WM-Qualifikation Fußball-Frauen feiern Kantersieg

Die DFB-Frauen können für die Fußball-WM 2007 in China planen. Gegner Schweiz hatte bei einem Qualifikationsspiel keine Chance. Nur Russland kann den Deutschen noch gefährlich werden.

Schaffhausen - Die Mannschaft von Trainerin Silvia Neid gewann mit dem 6:0 (1:0) in der Schweiz auch ihr sechstes WM-Qualifikationsspiel und baute mit 18 Punkten die Tabellenführung in der Gruppe 4 vor Russland (15 Punkte) aus. In den letzten beiden Qualifikationsspielen gegen Schottland (23. September) und Russland (27. September) kann das DFB-Team das Ticket für die WM in China (10. bis 30. September 2007) endgültig lösen. Neid war mit dem Spiel in der ersten Hälfte aber überhaupt nicht zufrieden: "Vor der Pause war kein Leben drin, wir haben viel zu umständlich gespielt. In der zweiten Hälfte war es dann viel besser. Unter dem Strich bin ich mit den sechs Toren natürlich zufrieden."

Auch ohne die fehlenden Bianca Rech und Ariane Hingst gelang dem Welt- und Europameister ein Blitzstart. Die Potsdamerin Pohlers überlistete die Schweizer Torfrau Marisa Brunner bereits nach 59 Sekunden mit einem Schrägschuss. Das von vielen erwartete Schützenfest gegen das junge und ersatzgeschwächte Schweizer Team blieb jedoch zunächst aus. Zwar war die DFB-Elf vier Tage nach dem 3:0 in Irland erneut überlegen, tat sich aber schwer mit dem Spielaufbau und produzierte zahlreiche Abspielfehler. Torchancen blieben Mangelware. Die beste Möglichkeit hatte Birgit Prinz, doch die Rekordtorschützin verfehlte in ihrem 151. Länderspiel das Tor aus 18 Metern knapp.

Nach einer Standpauke von Neid präsentierte sich die Elf nach dem Wechsel aggressiver und lauffreudiger. Doch Kerstin Garefrekes (56.) traf selbst aus fünf Metern das leere Tor nicht, sondern nur den Pfosten. Eine Minute später beseitigte Spielführerin Prinz mit ihrem 97. Länderspieltreffer nach einer Hereingabe von Petra Wimbersky die letzten Zweifel am Pflichtsieg. Pech hatte Anja Mittag. Die für Pohlers eingewechselte Stürmerin schied schon acht Minuten nach ihrer Hereinnahme mit einer Knieverletzung wieder aus. Dennoch sorgten Wimbersky, Lingor, Müller und Garefrekes gegen die müde werdenden Schweizerinnen in der Schlussphase noch für einen überzeugenden Sieg.

Schweiz - Deutschland 0:6 (0:1)
0:1 Pohlers (1.)
0:2 Prinz (57.)
0:3 Wimbersky (73.)
0:4 Lingor (77.)
0:5 Müller (89.)
0:6 Garefrekes (90.+4)
Schweiz: Brunner - Künzler, Schärer, Steinegger, Dätwyler - Wenger, Beney (60. Zumbühl), Zürny (84. de Siebenthal), Moser - Gaillard (77. Bernauer), Bürki
Deutschland: Angerer - Stegemann, Krahn, Jones, Fuss - Garefrekes, Omilade, Lingor, Pohlers (57. Mittag, 65. Bachor) - Prinz - Wimbersky (80. Müller)
Schiedsrichterin: Noelle (Frankreich)
Zuschauer: 2700

all/dpa

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