6:1-Sieg gegen die Schweiz Mit Ronaldo als Joker – Portugal stürmt ins Viertelfinale

Portugals Trainer Fernando Santos verzichtete gegen die Schweiz auf Cristiano Ronaldo in der Startelf – und hatte damit Erfolg. Der neu ins Team gekommene Gonçalo Ramos traf gleich dreimal. Nun wartet Marokko.
Erster Startelfeinsatz, drei Tore: Gonçalo Ramos dürfte auch im Viertelfinale wieder auf dem Platz stehen

Erster Startelfeinsatz, drei Tore: Gonçalo Ramos dürfte auch im Viertelfinale wieder auf dem Platz stehen

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Justin Setterfield / Getty Images

Portugal steht nach einem 6:1 (2:0)-Sieg gegen die Schweiz im Viertelfinale der WM in Katar. Drei Treffer für Portugal erzielte Gonçalo Ramos (17. Minute, 51., 67.), der anstelle von Superstar Cristiano Ronaldo in der Startelf stand. Außerdem trafen Verteidiger Pepe (33.), Raphaël Guerreiro (55.) und Rafael Leão (90.+2.). Den Ehrentreffer für die Schweizer erzielte Manuel Akanji (55.).

Portugal bekommt es in der Runde letzten acht am Samstag (16 Uhr) mit Marokko zu tun, das überraschend Spanien aus dem Turnier geworfen hat.

Portugal fand gut ins Spiel, ließ den Ball laufen, kam aber gegen tief stehende Schweizer zu Beginn nicht durch. Das änderte sich in der 17. Minute.

João Félix steckte den Ball durch auf Ramos. Der Angreifer von Benfica Lissabon schoss aus spitzem Winkel hoch aufs kurze Eck, Schweiz-Keeper Yann Sommer war machtlos. Ramos stand zum ersten Mal bei einem Länderspiel in der Startelf, überhaupt bestritt er gegen die Schweiz erst sein viertes Länderspiel. Nach dem Treffer jubelte Ramos an der Eckfahne mit allen Teamkollegen – auch Ronaldo gesellte sich dazu.

Jubelte mit den Teamkollegen: Cristiano Ronaldo

Jubelte mit den Teamkollegen: Cristiano Ronaldo

Foto: SUHAIB SALEM / REUTERS

Die Schweizer fanden in der Offensive lange gar nicht statt. Erst nach rund einer halben Stunde kamen die Eidgenossen mal durch, ein Freistoß von Xherdan Shaqiri ging aber rechts am Tor vorbei (32.). Stattdessen erhöhten die Portugiesen auf 2:0. Nach einer Ecke von Bruno Fernandes stieg Pepe am höchsten und köpfte den Ball wuchtig ins Tor (33.). Der 39 Jahre alte Pepe ist nun der älteste Spieler, der jemals bei einem K.o.-Rundenspiel einer WM getroffen hat.

Ramos spielt wie entfesselt

Auch den Beginn der zweiten Hälfte erlebte Cristiano Ronaldo vom Spielfeldrand aus und sein Ersatz machte weiter wie zu Beginn. Nach einer Flanke von Diogo Dalot stand Ramos im Strafraum bereit und schoss seinen zweiten Treffer (51.). Kurz darauf gelang Raphaël Guerreiro die Vorentscheidung. Nach Vorarbeit von Ramos blieb der Dortmund-Profi cool und schoss ins rechte Eck (55.).

Akanji verkürzte nach einer Ecke noch auf 1:4 (58.), mehr war für die Schweizer an diesem Abend aber nicht drin. Stattdessen kam erneut Ramos durch und erzielte per Chipball seinen dritten Treffer des Tages (67.). Die Schweiz enttäuschte auf ganzer Linie.

Riesiger Jubel brandete in der 73. Minute auf, als Ronaldo eingewechselt wurde. Mehr als ein Freistoß in die Mauer und ein Tor aus klarer Abseitsposition (84.) gelang dem Superstar aber nicht (77.). Ronaldo wartet weiter auf seinen ersten Treffer in einem K.o.-Spiel einer Weltmeisterschaft. Stattdessen traf noch Rafael Leão (90.+2.) zum 6:1.

kjo
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