WM-News am Donnerstag Robbie Williams gibt Privatkonzert für englisches Nationalteam

Let me entertain you: Robbie Williams hat die »Three Lions« am Hotelpool besucht. Und: Der portugiesische Verband dementiert Gerüchte um eine mögliche Flucht von Cristiano Ronaldo. Der Überblick am Donnerstag.
Sänger Robbie Williams

Sänger Robbie Williams

Foto: Andreas Rentz / Getty Images
Das Wichtigste in Kürze
  • Drohte Cristiano Ronaldo nach seiner Startelf-Degradierung mit der Abreise? Der portugiesische Verband widerspricht Berichten.

  • Ein Arbeitsmigrant ist während der WM in Katar gestorben, das bestätigte die Fifa. Das WM-Gastgeberland will nun eine Untersuchung einleiten.

  • Englands Raheem Sterling reiste wegen einer »Familienangelegenheit« ab. Im Viertelfinale kann die englische Nationalmannschaft wieder auf ihn bauen.

Robbie Williams überrascht englische Nationalmannschaft

18.05 Uhr: Musikalische Unterstützung für die englische Nationalmannschaft: Am Mittwochabend hat Medienberichten zufolge Robbie Williams der englischen Nationalelf einen Besuch im Souq Al Wakra-Camp abgestattet und am Pool ein paar Songs gesungen.

Organisiert habe den Auftritt der Innenverteidiger Harry Maguire, der vor Kurzem als Botschafter der von Williams gegründeten Initiative »Soccer Aid for Unicef« den Sänger kennengelernt hatte. Seit 2006 organisiert Williams regelmäßig das weltweit größte Fußballspiel für wohltätige Zwecke. Das Geld wird an Unicef gespendet.

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»Natürlich ist er ein unglaublich talentierter, aber auch ein wirklich netter Mensch. Es ist eine Ehre, ihn getroffen zu haben«, sagte Mittelfeldspieler Kalvin Phillips nach dem kurzen Auftritt der US-Sportnachrichtenseite "The Athletic". England bereitet sich derzeit auf das Viertelfinale gegen Weltmeister Frankreich vor (Samstag, 20 Uhr, TV: ZDF und Magenta).

Katar leitet Untersuchung zum Tod eines Gastarbeiters ein

17.14 Uhr: WM-Gastgeber Katar untersucht den Tod eines Gastarbeiters, der während des Turniers ums Leben gekommen sein soll. »Sollte die Untersuchung zu dem Schluss kommen, dass die Sicherheitsprotokolle nicht eingehalten wurden, wird das Unternehmen gerichtlich belangt und mit empfindlichen Geldstrafen belegt werden«, sagte ein katarischer Regierungsbeamter der Nachrichtenagentur AFP.

WM-Cheforganisator Nasser Al Khater hatte den Unfall zuvor kleingeredet. »Der Tod ist ein natürlicher Teil des Lebens«, sagte er.

Zuerst hatte das Onlineportal The Athletic über den Tod des Mannes  von den Philippinen berichtet. Demnach sei der Arbeiter während der Gruppenphase im Quartier von Saudi-Arabien von einer Plattform gestürzt, die von einem Gabelstapler in die Höhe gehoben worden war. In einem Krankenhaus sei er seinen Verletzungen erlegen.

Die philippinische Botschaft teilte AFP gegenüber mit, der Mann sei »während seiner Arbeit in einem Resort in Mesaieed« 57 Kilometer südlich von Doha gestorben. In dem Ort hatte Saudi-Arabien Quartier bezogen.

Der Fußball-Weltverband Fifa erklärte, er sei »zutiefst betrübt über diese Tragödie«. Sobald man von dem Unfall erfahren habe, »haben wir uns mit den örtlichen Behörden in Verbindung gesetzt, um weitere Einzelheiten zu erfahren«, hieß es in einer Erklärung.

Di María weiter fraglich für Duell mit den Niederlanden

17.01 Uhr: Ein Einsatz des argentinischen Nationalspielers Ángel Di María im Viertelfinale gegen die Niederlande steht weiter auf der Kippe. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, äußerte sich Trainer Lionel Scaloni zurückhaltend darüber, ob der Stürmer zur Verfügung stehen würde, nachdem er den Achtelfinalsieg gegen Australien wegen einer Verletzung am linken Oberschenkel verpasst hatte. Scaloni sah sich auch mit Fragen zur Fitness von Rodrigo De Paul konfrontiert, nachdem verschiedene Medien berichtet hatten, De Paul habe muskuläre Probleme. »Im Prinzip geht es ihnen gut, und wir werden im heutigen Training sehen, ob wir eine Aufstellung machen können«, sagte er auf einer Pressekonferenz.

Angel Di Maria beim Training

Angel Di Maria beim Training

Foto: JUAN MABROMATA / AFP

Wer wird denn nun Weltmeister? Der Favoritencheck vor dem Viertelfinale

15.50 Uhr: Die Niederlande setzen auf das Selbstbewusstsein von Louis van Gaal, bei Frankreich heißt es Mbappé oder nichts. Und Marokko erinnert an Griechenland 2004 – mit mehr Unterstützung. Welcher WM-Titelplan aufgehen könnte.

Van Gaal sorgt für Lacher – und kritisiert Di María

14.52 Uhr: Louis van Gaal, Bondscoach der Niederlande, hat vor dem WM-Viertelfinale gegen Argentinien wieder einmal für Unterhaltung gesorgt. Auf eine kritische Aussage des argentinischen Starspielers Ángel Di María angesprochen, lieferte sich der Trainer bei der Pressekonferenz einen humorigen Dialog mit seinem neben ihm sitzenden Stürmer Memphis.

Hatten Spaß auf der Pressekonferenz: Louis van Gaal und Memphis

Hatten Spaß auf der Pressekonferenz: Louis van Gaal und Memphis

Foto:

ALBERTO PIZZOLI / AFP

»Es tut mir sehr leid, dass Ángel Di María einmal gesagt hat, ich sei der schlechteste Trainer, den er je hatte«, sagte van Gaal: »Hier neben mir ist Memphis. Er war auch in Manchester. Und jetzt küssen wir uns auf den Mund.« Gelächter folgte im Pressekonferenzraum des Medienzentrums in Doha. Auch Memphis, der den Kuss verweigerte, lachte laut los.

Über Di María sagte er, dass ein Spieler eine solche Kritik öffentlich äußert, »mag ich nicht.« »Cheftrainer müssen Entscheidungen treffen. Und sie treffen diese Entscheidungen nicht ohne Grund.« In seiner Zeit bei Manchester United von 2014 bis 2016 hatte van Gaal Di María sowie Memphis trainiert und letzteren gar einmal für ein FA-Cup-Finale nicht berücksichtigt.

Watzke: »Trennung von Hansi Flick stand nie zur Diskussion«

13.19 Uhr: DFL-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke hat betont, dass eine Ablösung von Hansi Flick als Bundestrainer nach dem WM-Vorrunden-Aus des keine Überlegung für die DFB-Führung war. »Eine Trennung stand überhaupt nicht zur Diskussion«, sagte Watzke, der auch DFB-Vizepräsident am Donnerstag bei einer Pressekonferenz der Deutschen Fußball Liga (DFL). »Es war nicht alles schlecht«, sagte Watzke zum deutschen WM-Auftritt in Katar.

Außerdem hat sich Watzke für die Beibehaltung der Doppelspitzen-Lösung für die Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga ausgesprochen. »Ich plädiere dafür, dass wir das auf zwei Schultern verteilen«, sagte Watzke am Donnerstag in Neu-Isenburg. Bis zum 30. Juni übernehmen Eintracht Frankfurts Axel Hellmann und Oliver Leki vom SC Freiburg als Interimslösung die Aufgaben der bisherigen DFL-Geschäftsführerin Donata Hopfen, deren Vertrag am Mittwoch aufgelöst worden war.

Enrique ist nicht länger spanischer Nationaltrainer

13.15 Uhr: Das Achtelfinal-Aus der spanischen Mannschaft zieht personelle Konsequenzen nach sich. Luis Enrique räumt das Amt des Nationaltrainers. Auf ihn soll der U21-Coach Luis de la Fuente folgen.

Portugiesischer Verband weist Bericht über Abreise-Drohung von Ronaldo zurück

11.13 Uhr: Portugals Fußball-Verband hat Berichte über eine angebliche Abreise-Drohung von Superstar Cristiano Ronaldo wegen dessen Reservisten-Rolle zurückgewiesen. Der Verband stellte klar, dass Ronaldo »zu keinem Zeitpunkt damit gedroht hat, die Nationalmannschaft in Katar zu verlassen«. Zuvor hatte die portugiesische Zeitung »Record« berichtet, Ronaldo habe mit einer Abreise gedroht, nachdem er von seiner Startelf-Ausbootung im Achtelfinale erfahren hatte.

DFB lobt Schiedsrichter Siebert: »Er kann stolz auf sich sein«

11.13 Uhr: Der deutsche Schiedsrichterchef Lutz Michael Fröhlich hat Referee Daniel Siebert für das Auftreten in Katar gelobt. »In beiden Spielen hat er das deutsche Schiedsrichterwesen sehr würdig vertreten«, sagte Fröhlich. Siebert war in den Vorrundenpartien zwischen Uruguay und Ghana (2:0) sowie Australien gegen Tunesien (1:0) im Einsatz. Für Sieberts Heimreise hatten wohl in erster Linie Uruguays Fußballer gesorgt. Die Südamerikaner waren nach ihrem vorzeitigen Scheitern massiv auf ihn losgegangen.

»Aus ganz Europa waren gerade mal zehn Schiedsrichter nominiert. Daniel Siebert war mit seinen jungen 38 Jahren schon dabei und hatte es gleich auch mit der ausgesprochen schwer zu leitenden Partie Uruguay gegen Ghana zu tun. Er hat in seinen beiden Einsätzen in Katar seine Stärken und Talente eingebracht und deutlich dargelegt«, sagte Fröhlich: »Er kann stolz auf sich sein und sehr zuversichtlich in die Zukunft blicken.«

Inhaftierter Ex-Medienchef soll laut Familie gefoltert worden sein

09.48 Uhr: Kurz vor dem Start der Fußball-WM ist Whistleblower Abdullah Ibhais nach Angaben seiner Familie im Gefängnis in Katar gefoltert worden. In einem von Fair Square veröffentlichten Brief der Angehörigen werden schwerwiegende Vorwürfe erhoben.

Demnach habe der seit rund einem Jahr inhaftierte Ex-Kommunikationsdirektor des katarischen WM-Organisationskomitees vier Tage »in völliger Dunkelheit in Einzelhaft verbracht, nachdem er körperlich angegriffen worden war«. Ibhais soll sich laut den Angaben der Familie in einer zweimal ein Meter großen Zelle mit einem Loch im Boden als Toilette und bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt befunden haben. Dazu sei die Klimaanlage »als Folterinstrument« eingesetzt worden, hieß es.

Ibhais hatte sich vor seiner Verurteilung gegen WM-OK-Chef Hassan Al-Thawadi gestellt. Wegen der angeblichen Annahme von Bestechungsgeldern war er zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt worden. Seine Familie sprach von einem »Willkür-Urteil« und einem »Scheingericht«.

Nach bewaffnetem Einbruch – Sterling will gegen Frankreich zurück sein

08.11 Uhr: Die englische Nationalmannschaft kann wieder auf Raheem Sterling setzen. Wie der Verband mitteilte, stößt der wegen einer »Familienangelegenheit« abgereiste Angreifer am Freitag und damit einen Tag vor dem Viertelfinal-Kracher gegen Titelverteidiger Frankreich (20.00 Uhr MEZ/ZDF und MagentaTV) wieder zum Team von Coach Gareth Southgate.

Sterling war am Sonntag aus dem Emirat abgereist, laut BBC sei in Sterlings Haus in London eingebrochen worden, während seine Familie zugegen war. Die Täter seien mutmaßlich bewaffnet gewesen.

Fifa bestätigt Tod eines Bauarbeiters in Katar während WM

07.48 Uhr: Ein offenbar von den Philippinen stammender Arbeiter hat während der WM sein Leben verloren. Der Mann sei infolge eines Unfalls bei Reparaturarbeiten im Teamhotel der saudi-arabischen Delegation gestorben, berichtete die US-Sportnachrichtenseite »The Athletic«. Die Fifa bestätigte den Bericht. Der Weltverband sei »zutiefst betrübt über diese Tragödie«, teilte ein Sprecher mit. Weitere Aussagen über den Unfall könne man erst treffen, wenn mehr Informationen bekannt seien. »The Athletic« zufolge ermittelte in dem Fall die katarische Regierung.

Die Sportnachrichtenseite hatte berichtet, dass es sich bei dem Verstorbenen um einen Mann namens Alex handele, der auf Anfang 40 geschätzt wird. Er soll demnach in einen Unfall mit einem Gabelstapler verwickelt gewesen sein. Beim Sturz von einer Rampe sei er mit dem Kopf auf Beton aufgeschlagen, heißt es weiter. Einen Sicherheitsgurt habe der Mann nicht getragen – warum, sei nicht bekannt.

Außenseiter-Fußball und überzeugende Stars: Erkenntnisse der WM

06.28 Uhr: Die wichtigsten acht Spiele dieser WM stehen noch aus, aber ein Großteil des Turniers ist schon absolviert. Aus den bislang 56 Partien lassen sich einige Erkenntnisse gewinnen, wie eine Erhebung des Instituts für Spielanalyse Potsdam zeigt:

  • Ineffizient und raus: Im Schnitt 7,1 Schüsse brauchten die Mannschaften im WM-Achtelfinale für ein Tor und waren damit effizienter als in der Gruppenphase, als die Werte noch zwischen 8,1 und 10,2 lagen. Auffällig: Die Teams, die die mit Abstand meisten Torabschlüsse für einen Treffer brauchten, sind früh ausgeschieden: Dänemark, Belgien, Tunesien und Wales.

  • Underdog-Fußball: Im Viertelfinale ist Marokko wohl die größte Überraschung . Die Nordafrikaner zeigen, dass man mit einer ungewöhnlichen Spielweise weit kommen kann. In der Gruppenphase hatten sie durchschnittlich 34 Prozent Ballbesitz, nur fünf Teams hatten weniger. Im Achtelfinale gegen Spanien waren es nur 22,1 Prozent. Auch bei den Passquoten kommt Marokko mit 80 Prozent auf den siebtschlechtesten Wert.

  • Aus für Top-Balleroberer: Die Ex-Weltmeister Spanien und Deutschland erreichten bei Balleroberungen bei dieser WM die Spitzenwerte, sind aber beide ausgeschieden. Spanien brauchte im Schnitt nur 7,8 Sekunden, um den Ball zurückzugewinnen, bei Deutschland waren es 8,1, Sekunden. Marokko liegt auf dem viertletzten Platz mit 15,5 Sekunden für eine Balleroberung.

  • Erfolg der Topklubs: Mit Kylian Mbappé, Lionel Messi und Neymar stehen drei der bisherigen Stars beim französischen Spitzenklub Paris Saint-Germain unter Vertrag. Das spiegelt sich auch in den Toren wider: PSG-Profis haben zehn Tore erzielt, acht Treffer stehen für die Spieler des FC Barcelona zu Buche, sieben für die von Manchester United. Turnier-Topscorer sind bislang Mbappé mit fünf Toren und zwei Vorlagen und Portugals Bruno Fernandes, der zweimal traf und drei Tor-Vorlagen lieferte .

mas/kjo/ast/dpa/sid
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