WM-Vorbereitung Zidane sorgt für Kummer

Eine Verletzung von Zinedine Zidane hat die WM-Generalprobe von Frankreich überschattet. Beim 3:2-Sieg des Titelverteidigers gegen Mitgastgeber Südkorea musste Zidane in der 38. Minute ausgewechselt werden.


Zinedine Zidane
AFP

Zinedine Zidane

Suwon - Fünf Tage vor dem Eröffnungsspiel gegen Senegal haben sich die Sorgen im französischen Lager erhöht. Im Testspiel gegen Südkorea am Sonntag musste Zinedine Zidane in der ersten Halbzeit wegen eines Stechens im linken Oberschenkel ausgewechselt werden. Ob die Muskelblessur seinen Einsatz am Freitag gefährdet, blieb zunächst offen.

"Wir müssen die genaue Diagnose abwarten", sagte Trainer Roger Lemerre, zeigte sich am Sonntag jedoch besorgt. Es gebe die Befürchtung, dass einige kleine Fasern gerissen seien, erklärte Lemerre: "Wenn es sich um einen Muskel handelt, wird man immer unruhig, weil man nicht weiß, wie lange es dauert." Bixente Lizarazu von Rekordmeister Bayern München sprach dagegen unmittelbar nach der Partie von einer Verhärtung, die sich Zidane bei einem Sprint zugezogen habe. "Aber ich bin kein Doktor. Wir hoffen alle, dass es keine allzu schlimme Muskelverletzung ist", sagte Lizarazu.

Südkoreaner führten zur Halbzeit


Acht Tage nach der 1:2-Heimniederlage gegen Belgien schoss Abwehrchef Frank Leboeuf am Sonntag in Suwon eine Minute vor dem Abpfiff den Siegtreffer. Torjäger David Trezeguet (15.) hatte den Favoriten mit einer artistischen Direktabnahme zunächst in Führung gebracht. Ji-Sung Park (25.) und Ki-Hyeon Seol (40.) vom belgischen Rekordmeister RSC Anderlecht sorgten bis zum Pausenpfiff für die verdiente Wende zu Gunsten der Gastgeber. Der eingewechselte Christophe Dugarry (53.) traf per Kopf zum 2:2-Ausgleich, bevor der aufgerückte Leboeuf den Erfolg sicherstellte.

Trainer Lemerre hatte in Suwon seine mögliche Startelf für die WM aufgeboten. Dazu zählten Lizarazu und ein wenig überraschend auch der ehemalige Lauterer Youri Djorkaeff, inzwischen bei den Bolton Wanderers in der englischen Premier League unter Vertrag. Gegen die äußerst engagiert auftretenden Gastgeber, die England zuletzt ein 1:1 abgetrotzt hatten, offenbarten die Franzosen die in der Heimat immer wieder diskutierten Schwächen in der Innenverteidigung.



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