WM-Kurzpässe WM-Aus für Woronin, Nesta muss zittern

Während für einen ukrainischen Stürmer die WM definitiv beendet ist, muss ein italienischer Leistungsträger voraussichtlich nur im Viertelfinale pausieren. Bei der kroatischen Nationalmannschaft denkt ein Stürmer an seinen Rücktritt.


Hamburg - Für den ukrainischen Nationalspieler Andrej Woronin ist die WM beendet. Der 26-jährige Angreifer vom Bundesligisten Bayer Leverkusen zog sich beim Achtelfinalerfolg gegen die Schweiz (3:0 n.E.) eine Oberschenkelverletzung zu und muss zwei Wochen pausieren. "Andrej ist sehr traurig, doch für ihn ist die WM beendet", sagte Pressesprecher Igor Miroschnischenko. WM-Neuling Ukraine hatte sich durch den Sieg über die Eidgenossen für das Viertelfinale am Freitag gegen Italien (21 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) qualifiziert.

Stürmer Woronin: Zwei Wochen Pause
AP

Stürmer Woronin: Zwei Wochen Pause

Aber auch die "Azzurri" müssen auf einen Leistungsträger verzichten. Alessandro Nesta hatte sich beim 2:0-Sieg in der Vorrunde gegen Tschechien eine Adduktorenzerrung zugezogen. "Ich werde es bis dahin nicht schaffen. Der Arzt hat mir Hoffnung auf einen Einsatz in einem möglichen Halbfinale gemacht. Ich wurde in einer Duisburger Klinik untersucht und fühle mich etwas besser", sagte der 30-Jährige. Für ihn rückt wahrscheinlich Andrea Barzagli in die Innenverteidigung.

Ivan Klasnic erwägt nach Angaben der Sportzeitung "Sportske Novosti" offenbar den Rücktritt aus der kroatischen Fußball-Nationalmannschaft. Der 26 Jahre alte Stürmer, der bei Werder Bremen unter Vertrag steht, reagierte mit entsprechenden Äußerungen auf die harsche Kritik in der Heimat an der Leistung der Angreifer bei der WM-Endrunde in Deutschland. Kroatien war nach der Vorrunde ausgeschieden, Klasnic hatte nur eines der drei Gruppenspiele über 90 Minuten bestritten.

Vor dem WM-Viertelfinale von Titelverteidiger Brasilien gegen Frankreich ( Samstag 21 Uhr) in Frankfurt/Main will Carlos Alberto Parreira nichts von Wiedergutmachung für die 0:3-Pleite im WM-Endspiel 1998 wissen. " Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Es gibt kein Klima der Revanche. Daran denkt hier keiner. Wir spielen gegen Frankreich lediglich erneut eine entscheidende Partie", sagte der Trainer der Brasilianer.

guv/knu/sid



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