Massenschlägerei bei WM-Quali Trainer schlägt Spieler Zahn aus

Randale auf der Tribüne, Prügel auf dem Platz, ein fehlender Zahn: Das WM-Qualifikationsspiel zwischen Bosnien-Herzegowina und Griechenland endete erst torlos - und dann im Chaos.

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Dieses 0:0 dürfte ein Nachspiel haben. Nach dem torlosen Unentschieden im WM-Qualifikationsspiel zwischen Bosnien-Herzegowina und Griechenland flogen die Fäuste. Auf dem Weg in die Kabinen gerieten Edin Dzeko und Kostas Manolas aneinander, die gemeinsam bei AS Rom spielen. Weitere Spieler und Betreuer beider Mannschaften mischten sich in das Handgemenge ein, die undurchsichtige Szene endete in einer Massenschlägerei.

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Schlägerei bei WM-Quali: Keine Tore, nur Schläge

Der traurige Höhepunkt: Bosniens Co-Trainer Stephan Gilli schlug dem griechischen Ersatzspieler Giannis Gianniotas offenbar einen Schneidezahn aus. Fernsehbilder zeigen, wie Gilli dem Stürmer mit der rechten Faust ins Gesicht schlägt. Gianniotas geht zu Boden und zeigt danach Betreuern des eigenen Teams den fehlenden Zahn.

Schon vor Anpfiff war die Stimmung im Stadion Bilino Polje in Zenica extrem aufgeheizt. Die bosnischen Fans übertönten die griechische Nationalhymne mit gellenden Pfiffen. Daraufhin kam es auf der Tribüne zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen griechischen Fans und der Polizei.

Schlägerei auf der Tribüne
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Schlägerei auf der Tribüne

"Die Bosnier sollten sich dafür schämen, dass sie unsere Hymne nicht respektieren", sagte Manolas nach dem Spiel im Interview mit dem griechischen Fernsehen. "Solche Dinge haben im Fußball nichts zu suchen." Jetzt muss die Fifa entscheiden, ob und wie beide Verbände für die Vorgänge auf dem Rasen und auf den Tribünen sanktioniert werden.

Sportlich hilft der Punktgewinn den Griechen mehr als den Bosniern. Mit zwölf Zählern bleibt Griechenland in Gruppe H Tabellenzweiter hinter Belgien. Bosnien-Herzegowina liegt mit elf Punkten auf Rang drei.

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insgesamt 21 Beiträge
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Epsola 10.06.2017
1.
Warum gibt es die Unsitte Auswärtsfans bei Problemspielen zuzulassen?
stickedy 10.06.2017
2. Das waren die Heimfans
@Epsola: Das Spiel fand offensichtlich in Bosnien und Herzegowina statt, es waren also nicht die Auswärtsfans...
Shoxus 10.06.2017
3. Was heißt
da hilft Griechenland. Beide Teams gehören disqualifiziert. Das dies anscheinend nicht mal angesprochen wurde, lässt mal wieder tiefe Blicke zu. In das System Fußball. Also sorry aber ich hätte beide Teams rausgeschmissen. Und als Schiedsrichter hätte ich gleich mal noch jedem ne Rote Karte gegeben.
Epsola 10.06.2017
4.
Zitat von stickedy@Epsola: Das Spiel fand offensichtlich in Bosnien und Herzegowina statt, es waren also nicht die Auswärtsfans...
Artikel: "Daraufhin kam es auf der Tribüne zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen griechischen Fans und der Polizei." Offensichtlich haben beide Seiten ihren Anteil daran.
krach 10.06.2017
5. richtig:
"Solche Dinge haben im Fußball nichts zu suchen." Da hat der Manolas völlig Recht. Solche Dinge wie die Nationalhymne haben bei Fußballspielen einfach nichts verloren. Komplett fehl am Platz. Fußball ist ja schließlich nicht der verlängerte Arm des Nationalstaats, oder?
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