WM-Qualifikation in Ungarn Englische Spieler Bellingham und Sterling sollen rassistisch beleidigt worden sein

Bei der Fußball-EM wurde Ungarn für das Fehlverhalten seiner Fans bestraft. Nun soll es gegen England erneut rassistische Zwischenfälle gegeben haben.
Raheem Sterling soll beim Qualifikationsspiel in Ungarn rassistisch beleidigt worden sein

Raheem Sterling soll beim Qualifikationsspiel in Ungarn rassistisch beleidigt worden sein

Foto: Michael Regan / Getty Images

Die englischen Fußballnationalspieler Jude Bellingham und Raheem Sterling sind Medienberichten zufolge beim 4:0-Sieg in der WM-Qualifikation in Ungarn rassistisch beleidigt worden. Einige Zuschauer sollen während der Partie in Budapest Affenlaute in Richtung der beiden Profis gemacht haben. Mittelfeldspieler Bellingham vom Bundesligisten Borussia Dortmund war nicht zum Einsatz gekommen, City-Profi Sterling spielte von Beginn an.

Der englische Fußballverband FA hat den Vorfall mittlerweile indirekt bestätigt, ohne dabei ins Detail zu gehen oder die beleidigten Spieler zu nennen. Der Verband will sich an den Weltverband Fifa wenden und fordert eine Untersuchung. Schon bei der EM im vergangenen Sommer hatte es rassistische, homophobe und nationalistische Zwischenfälle bei den Heimspielen in Budapest gegeben, auch der SPIEGEL hatte über die Ultra-Gruppierung »Carpathian Brigade« berichtet .

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Sterling erzielte das 1:0 für die Three Lions, die nach weiteren Toren von Harry Kane, Harry Maguire und Declan Rice in der WM-Qualifikation den vierten Sieg im vierten Spiel holten. Kapitän Kane sagte im TV-Sender ITV, er habe die Rufe nicht wahrgenommen. »Ich werde mit den Jungs sprechen, ob sie es gehört haben.« Falls es rassistische Beleidigungen gegeben habe, hoffe er auf eine konsequente Reaktion der Europäischen Fußball-Union.

Ungarn war wegen diskriminierenden Verhaltens seiner Fans bei den EM-Spielen im Sommer dazu verurteilt worden, seine nächsten zwei Uefa-Heimpflichtspiele ohne Zuschauer auszutragen. Damals waren unter anderem französische Spieler rassistisch beschimpft worden. Die Partie in der WM-Qualifikation gehört jedoch zu einem Wettbewerb der Fifa, weshalb Zuschauer zugelassen waren. Von der Fifa gab es zunächst noch keine Stellungnahme zu den erneuten Vorwürfen gegen ungarische Zuschauer.

krä/dpa
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