WM-News am Montag Flitzer mit Regenbogenfahne stürmt Feld bei Portugal-Spiel

Eine Kapitänsbinde in Regenbogenfarben wurde bei der WM in Katar verboten. Nun ist ein Zuschauer mit einer Fahne in diesen Farben auf das Spielfeld gelaufen. Auch Botschaften für die Ukraine und iranische Frauen zeigte er. Die News am Montag.
Der Flitzer in Lusail

Der Flitzer in Lusail

Foto:

Abir Sultan / EPA

Das Wichtigste in Kürze
  • Beim Portugal-Spiel gegen Uruguay ist ein Flitzer mit einer Regenbogenfahne über das Spielfeld gelaufen.

  • Beim Spiel zwischen Brasilien und der Schweiz in Doha ist in der 44. Minute kurzzeitig das Flutlicht ausgefallen.

  • Bastian Schweinsteiger vermisst bei der neuen Generation deutscher Nationalspieler Leidenschaft und Mentalität. Das sagte er in einem YouTube-Gespräch mit Ex-Profi Rio Ferdinand.

  • Eine Aussage von ZDF-Experte Sandro Wagner über »katarische Bademäntel« sorgte in den sozialen Netzwerken für Empörung. Nun hat sich Wagner entschuldigt.

Fernandes schießt Portugal ins Achtelfinale

22.10 Uhr: Portugal steht nach einem Sieg gegen offensiv lange harmlose Uruguayer vorzeitig im Achtelfinale. Beide Treffer erzielte Bruno Fernandes. Lesen Sie hier mehr zum Spiel.

Flitzer mit Regenbogenfahne läuft bei Portugal gegen Uruguay auf Spielfeld

21.11 Uhr: Beim Portugal-Spiel gegen Uruguay ist ein Flitzer mit einer Regenbogenfahne über das Spielfeld gelaufen. Die Weltregie der Fifa zeigte keine Bilder davon, dennoch war im Livefernsehen zu sehen, wie Schiedsrichter Alireeza Fahgahni die Fahne, die offenbar von Ordnern entrissen wurde, aufhob. Auf Fotos ist zu sehen, dass der Mann auch ein T-Shirt mit der Aufschrift »Save Ukraine« (»Rettet die Ukraine«) sowie »Respect for Iranian Women« trägt, »Respekt für iranische Frauen«. Die Partie wurde in der 51. Minute für wenige Sekunden unterbrochen.

Die Proteste in Iran sind eines der Themen, die die WM überschatten

Die Proteste in Iran sind eines der Themen, die die WM überschatten

Foto: Justin Setterfield / Getty Images

Die Regenbogenfarben der LGBTIQ-Bewegung stehen in Katar spätestens seit dem De-facto-Verbot der »One Love«-Binde im Fokus . Die Fifa hatte teilnehmende Verbände vor einem Auflaufen mit der Kapitänsbinde gewarnt. Die Menschenrechtslage im autoritären Katar wird international kritisiert. Homo- und Transsexualität sind in Katar eine Straftat und werden mit Gefängnis geahndet. Auch deswegen sorgt die Austragung im Wüstenstaat für Empörung.

Pepe drittältester Feldspieler der WM-Geschichte

20.17 Uhr: Der portugiesische Nationalspieler Pepe ist der drittälteste je bei Fußball-WM eingesetzte Feldspieler. Der Routinier steht gegen Uruguay (hier im Liveticker) in der Startelf – 39 Jahren, neun Monaten und zwei Tagen alt. Nur zwei Feldspieler waren älter. Kameruns Fußball-Legende Roger Milla war seinerzeit 42 Jahre. Der bei dieser WM eingesetzte Kanadier Atiba Hutchinson, der gut zwei Wochen vor Pepe Anfang Februar seinen 40. Geburtstag feiert, liegt in dieser Rangliste auf Platz zwei.

Cavani und Pepe starten bei Uruguay gegen Portugal

19.50 Uhr: Uruguay geht das WM-Gruppenspiel gegen Portugal mit Edinson Cavani statt Luis Suárez im Angriff an. Der 35-Jährige ist einer von drei Neuen in der Startformation von Uruguay. Portugal startet wie angekündigt mit Routinier Pepe, der zu seinem ersten WM-Einsatz in Katar kommt. Der 39-Jährige ist einer von drei neuen Spielern in der Startelf des Ex-Europameisters für das zweite Gruppenspiel (hier im Liveticker). Er ersetzt in der Innenverteidigung den verletzten Danilo Pereira, der sich im Training drei Rippen gebrochen hatte.

Pressekonferenz vor US-Spiel gegen Iran wird zur politischen Fragerunde

19.01 Uhr: Am Dienstagabend trifft das US-Team auf Iran. Die Pressekonferenz vor der Partie wurde von Journalisten für politische Fragen an US-Trainer Gregg Berhalter und Spieler Tyler Adam genutzt. In einer ungewöhnlichen Medienrunde gab es Fragen über Einwanderungs- und Militärpolitik der USA an Berhalter, etwa wurde Berhalter auf die amerikanische Marineflotte im Persischen Golf angesprochen. Berhalter und Adams wurden von iranischen Reportern zudem für die falsche Aussprache des Landesnamen kritisiert.

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Zwischen den Ländern gibt es seit Jahrzehnten Spannungen, nach der »Islamischen Revolution« brachen Washington und Teheran 1980 alle diplomatischen Beziehungen ab. Der amerikanische Verband hatte vor der Partie die Flagge von Iran kurzzeitig angepasst und das Wappen der Islamischen Republik entfernt, um sich mit den für Menschenrechte kämpfenden Frauen in dem Land zu solidarisieren. Berhalter entschuldigte sich auf der Pressekonferenz »im Namen der Spieler und des Staffs«. Natürlich seien die Gedanken beim iranischen Volk, den Spielern und dem ganzen Land, »aber unser Fokus liegt auf diesem Spiel«, sagte Berhalter. Lesen Sie hier mehr.

Brasilien nach Sieg gegen die Schweiz vorzeitig im Achtelfinale

18.53 Uhr: Lange fiel den Brasilianern ohne den verletzten Neymar nicht viel ein. Erst ein starker Schuss von Casemiro brachte der Seleçao den Sieg gegen die Schweiz und damit den Einzug in die K.o.-Phase. Lesen Sie hier mehr.

Flutlicht fällt bei Brasilien gegen Schweiz kurzzeitig aus

18.20 Uhr: Beim Spiel zwischen Brasilien und der Schweiz in Doha (hier im Liveticker) ist in der 44. Minute kurzzeitig das Flutlicht ausgefallen. Nur rund acht Sekunden später ging es wieder an. Begleitet wurde das Ganze erst von einem Raunen und dann von Jubel des Publikums. Der Ball lag beim Stand von 0:0 ohnehin gerade im Aus, weil es Eckstoß für Brasilien gab. ARD-Kommentator Gerd Gottlob sagte im deutschen Fernsehen: »Da zieht jemand den Regler schnell wieder hoch«, offenbar wird das Flutlicht im Stadion 974 auch für die Halbzeitshow gedimmt.

Südkorea nach Niederlage gegen Ghana sauer auf Schiedsrichter

18.08 Uhr: Südkoreas Co-Trainer Sergio Costa hat die hitzige Schlussphase gegen Ghana erklärt. Konkret ging es um eine Szene direkt vor dem Schlusspfiff, als die Südkoreaner eine Ecke nicht mehr ausführen durften. »Der Schiedsrichter hat uns die Chance genommen. Paulo hat darauf reagiert«, sagte Costa auf der Pressekonferenz. Cheftrainer Paulo Bento hatte nach Abpfiff die Rote Karte gesehen. Für Costa ein Unding. »Es ist ein Mangel an Fairness hier. Es ist richtig, dass wir uns unfair behandelt fühlen«, sagte er.

Durch die Rote Karte kann Bento gegen sein Heimatland nicht an der Seitenlinie stehen. »Wir werden das Spiel bestmöglich vorbereiten. Das wird nicht einfach für mich«, sagte Bento. »Ich hoffe, alles geht gut. Es ist eine schwere Gruppe.« Südkoreas erstes Spiel in der Gruppe H gegen Uruguay war 0:0 ausgegangen.

Südkoreas Trainer Paulo Bento sieht Rot vom englischen Schiedsrichter Anthony Taylor

Südkoreas Trainer Paulo Bento sieht Rot vom englischen Schiedsrichter Anthony Taylor

Foto: Dean Mouhtaropoulos / Getty Images

Mexikanischer Boxstar droht Lionel Messi nach WM-Niederlage

17.13 Uhr: Ein Video, das der argentinische Superstar Lionel Messi angeblich beim Wegtreten eines mexikanischen Trikots zeigt, sorgt in Mexiko für Aufregung. Nach dem 2:0-Sieg der Argentinier droht nun der mexikanische Boxstar Saúl »Canelo« Álvarez. »Habt ihr gesehen, wie Messi die Umkleidekabine mit unserem Trikot und unserer Flagge geputzt hat«, twitterte Álvarez , Box-Weltmeister in verschiedenen Gewichtsklassen: »Er sollte zu Gott beten, dass ich ihn nicht finde.«

Der einstige argentinische Weltklassestürmer Sergio »Kun« Agüero nahm Messi dagegen in Schutz: »Herr Canelo, suchen Sie nicht nach Entschuldigungen und Problemen, Sie wissen offenbar nichts über Fußball und was nach dem Spiel in einer Umkleidekabine passiert«, twitterte er. Die Trikots würden immer auf dem Boden liegen, denn sie seien durchgeschwitzt. Auch wurde bei Twitter darauf hingewiesen, dass Messi das Trikot offenbar unabsichtlich mit dem Fuß berührte.

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Brasilien startet defensiver gegen die Schweiz

16.49 Uhr: Brasilien geht das zweite Gruppenspiel mit einer etwas defensiveren Aufstellung an. Neymar, der wegen einer Bänderverletzung am Sprunggelenk fehlt, wird in der Partie gegen die Schweiz (hier im Liveticker) durch Fred von Manchester United ersetzt. Zudem beginnt Éder Militão auf der für ihn ungewohnten Position des rechten Verteidigers für den ebenfalls angeschlagenen Danilo. Der Schweizer Coach Murat Yakin stellt auf einer Position um: Für Ex-Bayern-Profi Xherdan Shaqiri startet in der Offensive überraschend der junge Fabian Rieder.

Südkorea holt Zwei-Tore-Rückstand auf – und verliert trotzdem gegen Ghana

16.01 Uhr: Sie verspielten eine deutliche Führung, konnten am Ende aber trotzdem jubeln. Ghana hat Südkorea bezwungen – und im letzten Gruppenspiel das Weiterkommen in der eigenen Hand. Lesen Sie hier den Spielbericht.

Kamerun-Trainer begründet überraschenden Torwartwechsel

15.37 Uhr: Kameruns Nationaltrainer Rigobert Song hat den überraschenden Torwartwechsel vor dem Gruppenspiel gegen Serbien mit Disziplingründen erklärt. »Die Torwartposition ist wichtig. Aber Sie wissen: Wir sind mitten in einem wichtigen Turnier. Und ich weiß, was ich zu tun habe: Sicherzustellen, dass das Team über jedem Einzelnen steht«, sagte Song nach dem 3:3 (1:2). André Onana von Inter Mailand, einer der Stars des Teams, war überraschend durch Devis Epassy in der Startelf ersetzt worden.

»André wollte da ausscheren. Aber er hat meine Entscheidung respektiert. Es ist wichtig, dass wir alle hier Teamgeist, Disziplin und Respekt zeigen«, sagte Song. »Ich schütze lieber die Gruppe als das Individuum.« Onana müsse die Regeln respektieren. »Wenn er das tut, kann er vielleicht in den Kader zurückkehren.«

Wagner entschuldigt sich für »Bademantel«-Spruch

15.06 Uhr: Beim deutschen Remis gegen Spanien sagte ZDF-Experte Sandro Wagner im Live-Fernsehen: »Vorhin habe ich gedacht, die ganze Kurve ist voller Deutschland-Fans. Dann habe ich erst gemerkt, das sind die katarischen Bademäntel.« Die Aussage sorgte in den sozialen Netzwerken für Empörung. Nun hat sich Wagner geäußert: »Es war ein unüberlegter Spruch mit einer unpassenden Bemerkung, die ich mir hätte sparen können. Wenn sich jemand angegriffen gefühlt hat – sorry, das war null Komma null meine Absicht«, teilt der 34-Jährige mit.

Das ZDF hatte die Aussage zuvor schon bei Twitter thematisiert: »Sandro Wagners Aussage über den Thawb ist leider in einer emotionalen Phase des Spiels passiert. Das darf es nicht. Wir werden das besprechen.« Mit Konsequenzen vom Sender muss Wagner nicht rechnen. Er habe das Spiel an der Seite von Kommentator Oliver Schmidt insgesamt sehr fachkundig begleitet, hieß es vom ZDF auf Anfrage.

Schweinsteiger kritisiert neue Generation von Nationalspielern

14.43 Uhr: Bastian Schweinsteiger vermisst bei der neuen Generation deutscher Nationalspieler Leidenschaft und Mentalität. »Ich glaube, sie versuchen sich mehr auf ihre fußballerischen Fähigkeiten zu fokussieren als vielleicht auf ihre Leidenschaft und darauf, zu rennen und zu kämpfen und 120 Prozent zu geben«, sagte er in einem Interview mit Rio Ferdinand bei YouTube . Das Interview wurde am Montag veröffentlicht. Ob es vor oder nach dem deutschen 1:1 gegen Spanien geführt wurde, geht aus dem Video nicht hervor.

Deutschland sei von seinem Status als Turniermannschaft abgekommen, sagte Schweinsteiger. »Ich denke, dass die Spieler heutzutage anders als die Spieler vor fünf, sechs, sieben Jahren sind. Das ist ein wenig traurig, weil andere Länder immer zu Deutschland aufgeschaut haben, wie es 95 Minuten kämpfen und in der letzten Minute treffen konnte.« Diese Entwicklung wirkt sich nach Ansicht von Schweinsteiger auch auf die Zuschauer aus: »Ich habe mit einigen deutschen Fans gesprochen und sie sagen immer, dass die Energie nicht wirklich zu ihnen überspringt.«

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Ermittlungen nach Ausschreitungen in Belgien

14.30 Uhr: Nach Ausschreitungen in der belgischen Hauptstadt Brüssel im Zusammenhang mit der 0:2-Niederlage des Nationalteams gegen Marokko ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen Verdächtigen. Das berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga. Zudem würden derzeit Bilder von Überwachungskameras ausgewertet, um weitere Verdächtige zu identifizieren. Darüber hinaus plane die Polizei beim nächsten Spiel Marokkos am Donnerstag bestimmte Orte in der Hauptstadt strenger zu überwachen.

Mainzer Bundesligaprofi rutscht aus Südkoreas Startelf – Ghana baut seine Abwehr um

13.44 Uhr: Vor dem Spiel der Gruppe H zwischen Südkorea und Ghana (14 Uhr/ARD und Magenta TV) rotieren beide Mannschaften. Ghana mit null Punkten und Südkorea mit einem Punkt können sich jeweils noch eine gute Ausgangslage für das letzte Spiel und den möglichen Einzug ins Achtelfinale erkämpfen. Beim südkoreanischen Team ist der Mainzer Bundesligaprofi Lee Jae-sung für das zweite WM-Gruppenspiel gegen Ghana am Montag aus der Startelf gerutscht. Der 30-Jährige musste für Stürmer Cho Gue-sung weichen. Unterdessen ist der Abwehrchef Kim Min-jae von Serie-A-Spitzenreiter SSC Neapel rechtzeitig fit geworden.

Lee Jae-sung (l.) im Zweikampf mit Uruguays Rodrigo Bentancur

Lee Jae-sung (l.) im Zweikampf mit Uruguays Rodrigo Bentancur

Foto: KIM HONG-JI / REUTERS

Auf beiden Seiten gibt es jeweils drei Änderungen im Vergleich zum Auftaktspiel. Ghanas Nationaltrainer Otto Addo baut dabei seine Abwehr um und bringt unter anderem Tariq Lamptey und Gideon Mensah neu ins Team.

Erste drehte Serbien das Spiel, dann kam Kameruns Choupo-Moting

13.05 Uhr: Kapitän Eric Maxim Choupo-Moting hat Kamerun zumindest minimale Chancen auf das Weiterkommen bei der Fußball-WM in Katar gewahrt. Der Torjäger des FC Bayern München erzielte beim verrückten 3:3 (1:3) gegen Serbien im zweiten Gruppenspiel den Ausgleich (66. Minute). Allerdings brauchen die ›Unbezähmbaren Löwen‹ zum Abschluss gegen Turnierfavorit Brasilien einen Sieg, um noch eine Chance auf das Achtelfinale zu haben.

Die zum Auftakt 0:2 gegen Brasilien unterlegenen Serben verspielten eine 3:1-Führung und damit eine gute Ausgangsposition für das abschließende Gruppenspiel gegen die Schweiz. Nachdem Innenverteidiger Jean-Charles Castelletto Kamerun in der 29. Minute in Führung gebracht hatte, drehten das 21-jährige Abwehrtalent Strahinja Pavlović von RB Salzburg (45.+1) als jüngster serbischer WM-Torschütze überhaupt, Sergej Milinković-Savić (45.+3) und Aleksandar Mitrović (53.) zunächst das Spiel. Doch Kamerun kam durch den Doppelschlag von Joker Vincent Aboubakar (64.) und Choupo-Moting zurück.

Iranische Staatsmedien fordern Ausschluss der USA von der WM

12.35 Uhr: Iranische Staatsmedien haben den Ausschluss der USA von der Fußballweltmeisterschaft gefordert, nachdem der US-amerikanische Fußballverband die iranische Flagge auf seinen Social-Media-Plattformen geändert hatte, um seine Unterstützung für die Demonstranten in Iran zu zeigen. Das berichtet der US-amerikanische Nachrichtensender CNN. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim schrieb demnach auf Twitter: »Die Fußballmannschaft der Vereinigten Staaten hat gegen den Fifa-Kodex verstoßen, indem sie ein verzerrtes Bild der Flagge der Islamischen Republik Iran auf ihrem offiziellen Twitter-Profil veröffentlicht hat, wofür eine Sperre von 10 Spielen die angemessene Strafe ist«.

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Der Verband hatte die iranische Nationalflagge ohne das Emblem der Islamischen Republik gepostet. Eine inzwischen gelöschte Grafik des Tabellenstandes der Gruppe B, die am Samstag veröffentlicht wurde, zeigte die iranische Flagge nur in den Farben Grün, Weiß und Rot.

US Soccer erklärte am Sonntag gegenüber CNN, man habe die offizielle Flagge für 24 Stunden ändern wollen, um »Unterstützung für die Frauen in Iran zu zeigen, die für grundlegende Menschenrechte kämpfen«, habe aber immer geplant, zur ursprünglichen Flagge zurückzukehren. Die Aktion war nicht mit dem US-Außenministerium abgestimmt. »Auf dem Spielfeld freuen wir uns auf einen angenehmen und kompetitiven Wettkampf und suchen weiterhin nach Methoden, um das iranische Volk angesichts der staatlich geförderten Brutalität gegen Frauen und des gewaltsamen Vorgehens gegen friedliche Demonstranten zu unterstützen«, schrieb das Außenministerium auf Anfrage von CNN.

Spiel gedreht – Serbien führt zu Halbzeit gegen Kamerun

12.00 Uhr: Kamerun ging im zweiten Spiel der Gruppe G durch Jean-Charles Castelletto in Führung (29. Minute). Er hatte nach einer Ecke vom langen Pfosten aus kurzer Distanz getroffen. Doch in der Folge wurde Serbien immer stärker und der Ausgleich lag in der Luft. Diesen besorgte Strahinja Pavlović mit einem technisch starken Kopfball aus sieben Metern (45. +1) nach Freistoßflanke von Dušan Tadić. Direkt im nächsten Angriff nach dem Anstoß erhöhte dann Sergej Milinković-Savić nach schönem Doppelpass auf 2:1 (45. +3). Kamerun muss jetzt aufpassen, weil Serbien mit Aufwind aus der Kabine kommen wird.

Füllkrug trotz Joker-Tor wohl weiter auf der Bank

11.47 Uhr: Niclas Füllkrug muss sich in der deutschen Fußballnationalmannschaft wohl weiter mit der Jokerrolle begnügen. Den Profi von Werder Bremen ins Sturmzentrum zu stellen sei »kein Allheilmittel«, sagte Assistenztrainer Marcus Sorg. Man müsse sehen, »welche Wirkung welcher Spieler zu welchem Zeitpunkt hat. Man sollte diese Wirkung nicht verlieren.« Diesen Effekt hatte Füllkrug sowohl in seinem Länderspieldebüt bei der WM-Generalprobe in Oman (1:0) als auch am Sonntag im WM-Spiel gegen Spanien (1:1) als Einwechselspieler.

Flick hatte Füllkrug nach dessen Treffer (83.) in höchsten Tönen gelobt. »Er gibt der Mannschaft sehr viel, nicht nur das Tor«, sagte der Bundestrainer: »Er ist ein sehr guter Junge, mit dem Herz am rechten Fleck. Wir sind sehr froh, dass er dabei ist.«

Kamerun suspendiert Torhüter Onana

11.15 Uhr: Kameruns Torhüter André Onana steht beim aktuell laufenden zweiten Spiel der Fußball-WM in Katar nicht im Tor seiner Mannschaft. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, ist der 26-Jährige von Inter Mailand wenige Stunden vor dem Duell mit Serbien von seinem Verband aus nicht näher benannten disziplinarischen Gründen suspendiert worden. Für die ›Unbezähmbaren Löwen‹ wird stattdessen der gebürtige Franzose Devis Epassy auflaufen, der bei Abha Club in Saudi-Arabien spielt. Onana war nach seiner neunmonatigen Sperre wegen Dopings und dem Wechsel von Ajax Amsterdam nach Mailand als Kameruns Stammtorhüter nach Katar gereist und hatte beim Auftakt in Gruppe G gegen die Schweiz (0:1) über 90 Minuten im Tor gestanden. Hier geht es zum Liveticker der Partie Kamerun gegen Serbien.

Grünes Licht für Raum und Sané gegen Costa Rica

11. 02 Uhr: Das Trainerteam um Hansi Flick ist guten Mutes, dass die deutsche Fußballnationalmannschaft im entscheidenden WM-Gruppenspiel gegen Costa Rica mit dem angeschlagenen Außenverteidiger David Raum antreten kann. Auch von Offensivakteur Leroy Sané, der beim 1:2 gegen Japan wegen Knieproblemen gefehlt hatte, habe es nach seinem 20-Minuten-Einsatz beim 1:1 gegen Spanien in der Rückmeldung am Tag danach »positive Signale« gegeben, wie Co-Trainer Danny Röhl  am Montag in Al-Shamal berichtete.

Der Leipziger Raum musste bei der Weltmeisterschaft in Katar wegen einer Rippenprellung kurz vor Spielende ausgewechselt werden. Die Partie am Donnerstag (20.00 Uhr/ ARD und Magenta TV) gegen Costa Rica muss im Hinblick auf ein mögliches Weiterkommen der deutschen Elf zwingend gewonnen werden.

Fifa ermittelt wegen geschwänzter Pressekonferenz gegen DFB

10.45 Uhr: Alle WM-Teilnehmer sind von der Fifa dazu verpflichtet, am Tag vor einem Spiel eine Pressekonferenz abzuhalten. Das tat das DFB-Team um Hansi Flick auch pflichtschuldig vor dem Spanien-Spiel am Samstag. Weil dort aber Flick ganz allein am Mikrofon saß und nicht gemeinsam mit einem Spieler – wie laut Fifa-Regeln vorgeschrieben – ermittelt jetzt das Disziplinarkomitee des Weltverbandes gegen den DFB. Den Verantwortlichen der deutschen Nationalmannschaft wird vorgeworfen gegen WM- und Marketing-Regularien verstoßen zu haben. Es droht eine Geldstrafe.

Die Ausnahme mit der Solo-Pressekonferenz von Flick hatte der DFB mit Blick auf die lange Fahrt aus dem Team-Quartier im Norden des Landes in das Medienzentrum in Doha abgelehnt. Diese sei rund 30 Stunden vor dem Anpfiff keinem der 26 Spieler seines Kaders »zuzumuten«, sagte Flick. Man habe stattdessen die Pressekonferenz im DFB-Medienhotel in Al-Shamal direkt neben dem Trainingsplatz abhalten wollen. Dies wurde von der Fifa nicht gestattet. Die nächste Pressekonferenz in Doha findet für den DFB am Mittwoch am Vortag des letzten und entscheidenden Gruppenspiels gegen Costa Rica statt.

Rekord-Einschaltquote bei Remis gegen Spanien

10.17 Uhr: Das ZDF verzeichnete gestern mit 17,05 Millionen Fans beim 1:1 (0:0) zwischen Deutschland und Spanien eine Rekordquote. Der Marktanteil betrug 49,3 Prozent. Das erste deutsche WM-Vorrundenspiel gegen Japan hatten in der ARD 9,23 Millionen (MA: 59,7 Prozent) in der Liveübertragung verfolgt. Die bislang höchste Quote bei Spielen ohne deutsche Beteiligung hatte das Eröffnungsspiel zwischen Katar und Ecuador mit 6,21 Millionen Zusehenden erzielt.

Füllkrug und die deutsche Sehnsucht nach dem Mittelstürmer

10.10 Uhr: Die Frage danach, ob die deutsche Nationalmannschaft eine echte »Neun« braucht, ist gefühlt so alt wie der Fußball selbst. Seit dem gestrigen Ausgleichstor von Niclas Füllkrug gegen Spanien sehen sich viele, die einen starken Mann im Sechzehner forderten, bestätigt. Peter Ahrens und Daniel Montazeri waren vor Ort in Chaur und gehen in ihrem Text  der Frage nach, ob Deutschland dadurch auch zu einer besseren Mannschaft wird.

Familienbesuch für das deutsche Team

9.52 Uhr: Die deutsche Nationalmannschaft darf nach dem Mutmacher gegen Spanien kurz entspannen. Die deutschen Fußball-Nationalspieler haben nach dem wichtigen 1:1 gegen den Weltmeister von 2010 bei der WM in Katar erneut Besuch von ihren Familien bekommen. Bundestrainer Hansi Flick lud Frauen und Kinder wie nach der Auftaktpleite gegen Japan (1:2) für zwei Nächte ins Zulal Wellness Resort im Norden des Landes ein. Das Hotel liegt etwa 100 Kilometer von der Hauptstadt Doha entfernt. Trainiert wird im etwa 15 Minuten entfernten Stadion des heimischen Zweitligisten Al-Shamal SC. Die gemauerte Arena wird wegen ihrer Bauweise auch als »rote Burg« bezeichnet.

Kroatiens Kramarić dankt Kanadas Trainer für »Extra-Motivation«

8.36 Uhr: Mit seinem »Fuck Croatia«-Spruch, der als Motivationshilfe für das eigene Team gedacht war, hatte Kanadas Coach den Vize-Weltmeister Kroatien verärgert. Bei Kroatiens Stürmer Andrej Kramarić machte sich nach seiner Gala-Vorstellung beim 4:1 (2:1)-Sieg deshalb Genugtuung breit. »Ich muss dem Nationalcoach von Kanada für die Extra-Motivation danken«, sagte der Hoffenheimer, der gegen Kanada zum Matchwinner avanciert war. Mit seinem Spruch habe Kanadas Coach John Herdman nicht nur die Mannschaft, sondern ganz Kroatien verärgert. Auch Kroatiens Coach Zlatko Dalić hatte noch ein paar deutliche Worte für sein Gegenüber parat: »Wenn ich gewinne oder verliere, gratuliere ich dem gegnerischen Trainer. Ich habe ihn nicht gesehen. Er ist ein guter Trainer, aber er muss auch noch einiges lernen.«

Portugals Pepe kann heute drittältester Spieler der WM-Geschichte werden

7.58 Uhr: »Er ist ein Monster, einfach ein Monster«, sagte Portugals Nationaltrainer Fernando Santos über das Abwehr-Urgestein Pepe. Trotz seines Alters ist der für seine aggressive Spielweise bekannte Spieler immer noch ein wichtiger Bestandteil der portugiesischen Fußballnationalelf. Mit 39 Jahren, neun Monaten und zwei Tagen dürfte Pepe heute bei seiner vierten WM spielen und damit zum drittältesten Feldspieler in der Historie dieses Wettbewerbs werden.

Das Auftaktspiel der Portugiesen gegen Ghana (3:2) hatte Pepe noch angeschlagen verpasst, am Montag (20.00 Uhr MEZ/ARD und MagentaTV) gegen Uruguay soll er nun in der Startelf stehen. »Er wird spielen und eine sehr wichtige Rolle einnehmen«, sagte Santos über den Abwehrspieler vom FC Porto. Nach 2010, 2014 und 2018 wird es für Pepe, der mit dem bürgerlichen Namen Képler Laveran Lima Ferreira heißt, die vierte WM-Teilnahme.

Pepe mit einer Attacke gegen Thomas Müller im Gruppenspiel bei der WM 2014 – Pepe sah Rot und Deutschland gewann 4:0

Pepe mit einer Attacke gegen Thomas Müller im Gruppenspiel bei der WM 2014 – Pepe sah Rot und Deutschland gewann 4:0

Foto: Andreas Gebert/ dpa

Was Feldspieler bei Weltmeisterschaften angeht, waren bislang nur Kameruns Roger Milla mit 42 Jahren sowie zuletzt der Kanadier Atiba Hutchinson, der gut zwei Wochen vor Pepe Anfang Februar seinen 40. Geburtstag feiert, älter. Unvergessen ist in Deutschland der Auftritt des Verteidigers vom FC Porto zum WM-Start 2014, als er gegen Deutschland eine Rote Karte kassierte und seine Auswahl mit 0:4 verlor.

Die DFB-Elf in der Einzelkritik

7.25 Uhr: Mit seinen Einwechslungen im Japan-Spiel  hatte Hansi Flick sich womöglich vercoacht. Im Spiel gegen Spanien machte er es besser und wechselte den Sieg ein. Jan Göbel war in Chaur vor Ort und hat sich auch die Leistungen der übrigen deutschen Akteure genauer angesehen. Wer in der Abwehr einen tadellosen Job machte und wer der beste Offensivspieler war, lesen Sie hier .

Luis Enrique über Schützenhilfe für Deutschland: »Ihr müsst daran denken, selbst zu gewinnen«

7.10 Uhr: Spaniens Trainer Luis Enrique hat sich hinsichtlich einer spanischen Schützenhilfe für die deutsche Fußballnationalmannschaft zurückhaltend gezeigt. »Wir werden spielen, um zu gewinnen«, betonte er zwar mit Blick auf das letzte Gruppenspiel gegen DFB-Bezwinger Japan. Dass er seine beste Elf aufstellen wird, wollte er allerdings nicht versprechen. »Egal, welche Spieler ich auswähle – das sind alles gute Spieler«, sagte der Coach (52) und ergänzte an das DFB-Team gewandt: »Ihr müsst daran denken, selbst zu gewinnen – Costa Rica macht es gut. Und wir denken an Japan, das wird schwierig genug.«

Nach Remis gegen Spanien beginnen die Rechenspiele beim deutschen Team

7.00 Uhr: Nationalspieler Thomas Müller hat seine Teamkollegen vor zu großem Leichtsinn vor dem Gruppenfinale bei der WM in Katar gegen Costa Rica gewarnt. »Der Schweden-Moment war 2018 auch da. Und am Ende ist er verpufft«, sagte Müller nach dem 1:1 gegen Spanien in Erinnerung an das historische Vorrunden-Aus vor vier Jahren in Russland. Damals verlor die DFB-Auswahl nach einem Last-Minute-Sieg gegen Schweden im letzten Gruppenspiel gegen Südkorea (0:2).

Die Rechenspiele im deutschen Lager gingen direkt nach dem Abpfiff in Chaur los. Joshua Kimmich behielt vor dem Spiel gegen Costa Rica am Donnerstag (20.00 Uhr MEZ/ARD und MagentaTV) den Überblick. »Wir müssen einfach hoffen, dass Japan nicht gewinnt, selbst 2:0 gewinnen – dann sind wir weiter«, sagte der Münchner mit Blick auf das Parallelspiel zwischen Spanien und dem viermaligen Asienmeister.

Sollte Spanien gewinnen, reicht der deutschen Elf ein Sieg, um das Achtelfinale zu erreichen. Falls Japan gegen den Weltmeister von 2010 ein Unentschieden holt, müsste der deutsche Sieg mit zwei Toren Differenz ausfallen.
Und alles, was Joshua Kimmich noch nicht gesagt hat, findet sich in unserer Übersicht der Konstellation in Gruppe E.

vgl/hba/sid/dpa/AFP
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