WM-Qualifikation Schweizer schlagen Griechen, Spanier im Glück

Raus aus der Krise: Für die Schweiz geht es in der WM-Qualifikation wieder bergauf. Das Team von Ottmar Hitzfeld gewann in Griechenland. So mancher Favorit tat sich derweil schwer. Italien und Spanien siegten knapp. Österreich kassierte dagegen eine deutliche Niederlage.


Hamburg - Ottmar Hitzfeld hat das Duell der deutschen Trainer-Granden gegen Otto Rehhagel gewonnen und die Schweizer Nationalmannschaft vorerst aus der Krise geführt. Hitzfeld siegte mit den Eidgenossen beim ehemaligen Europameister Griechenland 2:1 (1:0) und bleibt damit im Rennen um die Tickets für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Angelos Charisteas hatte die Schweizer Führung durch Alexander Frei (42.) zwar in der 68. Minute ausgeglichen, doch Blaise N'Kufo (77.) besiegelte die Heimpleite der Gastgeber.

Schweizer Frei (Mitte), Griechen Katsouranis (l.) und Kyrgiakos (r.): Zweikampf verloren, Spiel gewonnen
DPA

Schweizer Frei (Mitte), Griechen Katsouranis (l.) und Kyrgiakos (r.): Zweikampf verloren, Spiel gewonnen

Europameister Spanien siegte durch einen späten Treffer von EM-Torschützenkönig David Villa 2:1 (1:1) in Belgien. Nach dem frühen Rückstand durch Wesley Sonck (7.) gelang zunächst der Ausgleich durch Andres Iniesta (36.), ehe Villa den Sieg sicherte (88.). Die Iberer blieben mit zwölf Punkten in der Gruppe 5 ebenso Tabellenführer wie Italien mit zehn Zählern in der Gruppe 8. Der Weltmeister quälte sich allerdings zu einem 2:1 (2:1) gegen Montenegro. Alberto Aquilani war mit einem Doppelpack (8. und 29.) der Matchwinner.

Seine weiße Weste behielt England, das in Weißrussland 3:1 (1:1) siegte. Wayne Rooney stellte mit zwei Treffern den Endstand her (50./74.). Steven Gerrad hatte die Führung besorgt (11.), Pavel Sitko (28.) den zwischenzeitlichen Ausgleich geschossen.

Russland siegt klar, Österreich verliert deutlich

Russland hat die Niederlage gegen die deutsche Nationalmannschaft schnell verdaut und wieder WM-Kurs eingeschlagen. Der EM-Halbfinalist besiegte vier Tage nach dem 1:2 von Dortmund Finnland in überzeugender Manier 3:0 (1:0), profitierte dabei allerdings von den Eigentoren Petri Pasananens (23.) und Veli Lampis (65.). Andrej Arschawin sorgte für den Schlusspunkt (88.)

Der neue Trainer der tschechischen Nationalmannschaft, Petr Rada, holte beim 1:0 (0:0) über Slowenien seinen ersten Sieg, das Tor erzielte Libor Sionko (61.). Mit nur vier Punkten aus drei Partien bleiben die Tschechen allerdings Vierter in Gruppe 3. Die Tabellenspitze übernahm die Slowakei durch einen Doppelpack von Stanislav Sestak (85./86.) beim 2:1 (0:0) gegen Polen, für das Ebi Smolarek (70.) zuvor getroffen hatte.

Für Österreich rückt die WM-Teilnahme mittlerweile in weite Ferne. Vier Tage nach dem 1:1 auf den Färöern unterlag die Mannschaft von Karel Brückner gegen Serbien 1:3. Milos Krasic (15.), Milan Jovanovic (18.) und Ivan Obradovic (24.) trafen für die Gäste, bevor Marc Janko der Ehrentreffer gelang (80.).

Die Niederlande siegten in Oslo gegen Norwegen 1:0. Torschütze war Mark van Bommel (63.). Die Niederländer führen damit in Gruppe neun mit neun Punkten die Tabelle an. In Gruppe eins musste Portugal dagegen einen Dämpfer hinnehmen. Gegen Albanien gab es nur ein 0:0. Auch die Türkei kam in Gruppe 2 in Estland nicht über ein torloses Unentschieden hinaus.

mti/sid



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