WM-News am Mittwoch Mexikanischer Boxweltmeister entschuldigt sich nach Drohung gegen Messi

Lionel Messi kommt um eine Prügelei mit Canelo Álvarez herum. Der Boxchamp hat dem Argentinier fehlenden Respekt vorgeworfen – nun gesteht er einen Fehler ein. Und: Dänemarks Trainer nimmt Schuld für Aus auf sich. Der Überblick.
Canelo Álvarez: »Jeden Tag lernen wir etwas Neues und dieses Mal war ich an der Reihe«

Canelo Álvarez: »Jeden Tag lernen wir etwas Neues und dieses Mal war ich an der Reihe«

Foto: John Locher / AP
Das Wichtigste in Kürze
  • Nach seinen Drohungen gegen Lionel Messi hat der mexikanische Boxweltmeister Canelo Álvarez um Verzeihung gebeten.

  • Luis Enrique hat nach eigener Aussage darüber nachgedacht, ob es nicht besser wäre, die Gruppe nicht zu gewinnen und stattdessen Zweiter zu werden, um Brasilien aus dem Weg zu gehen.

  • Ein dänischer Reporter ist wegen Aufnahmen von Tumulten zwischen iranischen Fans nach eigenen Angaben kurzzeitig von der Polizei festgesetzt worden.

  • Bundestrainer Hansi Flick denkt auch im Fall des Ausscheidens in der WM-Vorrunde nicht an einen Rücktritt.

Argentinien und Polen im Achtelfinale, bitteres Aus für Mexiko

22.05 Uhr: In der Schlussphase der finalen Partien der Gruppe C wurde es dramatisch, zwischendurch sah es so aus, als müsste die Fairplay-Wertung entscheiden. Am Ende brachte ein Tor von Saudi-Arabien aber die Entscheidung: Polen ist als Zweiter hinter Argentinien eine Runde weiter. Für Mexiko ist es das erste Mal seit 1978, dass schon in der Vorrunde Schluss ist. Lesen Sie hier den Spielbericht.

Berichte: Iraner wurde angeblich getötet, weil er Niederlage gegen USA feierte

21.37 Uhr: In Iran soll ein Mann laut Menschenrechtsorganisationen getötet worden sein, nachdem er das Ausscheiden der iranischen Nationalmannschaft gefeiert hattte. Der 27-jährige Mehran Samak sei nach der Niederlage gegen die USA »von Sicherheitskräften in den Kopf geschossen« worden, erklärte die in Oslo ansässige Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHR).

Das Center for Human Rights in Iran (CHRI) mit Sitz in New York meldete ebenso, dass Samak von Sicherheitskräften getötet worden sei, während er feierte. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisationen hatte Samak in der Stadt Bandar Ansali am Kaspischen Meer hupend in seinem Auto die Niederlage gefeiert, bevor er erschossen wurde.

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CHRI veröffentlichte ein Video von Samaks Beerdigung. Darauf sind Trauernde zu hören, die »Tod dem Diktator« riefen. Der Slogan richtet sich gegen das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, und ist bei den landesweiten Protesten häufig zu hören.

Fairplay-Wertung entscheidet momentan in Gruppe C

21.32 Uhr: Argentinien führt 2:0 gegen Polen, Mexiko 2:0 gegen Saudi-Arabien. Stand jetzt wäre Polen damit als Zweiter vor Mexiko für das Achtelfinale qualifiziert, weil sie weniger Gelbe Karten kassiert haben.

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Deutscher Schiedsrichter Siebert pfeift Ghana gegen Uruguay

21.13 Uhr: Beim ersten Wiedersehen von Uruguay und Ghana seit dem brisanten WM-Viertelfinale 2010 kommt der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert zu seinem zweiten Einsatz in Katar. Siebert zur Seite stehen dessen Assistenten Rafael Foltyn und Jan Seidel. Vierter Offizieller der Partie ist Yoshimi Yamashita aus Japan.

Uruguays Stürmerstar Luis Suárez war 2010 wegen eines Handspiels auf der Linie in letzter Minute vom Platz gestellt worden. Asamoah Gyan verschoss den Strafstoß. Ghana verlor das anschließende Elfmeterschießen und schied aus.

Mexikanischer Boxweltmeister entschuldigt sich nach Drohung gegen Messi

20.39 Uhr: Nach seinen Drohungen gegen Lionel Messi hat der mexikanische Boxweltmeister Canelo Álvarez um Verzeihung gebeten. »In den vergangenen Tagen habe ich mich von der Leidenschaft und der Liebe zu meinem Land mitreißen lassen und mich unangebracht geäußert, wofür ich mich bei Messi und dem argentinischen Volk entschuldigen möchte«, schrieb Álvarez kurz vor Anpfiff der WM-Partien von Argentinien und Mexiko auf Twitter.

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»Jeden Tag lernen wir etwas Neues und dieses Mal war ich an der Reihe. Ich wünsche beiden Mannschaften viel Erfolg in ihren heutigen Spielen und wir werden Mexiko bis zum Schluss unterstützen«, fügte Álvarez hinzu.

Der Faustkämpfer hatte sich zuletzt über eine Szene aus der Umkleidekabine der Argentinier bei der Fußball-WM in Katar geärgert. Messi hatte beim Ausziehen mit einem Schuh ein mexikanisches Trikot berührt, das auf dem Boden lag. Ein Video aus der Kabine zeigt aber deutlich, dass Messi in dem Moment gar nicht nach unten schaut.

Álvarez aber unterstellte Messi fehlenden Respekt vor seinem Land. »Möge er zu Gott beten, dass er mir nicht begegnet«, schrieb der mehrfache Champion unter anderem bei einer wahren Twitter-Tirade.

Dänemarks Trainer nimmt Schuld für Aus auf sich

20.25 Uhr: Kasper Hjulmand hat sich nach dem ebenso überraschenden wie »enttäuschenden« WM-Vorrunden-Aus vor seine Mannschaft gestellt. »Wir haben nicht das erreicht, was wir wollten. Wir haben nicht die Qualität gebracht, die wir anbieten können«, sagte der 50-Jährige nach dem 0:1 (0:0) gegen Australien: »Es ist meine Verantwortung, dass wir bei einer WM nicht unsere beste Leistung gebracht haben.«

Er habe »keine Erklärung« für das Aus mit nur einem Punkt, führte er aus: »Fehlender Enthusiasmus, fehlende gegenseitige Hilfe, fehlendes Zusammenspiel, ein Mangel an Qualität, womöglich auch fehlende Frische im Kopf – es waren viele Mängel. Kein Zweifel, dass wir hier nicht viel richtig gemacht haben.« Doch für all das gebe es »keine Ausreden«, stellte der Coach des EM-Halbfinalisten energisch klar.

Es herrsche eine »enorme Frustration«, so Hjulmand weiter: »Meine Gefühle sind zu stark, um klar zu denken. Ich muss erst ein bisschen Distanz gewinnen.«

Leckie mio

20.15 Uhr: Nicht nur Freunden schlechter Wortspiele sei dieser Text des Kollegen Jonas Kraus ans Herz gelegt:

England-Verteidiger White aus persönlichen Gründen abgereist

20.08 Uhr: Ben White (Arsenal) hat das englische Nationalteam verlassen und ist zurück nach Hause geflogen. Der Verteidiger sei aus persönlichen Gründen abgereist, teilte der englische Verband mit. Er werde nicht zurückerwartet.

DFB-Vize Watzke sieht zwiespältigen Umgang mit Katar

19.54 Uhr: Beim Thema Katar wird in Deutschland nach Ansicht von Hans-Joachim Watzke, Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bunds, mit zweierlei Maß gemessen. »Das ist ein bisschen zwiespältig, dass unsere Konzerne, sobald eine Kapitalerhöhung ansteht, nach Katar gehen und sagen: »Gebt uns Geld dafür«. Und wir wollen Energie von den Kataris kaufen«, sagte Watzke dem ZDF. »Aber der Fußball soll mal wieder alles andere richten, und das ist natürlich nicht in Ordnung.«

Mexiko ohne Kapitän Guardado – Saudi-Arabiens Kanno rechtzeitig fit

19.21 Uhr: Mexiko geht ohne seinen zuletzt angeschlagenen Kapitän Andrés Guardado in das entscheidende Spiel gegen Saudi-Arabien. Insgesamt verändert Trainer Gerardo Martino seine Startelf für die Partie auf vier Positionen im Vergleich zum 0:2 gegen Argentinien. Zu seinem ersten Turniereinsatz kommt im Mittelfeld Orbelin Pineda. Zudem bietet Martino in Henry Martin wieder einen Stürmer auf und dürfte damit in der Defensive erneut auf eine Viererkette umstellen.

Saudi-Arabiens Nationaltrainer Hervé Renard baut seine Startaufstellung nach dem 0:2 gegen Polen auf drei Positionen um. Der zuletzt angeschlagene Mittelfeldspieler Mohamed Kanno wurde rechtzeitig fit. Der ebenfalls angeschlagene Verteidiger Mohammed Al-Buraik sitzt dagegen zunächst nur auf der Bank.

Mexiko braucht einen Sieg, um noch eine Chance auf den Einzug in das Achtelfinale zu haben. Saudi-Arabien könnte dagegen abhängig vom Ergebnis im anderen Gruppenspiel zwischen Argentinien und Polen auch ein Remis für das Weiterkommen reichen.

Zukunft von Tunesiens Trainer nach WM-Aus offen

19.15 Uhr: Nach dem erneut verpassten WM-Achtelfinale ist die Zukunft von Tunesiens Trainer Jalel Kadri offen. Wie der 50-Jährige nach dem überraschenden 1:0 gegen Weltmeister Frankreich sagte, war sein Vertrag an das Erreichen der K.-o.-Runde bei der WM in Katar geknüpft. »Da wir das Achtelfinale nicht erreicht haben, ist es das Recht des tunesischen Fußballverbandes, meinen Vertrag zu beenden. Sie müssen darüber entscheiden«, sagte Kadri. Der Verband werde entscheiden müssen, ob er die Mission mit der Mannschaft erfüllt habe oder nicht. Die Tunesier sind auch bei ihrer sechsten WM-Teilnahme nicht über die Vorrunde hinausgekommen.

So feiert Australien den Einzug ins Achtelfinale

18.40 Uhr: Australische Fußballfans haben nach dem Sieg gegen Dänemark die Nacht zum Tage gemacht.

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Keine Rechenspiele: Enrique gibt Gruppensieg als Ziel aus

18.17 Uhr: Luis Enrique hat nach eigener Aussage darüber nachgedacht, ob es nicht besser wäre, die Gruppe nicht zu gewinnen und stattdessen Zweiter zu werden, um Brasilien aus dem Weg zu gehen. Aber Spaniens Nationaltrainer will sich nicht auf Rechenspiele einlassen. »Wenn du 95 Minuten spekulierst und dann schießen Costa Rica und Japan fünf Sekunden vor dem Ende ein Tor, bist du raus«, sagte der 52-Jährige.

Für sein Team gab Enrique den Gruppensieg als Ziel aus. »Wenn wir dann gegen den Zweiten aus Gruppe F spielen, perfekt. Im Viertelfinale könnte es Brasilien sein, okay, dann spielen wir gegen Brasilien«, sagte er: »Wir glauben an uns und nehmen es mit jedem Gegner auf.« Mit einem Sieg oder Remis gegen Japan zieht der Weltmeister von 2010 sicher ins WM-Achtelfinale ein.

Australien feiert Achtelfinaleinzug, Frankreichs B-Team verliert gegen Tunesien

18.04 Uhr: Auf neun Positionen hatten die Franzosen ihre Startelf verändert – und verloren prompt gegen Tunesien. Das hätte den Nordafrikanern fürs Achtelfinale gereicht, wenn Australien nicht gegen Dänemark gewonnen hätte. Hier geht es zu unserer Meldung.

Neymar trainiert im Schwimmbad – Danilo zurück auf dem Trainingsplatz

17.57 Uhr: Brasiliens WM-Hoffnung Neymar muss nach seiner Bänderverletzung am Sprunggelenk weiter auf eine Rückkehr auf den Trainingsplatz warten. Der Superstar absolvierte in Doha eine Einheit im Schwimmbad des Teamhotels der Seleção, wie Brasiliens Fußballverband mitteilte. Auch der an der Hüfte verletzte Linksverteidiger Alex Sandro war im Wasser.

Der ebenfalls am Fuß verletzte Rechtsverteidiger Danilo war dagegen erstmals wieder mit seinen Teamkollegen auf dem Trainingsplatz, wo er individuell trainierte. Alle drei fallen jedoch sicher für das abschließende Vorrundenspiel am Freitag gegen Kamerun aus.

Flitzer mit Palästina-Flagge bei Spiel zwischen Tunesien und Frankreich

17.46 Uhr: Ein Flitzer mit einer palästinensischen Flagge ist bei der Partie zwischen dem Titelverteidiger und Tunesien aufs Feld gestürmt und hat für eine kurzzeitige Unterbrechung gesorgt.

Der Zuschauer lief auf den Rasen, machte einen Flickflack und sprang in die Luft, ehe er von sieben Ordnern gestellt und zu Boden gerissen wurde. Anschließend trugen ihn die Sicherheitskräfte aus dem Stadion, tunesische Auswechselspieler, die auf die Ordner einredeten, wurden beiseite geschubst.

Zur Pause keine Tore in Gruppe D

16.57 Uhr: Keine Vorentscheidung zur Pause in der Gruppe D. Sowohl zwischen Frankreich und Tunesien als auch in der Partie von Dänemark und Australien steht es nach 45 Minuten 0:0. Damit wären aktuell Frankreich und Australien für das Achtelfinale qualifiziert.

Alle 26 DFB-Spieler bei Abschlusstraining

16.50 Uhr: Mit dem kompletten Kader hat Hansi Flick das Abschlusstraining für das Spiel Costa Rica absolviert. »Alle sind fit«, sagte der Bundestrainer vor der Übungseinheit am frühen Abend. Leon Goretzka, Thilo Kehrer und David Raum, die am Vortag individuell trainiert hatten, kehrten somit zum Team zurück.

DFB-Direktor Oliver Bierhoff rechnet offenbar mit einem Startelfeinsatz von Niclas Füllkrug: »Niclas hat natürlich alles gezeigt, dass man auf ihn zählen kann, auch von Anfang an. Er ist jemand, der natürlich vorne ein gewisses Gewicht reinbringt. Wir gehen davon aus, dass die Costa Ricaner da einen oder zwei Busse hinten erst mal reinstellen, da ist natürlich ein zentraler Stürmer immer gut«, sagte Bierhoff bei MagentaTV. »Ich bewerte es recht positiv, aber das überlasse ich schon noch den Trainern.«

Dänischer Reporter nach eigener Aussage kurz von katarischer Polizei festgehalten

16.33 Uhr: Ein dänischer Reporter ist wegen Aufnahmen von Tumulten zwischen iranischen Fans nach eigenen Angaben kurzzeitig von der Polizei festgesetzt worden. Er sei von der katarischen Polizei festgehalten worden, weil er Iraner gefilmt habe, die von regierungstreuen Landsleuten angegriffen worden seien, schreibt der TV2-Reporter Rasmus Tantholdt auf Twitter. Wenige Minuten später meldete er, wieder auf freiem Fuß zu sein. Man habe ihn gebeten, seine Aufnahmen zu löschen – dies habe er verweigert.

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Später veröffentlichte Tantholdt Aufnahmen, die Auseinandersetzungen zwischen iranischen Fans im Rahmen der Partie des Iran gegen die USA zeigten. »Sie greifen uns an. Sie greifen dieses Mädchen für nichts an«, sagte ein Mann, der wie eine weitere Frau ein T-Shirt mit der Aufschrift »Women Life Freedom« trug.

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Es war nicht die erste Kontroverse, die Tantholdt bei der WM in Katar erlebte. Bereits vor zwei Wochen war sein Team trotz gültiger Akkreditierungen und Drehgenehmigungen bei der Arbeit von lokalen Sicherheitskräften bedrängt worden. Die WM-Organisatoren entschuldigten sich später dafür.

Pfiffe bei Hymne Frankreichs

16.15 Uhr: Beim Abspielen der Marseillaise haben vor der Partie zwischen Frankreich und Tunesien einige Anhänger des Außenseiters gepfiffen.

Als dies 2008 in Frankreich vor einem Freundschaftsspiel zwischen den Franzosen und Tunesien geschah, führte es zu einer wütenden Reaktion des damaligen französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy, der den französischen Fußballverband zu einer Sitzung einlud und forderte, dass auf französischem Boden keine Spiele gegen Nationalmannschaften ehemaliger Kolonien in Nordafrika mehr stattfinden sollten.

In Frankreich leben mehr als 700.000 Tunesier, von denen etwa zwei Drittel die doppelte Staatsbürgerschaft besitzen.

Frankreich gegen Tunesien mit neun Änderungen

15.45 Uhr: Die Franzosen sind bereits für das Achtelfinale qualifiziert. Im dritten und letzten Gruppenspiel wechselt Trainer Didier Deschamps kräftig durch. So rotieren unter anderem die Bundesliga-Spieler Kingsley Coman vom FC Bayern München und Randal Kolo Muani von Eintracht Frankfurt in die Startelf des Titelverteidigers. Lediglich der gerade erst genesene Abwehrspieler Raphael Varane und Mittelfeldakteur Aurelien Tchouameni verbleiben im Team.

Bei Tunesien beginnt wie in den vorherigen beiden Spielen der Kölner Ellyes Skhiri als einziger Bundesliga-Profi. Dafür stehen in Abwehrspieler Ali Maaloul sowie den Mittelfeldspielern Nader Ghandri und Mohamed Ali Ben Romdhane überraschend gleich drei Spieler in der Startelf, die bei diesem Turnier noch gar nicht zum Einsatz kamen. Insgesamt nahm Trainer Jalel Kadri gleich sechs Änderungen gegenüber dem 0:1 gegen Australien vor. Auch der gebürtige Freiburger Mohamed Dräger musste auf die Bank.

Tunesien braucht einen Sieg und muss hoffen, dass Australien gegen Dänemark nicht gewinnt. Frankreich war auch bei den vergangenen beiden Weltmeisterschaften jeweils schon vor dem letzten Gruppenspiel weiter, das letzte Spiel endete in beiden Fällen 0:0.

Costa Rica spielt »für ein ganzes Land«

15.18 Uhr: Costa Rica setzt gegen Deutschland auf den »Emotionsschub« durch den Sieg gegen Japan. Das betonte Routinier Celso Borges bei der Pressekonferenz vor der Partie. »Das lässt uns an die positiven Dinge glauben, die wir geschafft haben«, sagte der 34-Jährige. »Wir müssen es sehr gut machen, um die drei Punkte zu holen«, sagte Borges.

Mit einem Sieg wäre Costa Rica weiter, Deutschland raus. Bei einem Unentschieden hängt ein Weiterkommen der Mittelamerikaner vom Ausgang der Partie zwischen Gruppenspitzenreiter Spanien (4) und dem Tabellenzweiten Japan (3) ab. Costa Rica hatte zum Auftakt mit 0:7 gegen die Spanier verloren, sich mit einem 1:0 gegen Japan aber zurückgemeldet.

Ihnen sei klar, dass es ein schwieriges Spiel werde, sagte Trainer Luis Fernando Suárez. Sie seien entschlossen, das Ziel sei klar. Und das heißt Achtelfinale. 2014 war Costa Rica sogar bei der WM in Brasilien bis in Achtelfinale vorgestoßen. »Wir spielen für ein ganzes Land. Den Druck spürst du immer. Wir wollen unser Land aber so gut wie möglich vertreten«, sagte Suárez.

So kann es heute zum Losentscheid kommen

15.03 Uhr: Zu einer Entscheidung im Elfmeterschießen kann es erst ab Samstag in der K.-o.-Runde kommen, heute gibt es dafür eine einigermaßen realistische Chance auf einen Losentscheid.

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Flick denkt nicht an Rücktritt: »Habe Vertrag bis 2024«

14.10 Uhr: Bundestrainer Hansi Flick denkt auch im Fall des Ausscheidens in der WM-Vorrunde nicht an einen Rücktritt. »Das kann ich bestätigen, von meiner Seite – ich weiß nicht, was sonst noch so kommt«, sagte Flick. »Ich habe Vertrag bis 2024, ich freue mich auf die Heim-EM, aber das ist noch lange hin.«

Die DFB-Auswahl braucht am Donnerstag (20 Uhr im SPIEGEL-Liveticker) einen Sieg gegen Costa Rica, um das Achtelfinale zu erreichen. Flick gehe »sehr stark« von einer defensiven Ausrichtung der Mittelamerikaner aus. Costa Rica könnte ein Remis zum Einzug in die K.-o.-Runde genügen.

»Wir wollen das Spiel natürlich gerne früh klarmachen, um auch etwas Druck auf die andere Partie auszuüben, aber wir wissen, dass es schwer wird, gegen eine sehr defensive Mannschaft«, sagte Flick.

Umfrage: Interesse an deutschen WM-Spielen steigt weiter

14.06 Uhr: Das Interesse an den Spielen der deutschen Nationalmannschaft nimmt zu. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov gaben 37 Prozent der Deutschen an, das dritte Gruppenspiel der DFB-Auswahl gegen Costa Rica live vor dem Bildschirm schauen zu wollen. 54 Prozent haben das nicht vor, 10 Prozent machten keine Angabe.

Zum Vergleich: 24 Prozent hatten zuvor angegeben, das erste Gruppenspiel gegen Japan schauen zu wollen, 33 Prozent wollten beim deutschen Duell gegen Spanien einschalten. Befragt wurden 3472 Personen in Deutschland ab 18 Jahren.

Übergriffe bei Irans WM-Aus in Katar: Spiel mit der Angst

13.54 Uhr: »Protestiert hier nicht, zu eurer eigenen Sicherheit«: Rund um Irans WM-Niederlage gegen die USA gab es Drohungen gegen iranische Fans, ein Mob schüchterte Anhänger ein. Beobachtungen aus dem Al-Thumama-Stadion. Lesen Sie hier mehr dazu. 

USA hoffen auf schnelle Pulisic-Rückkehr

13.33 Uhr: Christian Pulisic steht dem US-Nationalteam möglicherweise schon am Samstag im WM-Achtelfinale gegen die Niederlande wieder zur Verfügung. Bei dem Ex-Dortmunder wurde laut US-Verband nach dem Sieg gegen den Iran (1:0) eine Beckenprellung diagnostiziert.

Pulisic war bei seinem Siegtor in der 38. Minute mit dem iranischen Torhüter zusammengestoßen. Nach einer Behandlung kehrte er zunächst auf den Rasen zurück, wurde zur aber Pause ausgewechselt und ins Krankenhaus gebracht. Als das US-Team in der Nacht ins Hotel zurückkehrte und feierte, war Pulisic schon wieder mit dabei. Ob er am Samstag allerdings tatsächlich auflaufen kann, ist aber noch unklar. Über einen Einsatz werde »von Tag zu Tag« entschieden, hieß es seitens des Verbands.

Nach Krawallen: Marokko-Coach ruft zur Mäßigung auf

12.42 Uhr: Nationaltrainer Walid Regragui hat die Krawalle in Teilen Belgiens und den Niederlanden durch marokkanische Fans verurteilt und zur Mäßigung aufgerufen. »Das sind keine echten Marokkaner. Marokkaner zeigen Respekt«, sagte Regragui vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Kanada am Donnerstag (16.00 Uhr, TV: MagentaTV).

»Man muss das Land, in dem man lebt und in dem man geboren ist, respektieren. Es ist schwer, so etwas zu sehen«, sagte Regragui. Man dürfe sich freuen und feiern, aber »mir gefällt nicht, was da passiert ist. Man muss Respekt zeigen. Ich hoffe, dass nach dem Kanada-Spiel nur getanzt und vor Freude geweint wird.«

Nach dem Sieg über Belgien (2:0) war es zu Ausschreitungen gekommen. In Brüssel griff die Polizei ein, nachdem Feiernde Autos in Brand gesteckt hatten und sich mit der Polizei Straßenschlachten lieferten. In Antwerpen, wo ein Fest fröhlich begonnen hatte, musste die Polizei Wasserwerfer einsetzen. In Amsterdam griff die mobile Einsatzpolizei ein.

Was essen die DFB-Profis am Spieltag?

11.45 Uhr: DFB-Koch Anton Schmaus hat der Sächsischen Zeitung Einblicke in den Speiseplan des deutschen Teams vor dem entscheidenden Spiel gegen Costa Rica gegeben. »Am Spieltag unterscheidet sich das Essen schon ziemlich von den anderen Tagen. Dann gibt es zum Beispiel kein rotes Fleisch. Der Fisch wird in der Regel nur pochiert angeboten«, sagte Schmaus: »Es gibt meist Pasta, um die Kohlenhydrat-Speicher aufzufüllen, und natürlich Milchreis.« Letzterer sei »so ein Ritual« bei der Nationalmannschaft.

Das meistgegessene Nahrungsmittel sei im Wochenschnitt Nudeln, »aber Brokkoli dürfte ganz nah dran sein.« Auf dem Index stehen derweil Alkohol und Softdrinks – ebenso wie schokoladenhaltige Brotaufstriche.

Bayern-Präsident Hainer schwärmt von Musiala: »Bambi ist vorbei«

11.40 Uhr: Bayern Münchens Vereinspräsident Herbert Hainer ist begeistert von Nationalspieler Jamal Musiala. »Man sieht auch bei dieser WM, welche außergewöhnliche Qualität dieser junge Kerl hat«, sagte Hainer dem »Münchner Merkur/tz« im Interview. Und: »Das ist gelebtes Mia san Mia, mit seinen 19 Jahren, das hat er hier bei uns schnell aufgenommen«. Im vergangenen Jahr sei Musiala noch als »scheues Bambi« betitelt worden, das ist vorbei. Vom Können her sei er eines der größten Talente der Welt, sagte Hainer.

Kein Spieler bei Pressekonferenz: mögliche Strafe auch für Senegal

11.18 Uhr: Ähnlich wie die deutsche Nationalmannschaft muss auch Afrikameister Senegal mit einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 Schweizer Franken rechnen. Der Grund ist ein Regelverstoß bei der Pressekonferenz vor dem Gruppenspiel gegen Ecuador. Die Disziplinarkommission des Fußball-Weltverbandes Fifa hat deshalb ein Verfahren eingeleitet. Nationaltrainer Aliou Cissé war am Montag allein erschienen, obwohl sein Spieler Krepin Diatta auch angekündigt worden war.

In einem ähnlichen Fall wurde der DFB zu einer Strafe in Höhe von 10.000 Schweizer Franken verurteilt, weil Bundestrainer Hansi Flick vor dem Deutschland-Spiel gegen Spanien bei der Pressekonferenz ebenfalls ohne Spieler erschienen war.

Katars Energieminister Al-Kaabi teilt gegen Habeck und Faeser aus

11.16 Uhr: Katars Energieminister behauptet in einem Interview, Robert Habeck habe das Thema Menschenrechte nie erwähnt: Dem Grünen sei es nur um Gas gegangen. Nancy Faesers »One-Love«-Binde findet Al-Kaabi respektlos. Lesen Sie hier mehr dazu.

Ronaldo kurz vor Unterschrift in Saudi-Arabien?

10.58 Uhr: Der derzeit vereinslose Superstar Cristiano Ronaldo soll einem Medienbericht zufolge unmittelbar vor der Unterschrift beim saudischen Klub Al-Nassr stehen. Der 37 Jahre alte Kapitän der portugiesischen Nationalmannschaft soll sich mit dem Verein auf einen Vertrag über zweieinhalb Jahre geeinigt haben, wie die spanische Zeitung »Marca«  berichtete. Demnach soll das Gesamtvolumen des Deals einschließlich Werbeeinnahmen bei etwa 200 Millionen Euro pro Saison liegen. Ronaldo ist seit der Trennung von Manchester United in der vergangenen Woche vereinslos.

Zuvor hatte bereits der US-Sender CBS Sport über ein Angebot des saudischen Klubs berichtet. Der Verein könnte den Europameister von 2016 ablösefrei verpflichten. Zwei Tage vor Ronaldos erstem WM-Auftritt mit Portugal hatte Manchester United die einvernehmliche Trennung bekannt gegeben.

Niersbach warnt vor Außenseiter Costa Rica

10.43 Uhr: Der frühere DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat vor dem entscheidenden deutschen Gruppenspiel gegen Costa Rica vor dem vermeintlichen Außenseiter gewarnt. »So nebenbei schlägst du keine Mannschaft bei einer WM«, sagte er dem »Kicker«, aber das müsse er weder Bundestrainer Hansi Flick noch den Spieler erzählen. Nur mit einem Sieg kann die DFB-Auswahl das Achtelfinale erreichen. Das Team müsse »hellwach« sein, sagte Niersbach.

Er wünsche der Mannschaft, »dass im weiteren WM-Verlauf die ganze Konzentration auf den Sport ausgerichtet ist. Dann ist auch diesmal noch alles möglich«. Der 72-Jährige war als Funktionär bei »rund 450 A-Länderspielen« dabei, er wisse »wie lästig und nervig Nebenschauplätze gerade bei den großen Turnieren sind«.

Costa-Rica-Star Navas: »Wir werden wie die Stiere kämpfen«

10.35 Uhr: Das deutsche Team muss sich auf einen motivierten Gegner aus Costa Rica einstellen. Zumindest lässt Keylor Navas das vor dem Alles-oder-Nichts-Duell am Donnerstag im Al-Bait-Stadion vermuten. »Wir werden uns teuer verkaufen und wir werden wie die Stiere kämpfen, um unserem Land viel Glück und Freude zu bereiten«, sagte der Star-Torwart von Costa Rica in einem Interview dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Fußball-Maskottchen La'eeb: Die bizarre Geschichte des Gespensts von Katar

10.25 Uhr: Jede WM hat ein Wappentier – diesmal ist es ein sprechendes Tuch. Was will es uns sagen? Die Mini-Kolumne zur WM von Christoph Scheuermann.

Rashford widmet Tore einem verstorbenen Freund

8.27 Uhr: Marcus Rashford fiel auf die Knie, zeigte mit den Fingern nach oben und blickte gen Himmel: Die Bilder vom besonderen Torjubel des englischen Matchwinners gingen um die Welt – und hatten einen traurigen Hintergrund. »Leider habe ich vor ein paar Tagen einen Freund verloren«, sagte Doppeltorschütze Rashford nach dem 3:0 (0:0) gegen Wales. Diesem wolle er seine beiden Treffer zum WM-Vorrundenabschluss widmen: »Er hatte einen ziemlich langen Kampf gegen den Krebs. Ich freue mich, dass ich für ihn getroffen habe, er war ein großer Unterstützer und guter Freund von mir.«

Füllkrug begehrt? Werder kommentiert Transferspekulationen

7.38 Uhr: Werder Bremen hat gelassen auf Transfergerüchte um Nationalstürmer Niclas Füllkrug reagiert. »Wir freuen uns für Niclas, er soll sich jetzt auf die WM konzentrieren. Alles andere ist kein Thema«, sagte Bremens Sport-Geschäftsführer Frank Baumann dem Multimedia-Portal »DeichStube«  zu Spekulationen um ein angebliches Interesse des FC Bayern München an dem 29 Jahre alten Angreifer.

Füllkrug hatte mit seinem Ausgleichstor zum 1:1 gegen Spanien im zweiten WM-Gruppenspiel der DFB-Auswahl viel Werbung in eigener Sache gemacht. Einem Bericht des »Sportbuzzer«  zufolge sollen sich die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters danach bei Füllkrugs Mitspielern aus dem WM-Kader »unverbindlich« über den Torjäger des Bundesliga-Aufsteigers erkundigt haben.

Auch für englische Klubs könnte Füllkrug interessant werden. Dieser hatte seinen Vertrag bei Werder erst im vergangenen Sommer bis 2025 verlängert – bei weniger Gehalt. »Grundsätzlich planen wir mit Niclas Füllkrug auch für die neue Saison. Es gibt da überhaupt keine anderen Gedanken«, sagte Bremens Profi-Chef Clemens Fritz der »Sport-Bild«.  »Aber im Fußball ist vieles nicht planbar. Sollte ein unmoralisches Angebot kommen, das auch Niclas gern annehmen möchte, müssen wir uns damit aufgrund unserer wirtschaftlichen Möglichkeiten zumindest auseinandersetzen.«

Die Nationalspieler Thomas Müller und Niclas Füllkrug nach einer WM-Pressekonferenz

Die Nationalspieler Thomas Müller und Niclas Füllkrug nach einer WM-Pressekonferenz

Foto:

Federico Gambarini / dpa

Irans Coach Queiroz bestreitet Drohungen gegen Spieler

7.28 Uhr: Carlos Queiroz hat nach dem WM-Aus von Iran Berichte über angebliche Drohungen von staatlicher Seite gegen seine Mannschaft mit Vehemenz zurückgewiesen. »Wenn jemand eine Information von einer anonymen Quelle nimmt, ist das nicht professionell. So etwas ist traurig. Innerhalb von zwei Stunden wird aus einer Dummheit eine vermeintliche Wahrheit. Aber das ist die Welt, in der wir leben«, sagte Queiroz.

Der US-Nachrichtensender CNN hatte zuvor berichtet, den iranischen Spielern und ihren Familien seien Haftstrafen angedroht worden, falls sie im zweiten WM-Gruppenspiel erneut nicht die Nationalhymne mitsingen sollten. Als Quelle nannte CNN eine für die Sicherheit der WM zuständige Person. »Wir haben viele Geschichten gehört über Drohungen, die Spieler angeblich erhalten haben. Das ist eine Schande«, sagte Queiroz.

Die iranischen Spieler haben vor ihrem letzten Gruppenspiel gegen die USA die eigene Nationalhymne mitgesungen – ein Großteil der Mannschaft durchaus inbrünstig, manche bewegten erneut nur zurückhaltend ihre Lippen wie bereits vor dem 2:0-Sieg gegen Wales. Vor dem Auftakt gegen England (2:6) hatte die Mannschaft noch ein Zeichen der Solidarität an die Regimekritiker in der Heimat gesendet und während der eigenen Hymne geschwiegen.

Englands Profis bekommen trainingsfrei

7.24 Uhr: Die englische Nationalmannschaft hat nach dem Gruppensieg eine Belohnung von Cheftrainer Gareth Southgate erhalten. Der 52 Jahre alte Ex-Profi gab dem Team trainingsfrei, bevor die Vorbereitung auf das Achtelfinale gegen Senegal beginnt.

Podcast »Ausverkauft«: Katar, der Fußball und das große Geld

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar wird die teuerste WM der Geschichte – und die umstrittenste. Wird sie zum Moment, in dem das Milliardengeschäft Profifußball kippt, weil die Fans nicht mehr mitmachen? Oder geht der Ausverkauf gerade erst los? Hören Sie hier den Podcast »Ausverkauft« von SPIEGEL und Spotify .

ngo/svs/dpa/sid/Reuters
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