WM-Kurzpässe Spanien versöhnlich, Portugal schimpft

Beim spanischen Fußball-Verband ist man von Nationalmannschafts-Trainer Luis Aragones überzeugt. Zwischen England und Portugal gibt es bereits vor dem Viertelfinale Ärger. Und Serbien wie auch Montenegro tritt von nun an mit jeweils eigenem Fußballteam an.


Hamburg - Trotz des Ausscheidens im WM-Achtelfinale gegen Frankreich (1:3) will der spanische Verband (RFEF) die Zusammenarbeit mit Trainer Aragones fortsetzen. "Wir sind mit seiner Arbeit sehr zufrieden. Wir hoffen, dass er weitermachen und die Mannschaft auf die nächste Europameisterschaft vorbereiten wird", sagte RFEF-Präsident Angel Maria Villar. Auch Aragones, der seinen Rücktritt für den Fall eines frühen Ausscheidens angekündigt hatte, möchte weiter als Trainer der Nationalelf arbeiten: "Wenn man will, dass ich weitermache, werde ich das tun." Bis zum WM-Aus waren die Spanier 25 Spiele in Folge ungeschlagen geblieben.

Nationaltrainer Aragones: "Wir sind mit seiner Arbeit sehr zufrieden"
Getty Images

Nationaltrainer Aragones: "Wir sind mit seiner Arbeit sehr zufrieden"

Die Portugiesen haben mit Empörung auf einige Berichte in der englischen Presse im Vorfeld des Viertelfinales zwischen England und Portugal (17 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) reagiert. Besonders verärgert war Portugals Pressechef Afonso Melo über ein angebliches Interview, das die Tagsezeitung "The Sun" mit Angreifer Pauleta geführt haben will. "Dieses Interview war erfunden. Keiner unserer Spieler gibt Interviews außerhalb der Pressekonferenzen und der Mixed Zone nach einem Spiel", sagte Melo und fügte hinzu: "Wenn das der Respekt ist, den man uns entgegenbringt, dann werden wir den gleichen Respekt zeigen."

Der bisherige Verband des nicht mehr existierenden Staates Serbien und Montenegro (FSSCG) hat die Gründung eigenständiger Fußball-Verbände in Serbien und Montenegro beschlossen. Dabei bleibt Serbien als offizieller Nachfolgeverband des FSSCG Mitglied der beiden internationalen Dachverbände Fifa sowie Uefa und nimmt auch an der Qualifikation für die EM 2008 in Österreich und der Schweiz teil. Montenegro muss dagegen erst die Mitgliedschaften beantragen und kann frühstens in die Qualifikation zur WM-Endrunde 2010 antreten Bei der WM in Deutschland gehörten 22 Serben zum 23-köpfigen Kader der ohne Punkt in der Vorrunde gescheiterten gemeinsamen Auswahl. Einziger Montenegriner im Balkan-Team aus dem ehemaligen Jugoslawien war Torhüter Dragoslav Jevric.

knu/sid



© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.