WM-Qualifikation Shaqiri vergibt Schweizer Sieg

Auf Zypern ist die Schweiz nur zu einem torlosen Remis gekommen - vor allem weil Bayern-Profi Xherdan Shaqiri beste Torchancen ausließ. Dennoch haben die Eidgenossen weiter beste Chancen, sich für die WM 2014 zu qualifizieren.

Schweizer Shaqiri (r.): Nur 0:0 gegen Zypern
AFP

Schweizer Shaqiri (r.): Nur 0:0 gegen Zypern


Hamburg - Die Schweiz hat bei Außenseiter Zypern nur unentschieden gespielt - ist in der WM-Qualifikationsgruppe E aber weiterhin Tabellenführer. Das Team von Ottmar Hitzfeld spielte auf Zypern 0:0. Der ehemalige Bundesliga-Trainer konnte die Schweiz wegen einer Sperre nicht von der Bank aus betreuen.

Vor allem der Münchner Xherdan Shaqiri ließ mehrere gute Chancen ungenutzt. Erst verfehlte er völlig freistehend das Tor (15. Minute), dann traf er in bester Position den Ball nicht (28.). Der eingewechselte Hoffenheimer Eren Derdiyok schoss am leeren Tor vorbei (79.). Glück hatten die Schweizer bei einem Pfostenschuss von Konstantinos Makrides (32.).

"Klar ärgert es, wenn man auf Zypern 0:0 spielt. Wir waren hierhergekommen, um zu gewinnen. Wenn man das Spiel anschaut, hatten wir es über 90 Minuten in unseren Händen", sagte Shaqiri. Neben dem Bayern-Profi standen auch die Bundesliga-Spieler Ricardo Rodriguez (VfL Wolfsburg) und Johan Djourou (Hannover 96) in der Startelf. Gladbachs Granit Xhaka und Derdiyok wurden in der zweiten Halbzeit eingewechselt.

In der Tabelle der Gruppe E liegt die Schweiz mit 11 Punkten weiter vorn. Albanien (9) ist Zweiter vor den punktgleichen Isländern. Zypern (4) ist Fünfter. "Wir wussten, dass es ein unbequemer Gegner ist. Aber dennoch: Wir sind immer noch auf dem besten Weg nach Brasilien. Das Resultat ist kein Weltuntergang", so Shaqiri.

Die schwere Finanzkrise und der drohende Staatsbankrott hatten auch auf den zyprischen Fußball Auswirkungen. Ins knapp 22.000 Zuschauer fassenden GSP-Stadion waren nur etwa 3000 Anhänger gekommen.

Zypern-Schweiz 0:0 (0:0)
Zypern: Georgallidis - Theofilou, Dossa Junior, Charalambous, Solomou (54. Efrem) - Makridis, Dobrasinovic, Charalambidis (74. N. Alexandrou), Laban - Nicolaou, Christofi (90. Sotiriou)
Schweiz: Sommer - Lichtsteiner, von Bergen, Djourou (51. Senderos), Rodriguez - Shaqiri, Inler, Emeghara (46. Xhaka), Behrami (76. Derdiyok) - Stocker, Seferovic
Schiedsrichter: Gräfe (Deutschland)
Zuschauer: 3000
Gelbe Karten: Solomou, Theofilou - von Bergen, Seferovic, Senderos

leh/dpa/sid

insgesamt 2 Beiträge
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Stelzi 23.03.2013
1. Dummsülz
Habe das Spiel gesehen, Shaqiri wurde in der 15. in den Rücken angespielt, musste sich erst wieder zum Ball orientieren und traf ihn auch - aber nicht das Tor. Die wirklichen 100%igen Chancen vergaben dann aber andere in der Folge, wie z.b. Valentin Stocker der alleine auf den Torhüter zulief und dann jämmerlich schlecht weil unereichbar abspielte... Auf Shaqiri hackt ihr wohl nur deshalb rum weil er bei den Bayern spielt.
Reto B. 25.03.2013
2.
Zitat von StelziHabe das Spiel gesehen, Shaqiri wurde in der 15. in den Rücken angespielt, musste sich erst wieder zum Ball orientieren und traf ihn auch - aber nicht das Tor. Die wirklichen 100%igen Chancen vergaben dann aber andere in der Folge, wie z.b. Valentin Stocker der alleine auf den Torhüter zulief und dann jämmerlich schlecht weil unereichbar abspielte... Auf Shaqiri hackt ihr wohl nur deshalb rum weil er bei den Bayern spielt.
Also ich hab einen Zuckerpass gesehen, den Shaqiri nur noch reinschieben brauchen hätte. Wie er den 3 Meter vor dem leeren Tor am Kasten vorbeischieben konnte ist mir echt noch ein Rätsel. Aber ja, Stocker hatte circa 150% Chancen, Emeghara und Derdiyok je eine halbe und Shaqiri insgesamt etwa 200%. Wenigstens stimmte das Sprichwort, wer sie nicht macht, kriegt sie nicht und der SChlenzer von Zypern landete am Pfosten. War mies gespielt, Bayern hin oder her, als 14 der Weltrangliste muss man einen etwa 130ten schlagen, wenn man nach Brasilien will.
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