Playoff-Halbfinale Europameister Italien verpasst WM in Katar – Niederlage gegen Nordmazedonien

Sensation in Palermo: Europameister Italien hat sein Playoff-Halbfinale gegen Nordmazedonien verloren. Die Squadra Azzurra verpasst somit ihre zweite WM in Folge.
Domenico Berardi vergab Italiens größte Chance

Domenico Berardi vergab Italiens größte Chance

Foto: IMAGO/Fabio Ferrari/LaPresse / IMAGO/LaPresse

Europameister Italien hat die Qualifikation zur Fußball-WM in Katar überraschend bereits im Halbfinale der Playoffs verspielt. In Palermo unterlag die Mannschaft von Roberto Mancini dem krassen Außenseiter Nordmazedonien 0:1 (0:0). 90 Minuten lang hatten die Italiener die Partie dominiert, waren aber immer wieder vor dem nordmazedonischen Tor gescheitert. In der ersten Minute der Nachspielzeit gelang dann Aleksandar Trajkovski das Tor zum Playoff-Endspiel.

Zum Schlusspfiff hatte Italien 32 Schüsse abgegeben, Nordmazedonien nur vier. Eine der größten Chancen vergab Domenico Berardi, der einen Fehlpass von Torhüter Stole Dimitrievski aus hervorragender Schussposition zurück in die Arme des nordmazedonischen Keepers schob (29. Minute). Italien verpasst nach der WM 2018 in Russland somit die zweite Weltmeisterschaft in Folge, Nordmazedonien hat im Playoff-Finale die Chance, sich erstmals in seiner Geschichte für eine WM-Endrunde zu qualifizieren.

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Elfer-Fehlschuss nimmt Türkei in Portugal alle Chancen

Auch der zweite Favorit Portugal hatte Mühe, seine Halbfinal-Aufgabe zu lösen. Gegen die Türkei brachten Otávio (15. Minute) und Diogo Jota (42.) die Portugiesen früh in Front, die Mannschaft von Stefan Kuntz aber spielte in Porto munter mit und kam durch Burak Yilmaz (65.) noch einmal zurück. Ein Tritt von José Fonte gegen Enes Ünal bescherte der Türkei die große Ausgleichschance per Elfmeter, Yilmaz aber zielte zu hoch und schoss den Ball, der die Latte noch touchierte, über das portugiesische Tor (85.).

Matheus Nunes machte spät alles klar (90.+3). Damit trifft am Dienstag, den 29. März (20.45 Uhr, Stream: DAZN), Portugal im Duell um einen WM-Startplatz auf Nordmazedonien. Es ist das erste Pflichtspiel überhaupt zwischen den beiden Nationen, in zwei Freundschaftsspielen gab es ein Unentschieden und einen Sieg für Portugal.

Bale wirft Österreich raus, Quaison rettet Schweden

Viele Verletzungen und ein tiefes Leistungsloch hatten dafür gesorgt, dass Gareth Bale in dieser Saison erst auf vier Liga-Einsätze für den spanischen Tabellenführer Real Madrid kommt. Viel lieber aber spielt der Waliser ohnehin für seine Nationalmannschaft – und genau das zeigte der Angreifer im Playoff-Halbfinale gegen Österreich: Erst versenkte Bale einen direkten Freistoß traumhaft rechts oben im Winkel (25.), dann gelang dem 32-Jährigen nach einem Eckball mit einem Schuss aus der Drehung der Doppelpack (51.).

Österreich hatte in Cardiff zwar weit mehr Ballbesitz, kam durch einen abgefälschten Schuss von Marcel Sabitzer aber nur noch zum Anschluss (64.). Auf ihren finalen Gegner müssen die Waliser allerdings noch warten: Wegen des russischen Angriffskrieges gab die FIFA einem Antrag der Ukraine statt, ihr Playoff-Halbfinale gegen Schottland zu verlegen. Es wird darauf gehofft, die Partie und anschließend das Endspiel gegen Wales im Juni auszutragen.

Ohne den verletzten Leverkusener Mittelstürmer Patrik Schick musste sich Tschechien in Solna den Schweden nach Verlängerung geschlagen geben. Der ehemalige Mainzer Robin Quaison erzielte nach Doppelpass mit Sturmpartner Alexander Isak das entscheidende Tor (110.). Finalgegner auf dem schwedischen Playoff-Pfad sind am Dienstag in Chorzow die Polen, die nach dem Ausschluss der russischen Nationalmannschaft ein Freilos im Halbfinale hatten.

cev
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