SPIEGEL ONLINE

SPIEGEL ONLINE

06. Oktober 2017, 23:25 Uhr

Fußball-Weltmeisterschaft 2018

Spanien qualifiziert sich, Türkei verpasst WM

Spanien hat sich für die WM in Russland qualifiziert, Innenverteidiger Piqué wurde jedoch erneut ausgepfiffen. Die Türkei und Österreich haben keine Chancen mehr auf die Weltmeisterschaft - Island kann am Montag Geschichte schreiben.

Spanien hat sich für die Fußball-WM 2018 in Russland qualifiziert. Der Weltmeister von 2010 besiegte am vorletzten Spieltag in der Europa-Gruppe G Albanien 3:0 (3:0) und kann nicht mehr vom ersten Platz verdrängt werden. Die Treffer erzielten Rodrigo (18.), Isco (24.) und Bayern-Star Thiago (26.).

Spanien profitierte vom Ausrutscher Italiens, das gegen Mazedonien nicht über ein 1:1 (1:0) hinauskam und nun auf die Playoffs hoffen muss, wo die besten acht Gruppenzweiten aus Europa um die WM-Teilnahme kämpfen. Abwehrspieler Giorgio Chiellini brachte Italien zunächst in Führung, Alexandar Trajkovski (77.) glich aus.

Bei Spaniens Sieg stand Gerard Piqué besonders im Fokus. Der Innenverteidiger vom FC Barcelona war wegen seiner offenen Sympathie für das Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien beim Training von Zuschauern angefeindet worden. Auch gegen Albanien wurde er bei jeder Ballberührung ausgepfiffen.

Gescheitert ist die Türkei: Im Heimspiel gegen Island gab es ein 0:3 (0:2), Johann Gudmundsson (32.), Birkir Bjarnason (39.) und Kari Arnason (50.) trafen. Die Türkei (14 Punkte) hat keine Aussicht mehr auf einen der ersten beiden Plätze in der Gruppe I, da die punktgleichen Teams aus der Ukraine und Kroatien (beide 17) am letzten Spieltag gegeneinander spielen. Island hat bereits 19 Punkte und kann sich am Montag mit einem Sieg gegen Kosovo erstmals für eine WM qualifizieren.

Auch Österreich hat die WM-Quali verpasst - weil Wales dank des Tores von Tom Lawrence (49.) in Georgien 1:0 (0:0) siegte. Österreich hat als Vierter der Gruppe D fünf Punkte Rückstand auf den Zweiten Wales. Eine direkte Qualifikation war bereits vor dem Erfolg der Waliser nicht mehr möglich, immerhin gab es gegen Serbien noch einen 3:2 (1:1)-Sieg.

bka/dpa/sid

URL:

Verwandte Artikel:


© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung