WM-Playoffs Ghana und Algerien qualifizieren sich für Brasilien

Ghana hat zum dritten Mal in Folge die WM-Teilnahme geschafft. Das Team unterlag zwar im Playoff-Rückspiel der Afrika-Qualifikation gegen Ägypten, dank des deutlichen Hinspiel-Erfolgs konnten die "Black Stars" trotzdem jubeln. Auch Algerien ist in Brasilien dabei.
Jubelnde Nationalspieler Ghanas: Für die WM qualifiziert

Jubelnde Nationalspieler Ghanas: Für die WM qualifiziert

Foto: Khaled Elfiqi/ dpa

Hamburg - Die Fußball-Nationalmannschaft von Ghana hat auch dank Bundesliga-Spieler Kevin-Prince Boateng die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien geschafft. Die "Black Stars" verloren zwar trotz eines Treffers des Schalkers 1:2 (0:1) in Ägypten, standen nach dem 6:1-Sieg im Hinspiel aber schon vor dem Spiel so gut wie sicher als WM-Teilnehmer fest. Es ist nach 2006 und 2010 die dritte erfolgreiche Qualifikation Ghanas. Boateng saß zunächst auf der Bank, wurde aber elf Minuten vor dem Ende eingewechselt und traf kurz vor Schluss zum Endstand.

Amr Zaki (25. Minute) hatte den Führungstreffer für die Gastgeber erzielt. Obwohl Ägypten den Druck hochhielt und sich weitere Chancen erspielte, wurde es nach dem deutlichen Hinspielergebnis aber nicht mehr spannend. Gedo sorgte nach 84 Minuten für das 2:0, bevor Boateng nach einer Vorlage von Kapitän Asamoah Gyan traf.

Als fünfte und letzte afrikanische Mannschaft hat sich Algerien für Brasilien qualifiziert. Die Nordafrikaner bezwangen Burkina Faso dank eines Treffers von Madjid Bougherra 1:0 (0:0) und machten damit die 2:3-Hinspielniederlage wett. Für Algerien ist es nach 1982, 1986 und 2010 die vierte Teilnahme an einer WM. Burkina Faso um den Düsseldorf Zweitliga-Profi Aristide Bancé verpasste seine erste Qualifikation denkbar knapp. In der 90. Minute traf der Außenseiter noch den Pfosten.

Das entscheidende Tor erzielte Innenverteidiger Bougherra vom katarischen Erstligisten Lekhwiya kurz nach der Pause aus dem Gewühl. Burkina Fasos Stürmer Bancé, im Hinspiel noch Schütze des Siegtreffers, saß zunächst auf der Bank und wurde erst nach 65 Minuten eingewechselt. Die folgende Schlussoffensive der Gäste wurde nicht mehr belohnt.

WM-Teilnehmer 2014

EUROPA (13 Teilnehmer)
- Belgien (Sieger Gruppe A)
- Italien (Sieger Gruppe B)
- Deutschland (Sieger Gruppe C)
- Niederlande (Sieger Gruppe D)
- Schweiz (Sieger Gruppe E)
- Russland (Sieger Gruppe F)
- Bosnien-Herzegowina (Sieger Gruppe G)
- England (Sieger Gruppe H)
- Spanien (Sieger Gruppe I)

Durch die Playoffs:
- Portugal
- Frankreich
- Griechenland
- Kroatien

SÜDAMERIKA (6 Teilnehmer)
- Brasilien (Gastgeber)
- Argentinien (Gruppensieger)
- Kolumbien
- Chile
- Ecuador
- Uruguay

NORD- und MITTELAMERIKA und KARIBIK (4 Teilnehmer)
- USA (Gruppensieger)
- Costa Rica
- Honduras
- Mexiko

AFRIKA (5 Teilnehmer)
- Nigeria
- Elfenbeinküste
- Kamerun
- Ghana
- Algerien

ASIEN (4 Teilnehmer)
- Iran (Sieger Gruppe A)
- Japan (Sieger Gruppe B)
- Australien (2. Gruppe B)
- Südkorea (2. Gruppe A)



mib/sid/dpa