Wegen Menschenrechtsverletzungen Niederländische Sponsoren verzichten auf Fußball-WM in Katar

Die niederländische Fußball-Auswahl wird zur WM nach Katar reisen, in der Gruppe spielt die Elftal gegen den Gastgeber. Zahlreiche Sponsoren des Teams verzichten aber auf den Trip – aufgrund der Menschenrechtslage.
Der niederländische Mittelfeldspieler Frenkie de Jong im Testspiel gegen Deutschland

Der niederländische Mittelfeldspieler Frenkie de Jong im Testspiel gegen Deutschland

Foto: Joosep Martinson / Getty Images

Mehrere Sponsoren der niederländischen Fußball-Nationalmannschaft werden wegen der Verletzung der Menschenrechte in Katar nicht zur Weltmeisterschaft reisen. Ein Sprecher der Großbank ING, Hauptsponsor von Oranje, bestätigte einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung »De Telegraaf«.

»Die Menschenrechtslage in Katar ist der Grund, warum wir bei diesem Turnier nichts tun werden«, sagte der Sprecher. Der Zeitung zufolge reisen auch andere Sponsoren wie Telekomprovider KPN, die Supermarktkette Albert Heijn oder die Niederländische Lotterie nicht zur WM und würden auch für ihre Geschäftskontakte keine Karten bestellen.

ING will auch keine Reklame rund um die WM schalten, die vom 21. November bis 18. Dezember in dem Wüstenstaat stattfindet. Der Sponsor will sich in diesem Jahr auf die Unterstützung der Oranje-Frauen konzentrieren, die bei der EM in England im Juli antreten werden. Inwieweit die übrigen Sponsoren ebenfalls keine Werbekampagnen führen werden, ist noch unklar.

cev/dpa
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