WM 2022 USA schlagen Iran und stehen im Achtelfinale – England holt Gruppensieg

Im mit Spannung erwarteten Duell mit Iran setzte sich die USA durch – dank eines schmerzhaften Treffers des Ex-Dortmunders Christian Pulisic. England tat sich gegen Wales zunächst schwer, siegte dann aber souverän.
Christian Pulisic schoss die USA zum Sieg

Christian Pulisic schoss die USA zum Sieg

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Christian Charisius / dpa

England und die USA stehen im WM-Achtelfinale. Die »Three Lions« sicherten sich mit einem 3:0 (0:0) gegen Wales den ersten Platz in der Gruppe B, die USA besiegten Iran 1:0 (1:0) und kletterten dadurch auf Platz zwei. Die US-Amerikaner treffen im Achtelfinale auf die Niederlande, England bekommt es mit dem Senegal zu tun.

Die USA waren im ersten Durchgang die dominierende Mannschaft, doch Timothy Weah verpasste zunächst mit einem Kopfball (27. Minute) und dann mit einem Schuss aus etwa zehn Metern Entfernung (33.) die Führung.

Doch der Dauerdruck der USA sollte sich noch in der ersten Hälfte auszahlen. Weston McKennie spielte einen hohen Ball in den Strafraum auf Sergiño Dest, der mit dem Kopf auf Christian Pulisic ablegte. Der frühere Dortmunder drückte den Ball über die Linie (38.). Ein schmerzhafter Treffer, denn Pulisic wurde dabei am Bauch verletzt, wie der US-Verband mitteilte. Pulisic konnte zunächst weiterspielen, wurde in der Halbzeitpause aber ausgewechselt.

Kurz nach der Führung war der Ball wieder im Tor, doch Angreifer Weah war vor seinem Treffer aus einer knappen Abseitsposition gestartet. Das Tor zählte nicht.

In der zweiten Hälfte fand Iran besser ins Spiel, ein Tor würde ja für das Achtelfinale reichen. Doch trotz einiger vielversprechender Möglichkeiten und einer Nachspielzeit von zehn Minuten blieb der Ausgleich aus. Einen Ball, der US-Keeper Matt Turner durch die Beine rutschte, konnte Walker Zimmerman noch vor der Linie klären.

Auch bei den Weltmeisterschaften 2010 und 2014 waren die USA bis ins Achtelfinale gekommen, für das Turnier 2018 in Russland hatte sich das Team nicht qualifiziert. 2002 hatten die US-Amerikaner sogar das Viertelfinale erreicht.

England machte wie erwartet das Spiel, in der Vorwärtsbewegung fehlte aber wie schon in den Spielen zuvor das Tempo. Die beste Möglichkeit hatte Englands Marcus Rashford, der nach einem Pass von Harry Kane allein vor Wales-Keeper Danny Ward auftauchte, aber mit seinem Lupfer-Versuch scheiterte (10. Spielminute). Ansonsten kam nicht viel von England, auch Phil Foden fand bei seinem ersten Startelfeinsatz bei dieser Endrunde nicht ins Spiel.

Wales, das unbedingt ein Tor für den Einzug in die K.-o.-Phase benötigte, hielt vor allem mit Fouls im Mittelfeld dagegen und musste dann auch noch einen personellen Rückschlag hinnehmen. Verteidiger Nico Williams blockte einen Distanzschuss mit dem Kopf, spielte zunächst weiter, wurde dann aber nach einigen Minuten sichtlich benommen ausgewechselt (35.). Mehr als einen deutlich zu hohen Schuss von Joe Allen brachten die Waliser nicht zustande (45.+5.).

Kurz nach Beginn der zweiten Hälfte entschieden die Engländer das Spiel mit einem Doppelschlag. Erst verwandelte Rashford einen direkten Freistoß aus rund 20 Metern (50.), kurz darauf drückte Foden den Ball nach einer sehenswerten Kombination aus kurzer Distanz über die Linie (51.). Wales schaltete dann ein wenig hoch, richtig gefährlich wurde es aber auch ohne den in der Halbzeitpause ausgewechselten Gareth Bale nicht mehr. In der 68. Spielminute machte Rashford mit seinem zweiten Treffer alles klar.

bka/kjo
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