WM-Affäre Schweizer Bundesanwaltschaft vernimmt Beckenbauer

Es geht um Verdacht auf Betrug, Geldwäscherei und Veruntreuung: Franz Beckenbauer hat im Zuge der "Sommermärchen"-Affäre vor der Schweizer Bundesanwaltschaft ausgesagt.

Franz Beckenbauer
REUTERS

Franz Beckenbauer


Franz Beckenbauer ist im Schweizer Strafverfahren gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) in Bern vernommen worden. Er habe sich "kooperativ" gezeigt, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte. "Wie immer gilt die Unschuldsvermutung auch in diesem Strafverfahren", hieß es. Die Schweizer ermitteln im Zusammenhang mit der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 an Deutschland unter anderem wegen des Verdachts auf Betrug, Geldwäscherei und Veruntreuung. Beckenbauer hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Ermittelt wird außer gegen Beckenbauer auch gegen die früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach und den ehemaligen DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt. Ausgangspunkt der Untersuchungen ist die vom SPIEGEL enthüllte Zahlung des DFB von 6,7 Millionen Euro. Sie war als Mitfinanzierung einer Galaveranstaltung deklariert, die aber nie stattfand. Die Vorgänge darum wurden als WM-Affäre bekannt. In deren Verlauf musste Niersbach zurücktreten.

"Heute habe ich mich zu einem seit Längerem vereinbarten Gespräch bei der Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) eingefunden und deren sämtliche Fragen beantwortet", teilte der 71 Jahre alte Beckenbauer in einer schriftlichen Stellungnahme mit: "Aus Respekt vor der überaus korrekten BA werde ich mich in dieser Sache derzeit öffentlich nicht weiter äußern. Damit entspreche ich auch einer Bitte der BA."

mon/dpa/sid



insgesamt 16 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
wolke:sieben 23.03.2017
1. Unser Kaiser Franz
..hat einen Fehler gemacht, dass er diese WM nach D gebracht hat, jetzt bekommt er den Dank dafür. Diese deutsche Mentalität, des Neidgefühles, ist bei manchen Leuten so stark ausgeprägt, dass ich mich manchmal dafür schäme Deutscher zu sein, sollte Kaiser Franz einige Euros dabei kassiert haben, hat er dies, aufgrund seines damaligen großen Aufwandes mehr als verdient. Dieses Prestige, das er damals für Deutschland brachte, ist mit kein Geld der Weld zu bezahlen und jetzt kommen viele Wichtigtuer die sich mit Nichts profilieren möchten, Pfui
fortelkas 23.03.2017
2. Was heißt hier
..."Unser Kaiser"? Mein Kaiser war er nie, er war, je älter er wurde, eher zum "Plapperkaiser" ohne Substanz geworden. Man denke nur an den unseligen Spruch, er habe in Katar keine Arbeitssklaven gesehen. Was heißt hier "diese deutsche Mentalität des Neidgefühles"? So etwas Dämliches habe ich auf diesem Forum lange nicht mehr gelesen. Er ist von Behörden in der Schweiz vernommen worden. Wenn er sich fehl verhalten hat, muss er nun mal mit Konsequenzen rechnen. Wenn es um Fußball geht, scheinen manche Menschen ihr Hirn auszuschalten. Erwin Fortelka
cave68 23.03.2017
3.
Zitat von wolke:sieben..hat einen Fehler gemacht, dass er diese WM nach D gebracht hat, jetzt bekommt er den Dank dafür. Diese deutsche Mentalität, des Neidgefühles, ist bei manchen Leuten so stark ausgeprägt, dass ich mich manchmal dafür schäme Deutscher zu sein, sollte Kaiser Franz einige Euros dabei kassiert haben, hat er dies, aufgrund seines damaligen großen Aufwandes mehr als verdient. Dieses Prestige, das er damals für Deutschland brachte, ist mit kein Geld der Weld zu bezahlen und jetzt kommen viele Wichtigtuer die sich mit Nichts profilieren möchten, Pfui
....und als kostenlose Zugabe (als Zuckerl sozusagen) bekommen wir nun eine Katar-WM obendrauf,weil ihr "Kaiser" wie alle anderen korrupten Funktionäre nach dem Motto:Eine Hand wäscht die andere " gehen...finden sie das etwa toll? In DE hätte es eh wieder eine WM gegeben...in Russland,Katar,Südafrika (wo Stadien nun vor sich hingammeln)hätten wir darauf vezichten können...ihr ach so hochgelobter Kaiser hätte diesen Schmu aufdecken können...hat er aber nicht,,,warum wir ihm also dankbar sein sollen und was dies mit Neid zu tun hat wird wohl das Geheimnis völlig Fussballverblendeter wie ihnen sein....
RedEric 23.03.2017
4. Verdachts auf Betrug, Geldwäscherei und Veruntreuung
Bestechung OK. Aber doch nicht Betrug, Geldwäscherei und Veruntreuung
Grundrechte 24.03.2017
5. Unabhängig davon,
ob wir hier eine German Neiddebatte haben oder nicht: In diesem schönen Land lebt es sich auch deswegen so gut weil wir hier seit ein paar Jahrzehnten die Unschuldsvermutung haben. Daran sollte auch die öffentliche Vorverurteilung nichts ändern.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.