Neuseeland in der WM-Qualifikation Und dann wartet Lionel Messi

Neuseeland hat wieder einmal die ozeanische WM-Qualifikation dominiert, aus dem Spiel heraus kein einziges Gegentor kassiert. Die Endrundenteilnahme ist trotzdem ungewiss: In den Playoffs droht ein starker Gegner.

Marco Rojas
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Marco Rojas


Neuseelands Fußballer haben in der WM-Qualifikation 2018 in Ozeanien nur vier Gegentore kassiert, davon kein einziges aus dem Spiel heraus: Alle vier Gegentreffer wurden vom Elfmeterpunkt erzielt. Die All Whites haben ihre kontinentale Vorausscheidung - wie vor vier Jahren - souverän gewonnen, drohen aber - wie vor vier Jahren - erneut auf einen starken Playoff-Gegner zu treffen. Damals war Neuseeland in zwei Duellen an Mexiko gescheitert.

Den Neuseeländern genügte in der Nacht im Ozeanien-Finale ein 2:2 (2:1) im Rückspiel auf den Salomonen. Das Hinspiel in Auckland hatte man zuvor 6:1 gewonnen. In Honiara führte der Favorit auch ohne etliche Stammspieler durch Myer Bevan (14. Minute) und ein Eigentor von Haddis Gagame (21.) schnell 2:0. Micah Leaalafa (28.) und Henry Fa'arodo (78.) glichen für die Salomonen noch aus - durch zwei verwandelte Elfmeter.

Im November geht es damit für Neuseeland um die dritte WM-Teilnahme nach 1982 und 2010. Gegner wird dann der Fünfte der Südamerika-Qualifikation sein. Möglich wäre nach jetzigem Stand ein Duell mit Argentinien und Superstar Lionel Messi. Auch Südamerika-Meister Chile oder Ex-Weltmeister Uruguay kommen als Gegner in Frage.

In Ozeanien top, in den interkontinentalen Playoffs dann aber ohne Chance? Diesem Dilemma war Australien 2005 nur durch einen Verbandswechsel entkommen. Seither treten die Socceroos in der asiatischen Qualifikation an - und konnten sich stets für die WM-Endrunde qualifizieren.

chh/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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crazy_swayze 05.09.2017
1.
Der auf dem Bild gezeigte Marco Rojas konnte sich in 3 Jahren beim VfB Stuttgart nicht durchsetzen. Selbst in der 2. Liga nicht. Da ist mir ein Messi doch allemal lieber bei der WM. Andererseits sollte bei einer WM jeder Kontinent zumindest einen Repräsentanten aufbieten können. Das System ist gerade zu aufgebläht und bevorzugt vor allem europäische Mannschaften zu stark. Ich habe lieber wieder ein kompaktes Turnier mit 32 Mannschaften, die ungefähr paritätisch je nach Kontinent-Größe und Länderdichte Vertreter entsenden. Das würde den Südamerikanern und Afrikanern zugute kommen, sowie einer ozeanischen Mannschaft.
thrust26 05.09.2017
2. Aufgebläht?
Eindeutig ja! Aber die europäischen Teams werden definitiv nicht bevorzugt. Im Gegenteil, Europa ist deutlich unterrepräsentiert, wenn es nach der Stärke der Verbände geht. Unter den 32 besten Teams sind aktuell 18 (56%) aus der UEFA und es gibt nur 13 (40%) Startplätze. Und bei der weiteren Aufblähung auf 48 Teams, sind es gerade mal 16 (33%) Startplätze, es müssten aber 26 (54%) laut FIFA-Rangliste, also doppelt so viele sein. Und selbst die FIFA-Rangliste bevorzugt aufgrund der willkürlichen Gewichtungen immer noch die schwächeren Verbände. Die ELO Rangliste ist da genauer, und danach stünden den starken Verbände (UEFA und CONMEBOL) sogar noch mehr Plätze zu.
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