Norwegische Pressestimmen zur WM-Qualifikation "Gebrauchtwagen gegen Formel-1-Monster"

"Als Kegel missbraucht": Die norwegische Presse ist nach der 0:6-"Demütigung" von Stuttgart hart mit ihrer Nationalmannschaft ins Gericht gegangen - und zeigte sich beeindruckt vom Weltmeister.

Jörgen Skjelvik (l.), Jonas Hector (M.), Antonio Rüdiger (r.)
AFP

Jörgen Skjelvik (l.), Jonas Hector (M.), Antonio Rüdiger (r.)


Die norwegischen Pressestimmen zum 0:6 in der WM-Qualifikation gegen Deutschland im Überblick:

Aftenposten: "Norwegen gedemütigt. Es war einfach nur traurig. Worte für diese Erniedrigung zu suchen, ist sinnlos."

Dagsavisen: "Es war, als hätte ein alter norwegischer Gebrauchtwagen versucht, mit einem Formel-1-Monster aus dem Mercedes-Benz-Museum mitzuhalten. Das hätte zweistellig ausgehen können. Es war ein seltenes Stück Fußballtheater. Wenn die Deutschen Platz und Raum bekommen, das zu tun, was sie wollen, kann so etwas geschehen. Das ist nicht, wo Lars Lagerbäck uns hinführen wollte. Was kann er tun? Leider nicht viel!"

Dagbladet: "Gedemütigt und ausgespielt nach allen Regeln der Kunst. Die beste Nationalmannschaft der Welt ließ Norwegen wie die schlechteste aussehen. Wir waren Zuschauer unseres eigenen Elends und nicht einmal in der Nähe von irgendwas. Dafür gibt es nur ein Wort: peinlich! Die Deutschen nahmen erst nach dem 5:0 den Fuß vom Gas und wurden menschlich. Es war eine schreckliche Vorstellung."

Verdens Gang: "Deutschland demütigt Norwegen. Das war nur noch peinlich! Norwegen hing von der ersten Minute an in den Seilen. Die Spieler wurden als Kegel missbraucht, sie mussten sich vorkommen, als würden sie Schatten jagen, ihnen wurde vom technischen, flinken und präzisen deutschen Fußball schwindlig. Lars Lagerbäck entgeht der Guillotine nur, weil es erst sein fünftes Spiel war."

Zusammengestellt vom sid



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