Ghanas erster WM-Sieg seit 2010 Korea holt Zwei-Tore-Rückstand auf – und verliert trotzdem

Sie verspielten eine deutliche Führung, konnten am Ende aber trotzdem jubeln. Ghana hat Südkorea bezwungen – und im letzten Gruppenspiel das Weiterkommen in der eigenen Hand.
Ghanas Nationalspieler nach dem 2:0

Ghanas Nationalspieler nach dem 2:0

Foto: Kirill Kudryavtsev / AFP

Ghana hat sich dank seines ersten Siegs bei der WM in Katar an die Spitze der Gruppe H gesetzt. Gegen Südkorea gewann das Team 3:2 (2:0) und hat ebenso viele Punkte wie Portugal (3), das allerdings noch ein Spiel weniger absolviert hat. Im abschließenden Gruppenspiel gegen Uruguay kann Ghana nun aus eigener Kraft die K.-o.-Runde erreichen.

23 Minuten plätscherte die Partie höhepunktlos vor sich hin, dann ging Ghana in Führung: Nach einem schwach verteidigten Freistoß von Jordan Ayew fiel der Ball Mohammed Salisu vor die Füße. Aus kurzer Distanz ließ sich der Abwehrspieler die Chance nicht nehmen.

Ghana legte noch vor der Pause nach: Erneut kam die Hereingabe von Ayew, diesmal war es jedoch Mohammed Kudus, der den Ball per Kopf im Tor der Südkoreaner unterbrachte (34. Minute).

Turbulente zweite Hälfte

Nach dem Seitenwechsel drängte Korea auf den Anschluss. Ghanas Keeper Lawrence Ati Zigi parierte zunächst einen platzierten Kopfball von Cho Gue-sung (53.). Doch nur wenige Minuten später war der Angreifer doch noch erfolgreich – erneut per Kopf.

Und es kam noch besser für Korea. Erneut war es Cho Gue-sung (53.), der die Fans seines Landes jubeln ließ. Eine Flanke von der linken Seite köpfte der Stürmer ein (58.).

Zwei-Tore-Führung verspielt – wie würde Ghana reagieren? Mit einem weiteren Tor! Nach einer eigentlich verunglückten Aktion von Iñaki Williams landete der Ball bei Kudus. Und der Torschütze zum 2:0 nutzte seine nächste Chance (69.).

Korea lieferte nun einen Sturmlauf auf Ghanas Tor, doch der Ausgleich gelang nicht mehr. Selbst eine Nachspielzeit von mehr als zehn Minuten konnten die Koreaner nicht nutzen. Ihr Trainer Paulo Bento sah zudem nach dem Abpfiff die Rote Karte, weil er sich darüber aufregte, dass ein Eckball in der elften Minute der Nachspielzeit nicht mehr ausgeführt wurde.

bka

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