WM-Kurzpässe Entwarnung für Totti, Vidic reist ab

Aufatmen bei der italienischen Nationalmannschaft: Ihr Spielmacher ist auch für die zweite WM-Partie einsatzbereit. Serbien-Montenegro hingegen muss fortan auf einen Abwehrspieler verzichten. Für Saudi-Arabien ist jeder Sieg Bares wert.


Hamburg - Nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Italiens Mittelfeldregisseur Francesco Totti beim Spiel gegen Ghana (2:0) hat sein Trainer Marcello Lippi Entwarnung gegeben. "Francesco geht es gut. Es ist nur eine ganz leichte Prellung", sagte der Coach. Damit dürfte einem Einsatz des 29-Jährigen im nächsten Spiel am Samstag gegen die USA (21 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) nichts im Wege stehen. In der 56. Minute musste er nach einem Foul von John Pantsil angeschlagen vom Feld.

Italiens Totti (r.): "Nur eine leichte Prellung"
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Italiens Totti (r.): "Nur eine leichte Prellung"

Nach dem Spiel Italien gegen Ghana in Hannover meldete die Fifa ein ausverkauftes Stadion mit 43.000 Zuschauern. Doch wie schon in der Partie zwischen den Niederlanden und Serbien-Montenegro am Sonntag in Leipzig waren zahlreiche Lücken auf den Rängen nicht zu übersehen. "Das hat mich auch gewundert", sagte Karl Rothmund, Geschäftsführer des örtlichen OK's, "wir hatten bis auf 40 zurückgegebene Tickets alle Karten verkauft."

Prinz Sultan bin Fahad, Präsident des Fußball-Verbandes Saudi-Arabiens, hat vor dem WM-Auftakt seines Landes morgen gegen Tunesien (18 Uhr) für zusätzliche Motivation gesorgt. Für jeden Sieg hat der Prinz die Rekordprämie von 80.000 Euro ausgelobt - pro Spieler. Im Vorfeld des Turniers hatte das Königshaus bereits zehn Millionen Euro für die Vorbereitung ausgegeben. Die Prämie für den Titel ist nicht bekannt.

Der WM-Kader von Serbien-Montenegro ist auf 21 Spieler geschrumpft. Abwehrspieler Nemanja Vidic von Manchester United hat sich am Montag eine schwere Knieverletzung zugezogen und wird nach Angaben eines Mannschaftssprechers mehrere Wochen ausfallen. Zuvor hatte schon Dusan Petkovic, der Sohn von Trainer Ilija Petkovic, seinen Verzicht erklärt. Nach seiner Nominierung hatte es vor WM-Beginn öffentliche Auseinandersetzungen und Vorwürfe der Vetternwirtschaft gegeben.

guv/sid/dpa



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