffentliche Fokus auf den Fall. Ferri gab an, seine Proteste fortsetzen zu wollen.

Kameruns Verbandschef Eto'o bereut Angriff auf Fan bei WM

20.35 Uhr: Im Wirbel um seine körperliche Attacke auf einen Fan bei der Fußball-WM hat Kameruns Verbandschef Samuel Eto'o Reue gezeigt. »Ich möchte mich dafür entschuldigen, dass ich meine Beherrschung verloren habe und auf eine Weise reagiert habe, die nicht zu mir passt«, schrieb der frühere Weltklasse-Torjäger bei Instagram. Zuvor hatte ein Video gezeigt, wie Eto'o am Rande des WM-Achtelfinals Brasilien gegen Südkorea einen Mann schlägt.

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Der 41 Jahre alte Ex-Nationalspieler räumte eine gewaltsame Auseinandersetzung mit einem Mann ein, der wohl ein algerischer Fan gewesen sei. Ein algerischer YouTuber hatte in der Nacht zu Dienstag ein Video veröffentlicht, in dem er erklärte, dass er mit Eto'o Streit gehabt habe und von ihm geschlagen worden sei. Das Video veröffentlichte er nach eigenen Angaben aus der Polizeistation, wo er Eto'o angezeigt habe.

Ex-Weltklasse-Stürmer und Kameruns Verbandschef Samuel Eto'o

Ex-Weltklasse-Stürmer und Kameruns Verbandschef Samuel Eto'o

Foto: imago sportfotodienst / imago/Cordon Press/Diario AS

Der Mann gab zu, Eto'o provoziert zu haben. «Ich habe ihn gefilmt und ihn nach Gassama gefragt, ob sie ihn bestochen haben», sagte er. Bakary Papa Gassama ist ein Schiedsrichter aus Uganda, der das entscheidende Play-off-Spiel vor der WM zwischen Kamerun und Algerien leitete. Algerien beklagte sich danach über angebliche Fehlentscheidungen.

Zeitenwende beim DFB: das Steckt hinter dem Bierhoff-Abgang

20.09 Uhr: Ex-DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat beim Verband seine Kündigung eingereicht, jetzt steht ein Umbruch an. Muss deshalb auch Hansi Flick seinen Hut nehmen? Peter Ahrens und Gerhard Pfeil berichten aus Doha über eine spezielle Vereinbarung im Vertrag des Bundestrainers:

Katar sichert sich die nächste WM für 2025

19.58 Uhr: Der umstrittene WM-Ausrichter Katar wird auch zum Gastgeber der Tischtennis-WM 2025 im Einzel. Das beschlossen die Delegierten des Weltverbands ITTF in Jordanien. Die katarische Hauptstadt Doha, bereits 2004 Austragungsort der Weltmeisterschaften, setzte sich mit ihrer Bewerbung gegen die spanische Hafenstadt Alicante durch. Ursprünglich hatte neben Spanien und Katar unter anderem auch Deutschland mit dem Austragungsort Düsseldorf sein Interesse bekundet. Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) verkündete allerdings bereits Ende Dezember seinen Verzicht. Die kommenden Einzel-Weltmeisterschaften finden vom 20. bis 28. Mai 2023 im südafrikanischen Durban statt, die nächste Team-WM ein Jahr später in Busan (Südkorea).

Marokko schlägt Spanien im Elfmeterschießen

19.28 Uhr: Das Überraschungsteam Marokko hat auch den ehemaligen Weltmeister Spanien besiegt und steht nun zum ersten Mal im Viertelfinale einer Fußball-WM. Nach 120 spannenden aber torlosen Minuten gewannen die Nordafrikaner im Elfmeterschießen 3:0. Ihr Torwart Bono vom FC Sevilla hielt vor 44.667 Zuschauern im Education-City-Stadion von Doha zwei Elfmeter, zudem traf der Spanier Pablo Sarabia nur den Pfosten. Marokko ist erst das vierte afrikanische Land, das es bei einer Weltmeisterschaft unter die besten acht Teams geschafft hat: Das gelang vorher nur Ghana 2010, Senegal 2002 und Kamerun 1990. Hier geht es zum Spielbericht.

Portugals Dias über Ronaldo-Debatte: »Keine Spaltung herbeiführen«

Portugals Fußball-Nationalspieler Rúben Dias hat in der Debatte über Kapitän Cristiano Ronaldo zu mehr Unterstützung für die Nationalmannschaft in der Heimat aufgerufen. »Die Nationalelf sollte unterstützt werden, Ronaldo und alle anderen Spieler«, sagte der 25 Jahre alte Innenverteidiger auf die Frage, warum Kritik an Ronaldo häufig als Respektlosigkeit aufgefasst werde. »Es bringt nichts, eine Spaltung herbeizuführen. Stattdessen sollten wir zusammenhalten«, forderte er vor dem WM-Achtelfinale gegen die Schweiz (20.00 Uhr/ARD und Magenta TV). Dann könne die Mannschaft diese »positive Energie« nutzen, um sich auf das Sportliche zu fokussieren, sagte der Profi von Manchester City.

Rúben Dias

Rúben Dias

Foto: ALI HAIDER / EPA

Ronaldo sitzt auf der Bank – Schweiz beginnt überraschend mit Edimilson Fernandes

18.57 Uhr: Jetzt sind die Aufstellungen da: Bei der Schweiz kehrt Yann Sommer ins Tor zurück. Edimilson Fernandes verteidigt hinten rechts überraschend anstelle von Silvan Widmer. Zudem erhält Schär in der Innenverteidigung den Vorzug gegenüber dem wieder genesenen Nico Elvedi. Bei Portugal sitzt Superstar Cristiano Ronaldo tatsächlich nur auf der Bank. Portugals Fußball-Nationaltrainer Fernando Santos hatte Ronaldo am Tag zuvor öffentlich für sein Verhalten bei der Auswechslung im Spiel gegen Südkorea kritisiert, als der 37-Jährige schimpfend den Platz verlassen hatte. Ronaldo spielt in Katar zudem ein schwaches Turnier, kommt bislang auf ein Tor und noch keine Vorlage. Die Debatten um seine Vereinssuche überschatten zudem Portugals bisheriges Turnier. Für den Superstar bringt Santos den 21 Jahre alten Gonçalo Ramos von Benfica Lissabon von Beginn an.

TV-Expertin Schult fehlt »aus privaten Gründen«

18.12 Uhr: Nationalspielerin Almuth Schult fehlt heute »aus privaten Gründen« im Expertenteam der ARD rund um die Achtelfinalpartien. Dies teilte der TV-Sender bei Twitter mit. Ob die 31-Jährige, die neben Thomas Hitzlsperger und Sami Khedira die Spiele im Ersten analysiert, zum Viertelfinale zurückkehren wird, »steht derzeit noch nicht fest«, hieß es in dem Statement. Schult hatte im vergangenen Jahr bei der EM als Expertin in der ARD debütiert und für ihre Auftritte viel Lob erhalten. Die Mutter von Zwillingen spielte zuletzt in den USA beim Angel City FC, der Vertrag wurde dort nicht erneuert.

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Achtelfinale zwischen Marokko und Spanien geht in die Verlängerung

17.49 Uhr: Nach 90 Minuten steht es im Achtelfinale zwischen Marokko und Spanien 0:0 (0:0). Die hochintensive Partie lässt sich mit zwei Statistikwerten umreißen: Spanien hatte rund 70 Prozent Ballbesitz, die Marokkaner aber die bessere Zweikampfquote (63 Prozent). Und so egalisierten sich beide Teams über weite Strecken und lieferten nur für Taktikfreunde einen spielerischen Leckerbissen.

Auch Marco Asensio fand kein Durchkommen, für ihn kam in der 63. Minute Álvaro Morata

Auch Marco Asensio fand kein Durchkommen, für ihn kam in der 63. Minute Álvaro Morata

Foto: IMAGO/Fabio Ferrari /LaPresse FerrariF / IMAGO/LaPresse

Die besseren Chancen hatte zunächst Spanien, wie beim Schuss von Gavi, den Marokkos Schlussmann Bono noch an die Latte lenkte (25.) – ein mögliches Tor hätte aufgrund der Abseitsposition von Ferran Torres nicht gezählt. Jordi Alba traf wenig später das Außennetz (27.). Marokko lauerte auf Konter, biss sich aber zu häufig in der spanischen Hintermannschaft fest. Hier  geht es zum Liveticker.

Mbappé fehlte im Mannschaftstraining

17.21 Uhr: Beim Mannschaftstraining der französischen Nationalelf hat Stürmer Kylian Mbappé heute überraschend gefehlt. Aus dem Umfeld des Teams war zu hören, dass er angeblich allein im Kraftraum trainiere. Ob sich aus seiner Abwesenheit etwas über die Startaufstellung für das Viertelfinale gegen England (Samstag, 20.00 Uhr/ Magenta TV) ableiten lässt, blieb unklar.

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Stadion-Security drängt Fans an Engstelle zurück

16.57 Uhr: Ein Video, das von der englischen Journalistin Kathryn Batte auf Twitter veröffentlich wurde, soll zeigen, wie Sicherheitskräfte Fans vor dem Achtelfinalspiel zwischen Spanien und Marokko an einer Engstelle zurückdrängten. ,Die Lage am Education-City-Stadion in Raijan war zunächst unklar. Eine Sicherheitskraft soll das Vorgehen damit begründet haben, dass einige Fans fälschlicherweise behaupteten Tickets für das Spiel zu besitzen. Fans, die bereits andere Spiele von Marokko besucht hatten, sagten, zuvor noch nie ein so großes Polizeiaufgebot gesehen zu haben. Nach SPIEGEL-Informationen waren bis zur 15. Spielminute viele der Plätze noch nicht besetzt, der Einlass verlief schleppend.

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Besser als Cash: Nationalspieler Polens sichert sich Messi- und Mbappé-Trikots

16.10 Uhr: Mit Polen war Nationalspieler Matty Cash im Achtelfinale an Frankreich gescheitert (3:1 (1:0)). Doch mit leeren Händen ist er nicht zurückgeflogen: Auf Twitter präsentierte er zwei Trikots, eins von Messi- und eins von Mbappé, die er nach dem Spiel mit den absoluten Superstars dieses Turniers tauschen konnte. Auf dem Sozialen Netzwerk wird jetzt gemutmaßt, wann Cash die Jerseys, beispielsweise im Londoner Auktionshaus Sotheby's, zu Bargeld machen wird. Dort war im Mai ein – zugegeben gut gereiftes – Trikot von Diego Maradona von der WM 1986 für 8,8 Millionen Euro versteigert worden.

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Alters-Rekord: Gavi reiht sich hinter Pelé ein

15.47 Uhr: Spaniens Jungstar Gavi steht in der Startelf im Achtelfinale gegen Marokko (16.00 Uhr/ARD und MagentaTV) und wird damit zum zweitjüngsten WM-Spieler, der in einer K.o.-Runde von Beginn an aufläuft, nach Pelé 1958. Gavi ist 18 Jahre und vier Monate alt, Pelé war seinerzeit noch 17.
Auch Marokko hat einen Rekordhalter in seinen Reihen: Der in Madrid geborene Außenbahnspieler Achraf Hakimi hat bei dieser WM bislang die meisten Grätschen gefahren. Ob sich aus den beiden Personalien ein Zusammenhang ergeben wird, zeigt sich gleich: Hier geht es zum Liveticker.

Spanien startet mit Rechtsverteidiger Llorente

15.23 Uhr: Spanien geht überraschend mit Rechtsverteidiger Marcos Llorente ins WM-Achtelfinale gegen Marokko. Der 27-Jährige von Atlético Madrid kommt in der heutigen Partie (16.00 Uhr/ARD und MagentaTV) zu seinem ersten WM-Einsatz. César Azpilicueta, der beim 1:2 gegen Japan gespielt hatte, war zuletzt angeschlagen. Dani Carvajal hatte zuvor im Spiel gegen Deutschland nicht überzeugt. Das Duo sitzt im Education City Stadion nur auf der Bank. Erwartungsgemäß kehrt Routinier Jordi Alba auf der Linksverteidiger-Position für seinen Barcelona-Klubkollegen Alejandro Balde zurück.

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Marokko spielt bis auf eine Änderung wie zuletzt beim Sieg gegen Kanada: Selim Amallah von Standard Lüttich startet im Mittelfeld für Genua-Profi Abdelhamid Sabiri.

Sammer steht für Bierhoff-Nachfolge nicht zur Verfügung

15.06 Uhr: Matthias Sammer wird vorerst kein Nachfolger von Oliver Bierhoff beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Nach Informationen des Sport-Informations-Dienstes (SID) steht der 55-Jährige für eine leitende Position nicht zur Verfügung. Dies berichtet auch der »Kicker«, der den Europameister von 1996 jedoch als möglichen Berater des kriselnden Verbandes ins Gespräch bringt. Bierhoff hatte am Montagabend nach dem erneuten WM-Desaster seinen Abgang beim DFB nach 18 Jahren verkündet. Die Sportschau hatte Sammer zuvor als Favorit auf die Bierhoff-Nachfolge genannt.

Sammer fungierte von 2006 bis 2012 als DFB-Sportdirektor, im Anschluss war er zum FC Bayern gewechselt. Vor dem Bierhoff-Rücktritt hatte Sammer bei MagentaTV gesagt: »Ich bin glücklich in meinem Leben. Aber ich wäre glücklicher, wenn der Fußball in ein bisschen bessere Bahnen gelenkt wird. Helfen für den Fußball, für die Sache, das ist mein Leben. Aber gewisse Positionen brauche ich nicht mehr.«

Van Gaal über Messi-Schwäche: »Unsere Chance«

12.34 Uhr: Vor dem Viertelfinale gegen Argentinien sieht der niederländische Nationaltrainer Louis van Gaal in den Schwächen von Superstar Lionel Messi  eine große Chance. »Natürlich ist Messi ihr gefährlichster und kreativster Spieler«, sagte van Gaal dem TV-Sender NOS, »auf der anderen Seite beteiligt er sich nicht viel am Spiel, wenn der Gegner in Ballbesitz ist. Darin liegt unsere Chance.« Die Niederländer treffen am Freitag (20.00 Uhr/TV: ARD oder ZDF und Magenta TV) auf Argentinien.

Im Halbfinale der WM 2014 waren beide Teams zuletzt aufeinandergetroffen, damals gewann Argentinien im Elfmeterschießen. »Wir haben eine Rechnung zu begleichen«, meinte van Gaal, »ich schaue nicht gern zurück. Ich dachte damals, wir würden gewinnen, habe sogar entsprechend gewechselt.« Van Gaal hatte Stürmer Klaas-Jan Huntelaar eingewechselt und konnte so zum Elfmeterschießen nicht mehr seinen Ersatztorwart bringen, der im Viertelfinale gegen Costa Rica zwei Elfmeter gehalten hatte.

Fifa weist Frankreichs Einspruch gegen Spielwertung zurück

11.28 Uhr: Die Fifa hat den Einspruch des französischen Fußball-Verbandes FFF gegen die Wertung des letzten Gruppenspiels gegen Tunesien zurückgewiesen. Frankreich hatte die Partie 0:1 (0:0) verloren.

Schiedsrichter Matthew Conger hatte den vermeintlichen Ausgleich durch Antoine Griezmann in der Nachspielzeit (90.+8) nach VAR-Eingriff zurückgenommen. Dies hatte zu erheblicher Verwirrung geführt, weil Conger das Spiel der Gruppe D nach dem Tor und einer kurzen Fortsetzung bereits abgepfiffen hatte. Der Referee sah sich die Szene aber dann auf dem Bildschirm noch einmal an und verweigerte dem Treffer von Griezman daraufhin wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung. Dies sei nicht regelkonform, das Tor sei »zu Unrecht aberkannt worden«, hieß es als Begründung vonseiten der FFF.

Einfluss auf den Turnierfortgang hatte die Szene allerdings nicht. Frankreich zog mit sechs Punkten als Gruppenerster in die K.-o.-Runde ein und steht mittlerweile im Viertelfinale. Tunesien war trotz des Sieges ausgeschieden.

Flick bedauert Bierhoff-Aus

10.42 Uhr: Hansi Flick hat mit großem Bedauern auf den Abschied von Oliver Bierhoff reagiert – eine passende Nachfolgeregelung erkennt der Bundestrainer derzeit nicht. »Meinem Trainerteam und mir fällt im Moment die Vorstellung schwer, wie die durch Olivers Ausscheiden entstehende Lücke fachlich und menschlich geschlossen werden kann. Unsere Zusammenarbeit war immer von Loyalität, Teamgeist, Vertrauen und Zuverlässigkeit geprägt. Zusammenhalt war die DNA unseres Teams«, wurde Flick am Dienstag in einer Mitteilung auf der DFB-Homepage zitiert.

»Blitzableiter« Bierhoff hört auf

10.03 Uhr: Oliver Bierhoff nimmt nach 18 Jahren Abschied vom DFB. »Wenn Dinge schieflaufen, so grundlegend schief, dass klar wird, dass seit Jahren ein falscher Weg eingeschlagen wird, dann sucht man denjenigen, der am längsten Verantwortung trägt – das ist Bierhoff«, schreibt Kollege Peter Ahrens in seinem Kommentar.

  • Im Laufe des Tages werden wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, mit Analysen und Hintergründen hier über weitere Entwicklungen informieren.

Fifa-Botschafter Eto'o greift YouTuber an

09.48 Uhr: Kameruns Fußball-Ikone Samuel Eto'o ist bei der WM in Katar aufgrund eines Wutausbruchs negativ aufgefallen. Der frühere Starstürmer, mittlerweile Verbandspräsident seines Heimatlandes und Fifa-Botschafter, trat einem Mann am Montagabend vor dem Stadion 974 in Doha ins Gesicht, wie auf einem bei Twitter veröffentlichten Video eines Journalisten der Zeitung La Opinion zu sehen ist.

Der Vorfall ereignete sich nach dem Achtelfinale zwischen Brasilien und Südkorea (4:1). Zunächst stand Eto'o für Selfies mit Fans bereit, bevor er einen Mann verfolgte, der ihn mit der Kamera filmte. Andere Personen versuchten noch, den 41-Jährigen zurückzuhalten. Eto'o riss sich los und trat auf den Mann, ein YouTuber aus Algerien, ein.

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Nach Informationen des algerischen Fußball-Portals DZ foot soll der YouTuber den ehemaligen Angreifer zum umstrittenen Schiedsrichter Bakary Gassama befragt haben, der das WM-Play-Off zwischen Algerien und Kamerun (1:2) geleitet hatte. In der Partie hatten die Kameruner durch einen Treffer in der letzten Minute das Ticket für Katar gelöst.

Der Influencer kündigte in einem Video auf seinem YouTube-Kanal an, Eto'o bei der örtlichen Polizei anzuzeigen.

»Respektlos«: Keane kritisiert Brasilianer für Freudentänze

07.16 Uhr: Irgendwann hatte Roy Keane genug. »Ich habe noch nie so viel Tanzerei gesehen«, sagte der 51-Jährige beim TV-Sender ITV mit Blick auf Brasiliens 4:1 im Achtelfinale gegen Südkorea. Das sagte der frühere Champions-League-Sieger bereits zur Halbzeit. Denn da hatte die Seleção schon all ihre vier Tore erzielt und jeden von ihnen mit Freudentänzen vor der Fankurve in Doha gefeiert. »Ich mag das nicht. Es wird gesagt, das ist ihre Kultur. Aber ich denke, das ist wirklich respektlos gegenüber dem Gegner«, sagte der Ex-Profi von Manchester United. »Sie schießen vier Tore, und sie machen es jedes Mal.«

Die Antwort der Brasilianer ließ nicht lange auf sich warten. »Das Problem hat derjenige, dem es nicht gefällt. Wir werden weiter tanzen«, kündigte Flügelstürmer Raphinha nach der Partie an. Auch Mittelfeldspieler Lucas Paquetá, der eines der Tore erzielt hatte, verteidigte die Form des Jubels. »Das ist unser Ausdruck der Freude, wenn wir ein Tor erzielt haben. Wir machen das nicht, um respektlos zu sein.«

https://twitter.com/IshaqChebli/status/1599938956853858304 

Sechsteiliger Film über DFB-Team soll im Frühjahr ausgestrahlt werden

07.01 Uhr: Trotz des frühen Ausscheidens bei der Fußball-Weltmeisterschaft will Amazon an den Plänen für die Doku über die DFB-Auswahl festhalten. »Wie angekündigt zeigt Prime Video 2023 eine ›All or Nothing-Dokumentation‹ über den Weg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft der Herren auf dem Weg zur WM in Katar und die Vorkommnisse vor Ort«, sagte ein Amazon-Sprecher der dpa.

Der sechsteilige Film bietet nun nach dem Aus in der Vorrunde die ›Nothing‹-Variante und wird von der UFA produziert. Die Serie soll im Frühjahr 2023 ausgestrahlt werden, einen genauen Zeitpunkt für die Veröffentlichung gibt es noch nicht. Bei der Amazon-Reihe »All or Nothing« für den kostenpflichtigen Prime-Video-Dienst gab es bereits Dokus über Teams wie Borussia Dortmund, Bayern München und Manchester City.

Neymar bedankt sich bei den Fans für ihre »Liebe«

06.39 Uhr: Nach seinem Comeback nach einer Knöchelverletzung hat Brasiliens Superstar Neymar den Fans für ihre Unterstützung gedankt. »Ich habe nur Worte des Dankes für all die Liebe, die sie mir geschenkt haben«, sagte der 30-Jährige nach dem 4:1 (4:0) im Achtelfinale des Rekordweltmeisters gegen Südkorea.

Ein Herz für die Fans? Neymar nach dem Achtelfinale gegen Südkorea

Ein Herz für die Fans? Neymar nach dem Achtelfinale gegen Südkorea

Foto: IMAGO/Alexandre Brum/Ag. Enquadrar / S / IMAGO/Sports Press Photo

Portugiese Bento hört als Trainer in Südkorea auf

06.30 Uhr: Südkoreas Fußball-Nationaltrainer Paulo Bento hat sein Amt nach dem Aus gegen Brasilien zur Verfügung gestellt. »Das war mein letzter Tag als Trainer von Südkorea. Ich werde pausieren und dann schauen, was ich dann mache. Das habe ich den Spielern und dem Verbandspräsidenten gesagt. Diese Entscheidung habe ich schon im September getroffen, sie ist in Stein gemeißelt. Ich danke dem Verband und den Spielern für alles, was sie für mich getan haben«, sagte der Portugiese nach dem 1:4 im Achtelfinale am Montagabend gegen Brasilien.

Südkorea hat zum dritten Mal in der Geschichte die K.-o.-Runde erreicht. Größter Erfolg bleibt der vierte Platz bei der mit Japan geteilten Heim-WM 2002.

ast/mas/vgl/dpa/sid
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