WM-Splitter Südafrikanische Elite-Einheiten sichern Deutschlandspiel


Südafrikanische Elite-Einheiten sichern Deutschlandspiel

[26. Juni, 12.37 Uhr] WM-Gastgeber Südafrika wird den WM-Klassiker Deutschland gegen England am Sonntagabend in Bloemfontein mit Elite-Einheiten absichern. Polizeisprecherin Sally de Beer erklärte nach Medienberichten vom Samstag, es sei zudem eine umfangreiche Ausrüstung für die Sicherheitskräfte an den Spielort gebracht worden. Das Achtelfinal-Duell, bei dem auch der deutsche Innenminister Thomas de Maiziére (CDU) im Stadion sitzen wird, ist von den den WM-Gastgebern zum Risikospiel erklärt worden. Neben einem Großaufgebot von Sicherheitskräften wird das Spiel von deutschen und englischen Polizisten in Zivil und Uniform bewacht werden. Konkrete Drohungen gebe es für das Spiel aber nicht, betonte Polizeisprecherin de Beer.

dpa


Terrorverdächtige an Südafrikas Grenze festgenommen

[26. Juni, 11.10 Uhr] An der südafrikanischen Grenze sind zwei terrorverdächtige Pakistaner verhaftet worden. Mindestens einer von ihnen werde von Interpol im Zusammenhang mit terroristischen Aktivitäten gesucht, berichtete der südafrikanische Rundfunk am Samstag. Die beiden hatten demnach bereits am vergangenen Sonntag versucht, am Grenzübergang Beitbridge von Simbabwe aus nach Südafrika einzureisen.

dpa


Zwei Jahre Haft für Südafrikaner nach Überfall auf deutschen Fan

[25. Juni, 23.49 Uhr] Ein Südafrikaner ist nach einem Überfall auf einen deutschen Fan zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das gab die Polizei in Rustenburg am Freitag bekannt. Der 21-jährige Mothusi Phiri hatte nach dem Spiel zwischen Mexiko und Uruguay (0:1) am Dienstag dem 75 Jahre alten Deutschen eine Geldbörse und drei Bier gestohlen. "Er wurde noch am gleichen Abend zu 36 Monaten Haft verurteilt. Diese Strafe wurde nun auf zwei Jahre reduziert", sagte Polizeisprecher Lesego Metsi.

sid


Tierschützer entsetzt über Löwen-Burger

[23. Juni, 9.56 Uhr] Ein Restaurant im US-Bundesstaat Arizona hat mit einem ungewöhnlichen WM-Gericht einen Proteststurm ausgelöst: Nachdem das Il Vinaio in Mesa einen Burger mit Löwenfleisch auf die Speisekarte gesetzt hatte, bekam das Restaurant eine Bombendrohung und rund 250 Protest-Emails von Tierschützern. "Wir dachten, dass passend zur WM in Afrika unsere abenteuerlustigen Kunden daran interessiert wären", sagte Restaurant-Besitzer Cameron Selogie. Das Fleisch für die Burger stammt laut Selogie von einer Freiland-Farm in Illinois, die mit dem US-Landwirtschaftsministerium zusammenarbeitet. Der Burger soll 21 US-Dollar kosten und mit selbstgemachten Pommes Frites sowie geröstetem Mais serviert werden.

sid


Italienischer Minister vermutet Bestechung

[23. Juni, 9.17 Uhr] Der italienische Fußballverband hat entrüstet auf eine Äußerung des Reformministers Umberto Bossi reagiert. Der Chef der rechtspopulistischen Regierungspartei Lega Nord hatte vor dem entscheidenden WM-Vorrundenspiel am Donnerstag (16 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) gegen die Slowakei erklärt: "Ich bin sicher, sie werden das Match gegen die Slowakei kaufen. Im nächsten Jahr werden einige slowakische Fußballer in unseren Vereinen spielen." Bossi habe es diesmal übertrieben, hieß es in einer Stellungnahme des Fußballverbandes: "Seine Worte sind beleidigend."


Orga-Chef erwartet drei Millionen verkaufte Tickets

[22. Juni, 23 Uhr] Der Organisationschef der Fußball-WM in Südafrika, Danny Jordaan, hat seine Landsleute aufgefordert, auch nach dem Ausscheiden der "Bafana Bafana" weiterhin WM-Begeisterung zu zeigen. "Füllt die Straßen, füllt die Stadien... und macht diese zur besten WM überhaupt", heißt es in einer am Donnerstag in Johannesburg veröffentlichten Stellungnahme Jordaans.

Die Nationalmannschaft habe trotz ihres Scheitern "die Herzen und Köpfe der Südafrikaner und von Menschen in aller Welt gewonnen". Sie habe "mit Stolz, Leidenschaft, Können und Engagement gespielt". Die Spieler verließen nach dem Sieg gegen Frankreich "hoch erhobenen Hauptes" das Turnier. Sie seien "großartige Botschafter" Südafrikas gewesen.

Für den weiteren Verlauf der Meisterschaft erwartet Jordaan den zweithöchsten Zuschauerschnitt der WM-Geschichte, über drei Millionen verkaufte Tickets. Nach rund der Hälfte der Begegnungen liege Südafrika bereits bei 5000 Fans mehr als 2006 Deutschland. Dennoch gibt es große Lücken auf den Tribünen - verkaufte Tickets, die nicht abgeholt wurden. Dass sich das so bemerkbar mache, liege an den größeren Stadien in dem Land, so Jordaan.

dpa/sid


Verhandlung gegen englischen Kabinen-Eindringling vertagt

[21. Juni, 17.24 Uhr] Kabinen-Eindringling Pavlos Joseph muss weiter auf ein Urteil warten und verpasst das letzte Gruppenspiel der englischen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM in Südafrika. Das Gericht in Kapstadt vertagte am Montag die Verhandlung gegen den 32 Jahre alten Engländer, der am vergangen Freitag im Kapstadter WM- Stadion unerlaubt in die Umkleidekabine der "Three Lions" vorgedrungen war. Der Fall soll nun am Freitag vor dem Gericht verhandelt werden, teilte die Polizei mit.

dpa


Erschütterung rund um Soccer City

[20. Juni, 14.44 Uhr] Eine schwere Erschütterung hat am Sonntag bei der Fußball-WM in Südafrika das Soccer-City-Stadion von Johannesburg und die umliegenden Stadtteile aufgeschreckt. "Es gab aber keine Explosion. Das waren nur ganz normale Minen-Arbeiten", sagte Rich Mkhondo, Sprecher des WM-Organisationskomitees. Die Erschütterung erfolgte in der Mittagszeit und war auch am internationalen Fernseh-Zentrum IBC deutlich zu spüren. Dieses befindet sich etwa 400 Meter vom Stadion entfernt.

sid


Fifa prüft Bierflaschen-Würfe australischer Fans

[20. Juni, 13.21 Uhr] Das Spiel zwischen Ghana und Australien (1:1) in der Deutschland-Gruppe am Samstag könnte noch ein Nachspiel haben. Australische Fans haben offenbar bei der Begegnung mit Bierflaschen um sich geworfen. Ghanas Verband plant deshalb, bei der Fifa Protest einzureichen. "Hier geht es um Sicherheitsfragen. Flaschenwerfen geht gar nicht. Selbstverständlich müssen wir uns mit der Frage beschäftigen", kündigte Fifa-Mediendirektor Nicolas Maingot an. Ein offizieller Protest des Verbandes liege aber noch nicht vor.

sid


Fan auf der Suche nach WC in Englands Kabine gelandet

[20. Juni, 10.00 Uhr] Die englischen Prinzen William und Harry sowie Englands Superstar David Beckham haben die Sicherheitspanne nach dem Spiel der Engländer gegen Algerien in Kapstadt relativiert. Der Zuschauer, der in der Kabine der Engländer auftauchte, war offensichtlich nur auf der Suche nach einer Stadion-Toilette. "Plötzlich stand ich in der Umkleide und hatte David Beckham vor mir", sagte der Fan Pavlos Joseph der Zeitung "Sunday Mirror". Beckham sagte der britischen Rundfunkanstalt BBC zu dem Zwischenfall: "Der Fan ist einfach hereinspaziert, hat 'Hallo' gesagt und ist wieder gegangen - es gab keinen Streit, es gab keine Aggression", so Beckham. Prinz William, der die Kabine des Nationalteams mit seinem Bruder Harry kurz vor dem Erscheinen des Fans verlassen hatte, übernahm die Verantwortung. "Harry und ich haben die Tür offen gelassen. Deswegen ist es passiert. Es war unser Fehler."

Englands Mittelfeldspieler Joe Cole sei direkt neben ihm nackt aus der Dusche gekommen, dann habe Beckham den Eindringling bemerkt, berichtete der England-Fan. Der verletzte Beckham habe ihn gefragt: "Hey, wer bist Du denn?" Josephs Antwort: "Ich bin Pavlos, und ich muss auf Toilette." Dann habe er jedoch die Gelegenheit genutzt dem bislang enttäuschenden Team seine Meinung zu sagen. "David, wir haben viel Geld ausgegeben. Das ist eine Schande. Was tut Ihr dagegen?", habe er Beckham zugerufen. Kurz darauf führte ihn ein Offizieller des Weltverbandes Fifa aus der Kabine.

Obwohl sich der Zwischenfall als harmlos herausstellte, wurde Joseph am Sonntag wegen des Verdachts auf Hausfriedensbruch festgenommen. "Die Anzeige bezieht sich auf das unerlaubte Betreten der englischen Kabine nach dem WM-Spiel zwischen England und Algerien am Freitag", hieß es in einem Statement der Polizei. Inzwischen ist Joseph gegen eine Kaution von 500 Rand (etwa 50 Euro) wieder freigekommen.

dpa/sid



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