Wolfsburg - Hertha 3-1 Berliner Siegesserie gestoppt

In der Bundesliga eilt Hertha BSC Berlin von Sieg zu Sieg. Im DFB-Pokal hingegen ist schon in der zweiten Runde Endstation.


Wolfsburg - Der VfL Wolfsburg hat Bundesliga-Höhenflieger Hertha BSC Berlin auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Die Niedersachsen besiegten den Tabellenführer 3:1 (2:1) und sorgten für die erste Niederlage der Mannschaft von Trainer Jürgen Röber nach fünf Pflichtspiel-Siegen in Folge. Durch Tore von Jonathan Akpoborie (9.), Brian O'Neil (30.) und Krzysztof Nowak (87.) blieb Wolfsburg im sechsten Spiel in Serie ungeschlagen. Für den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich hatte Stefan Beinlich (20.) gesorgt.

Vor nur 8.429 Zuschauern im VfL-Stadion entwickelte sich in der Anfangsphase ein offener Schlagabtausch, bei dem die Gastgeber den glücklicheren Start erwischten. Bereits nach neun Minuten sorgte Akpoborie für die Wolfsburger Führung. Nachdem O'Neil eine Ecke von Dietmar Kühbauer zunächst nicht verwertete, drückte der nigerianische Torjäger den Ball über die Linie. Nur fünf Minuten später hätte Charles Akonnor beinahe auf 2:0 erhöht, doch Hertha-Keeper Gabor Kiraly konnte den Schuss aus 25 Metern gerade noch um den Pfosten lenken.

Zuvor hatte es Beinlich verpasst, den Platzherren den Auftakt zu vermiesen. Nach nur 70 Sekunden scheiterte der Nationalspieler freistehend mit einem Schuss von der Strafraumgrenze am gut postierten VfL-Schlussmann Claus Reitmaier. Besser machte es der Berliner Kapitän in der 20. Minute, als er eine weite Flanke von Rene Tretschok per Flugkopfball zum Ausgleich ins Netz setzte. Die Freude der Gäste währte jedoch nicht lange. Nach einer Kopfball-Vorlage von Marcel Maltritz erzielte O'Neil aus kurzer Distanz das 2:1 für den VfL.

Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie. Der für den verletzten Akpoborie (Gehirnerschütterung) eingewechselte Jürgen Rische hatte mit einem Heber aus 15 Metern die bis dahin beste Chance (59.) nach der Pause, verzog jedoch knapp. Besser machte es Nowak mit seinem Kopfballtor sieben Minuten vor dem Ende, der die Entscheidung zu Gunsten des VfL bedeutete.



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