Dortmunds Ausnahmetalent Youssoufa Moukoko Der 16-Jährige, auf den der deutsche Fußball wartet

Schon als Zwölfjähriger wurde er als kommender Superstar gehypt. Seit heute ist Youssoufa Moukoko 16 und darf in der Bundesliga spielen – wegen einer eigens für ihn geänderten Regel. Ist er bereit dafür?
Youssoufa Moukoko: »Er hat die innere Haltung, immer besser werden zu wollen«

Youssoufa Moukoko: »Er hat die innere Haltung, immer besser werden zu wollen«

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Revierfoto / imago images/Revierfoto

Das 0:6 der Nationalmannschaft gegen Spanien war gerade eine Stunde alt, da ging es in der übertragenden ARD nicht mehr um die Gegenwart des deutschen Fußballs, die verdächtig danach aussieht, als sei sie zugleich schon seine Vergangenheit. Es ging um die Zukunft. Um Youssoufa Moukoko.

Moukoko ist Nachwuchsstürmer von Borussia Dortmund. Noch hat er kein Bundesligaspiel absolviert. Trotzdem sagte Bundestrainer Joachim Löw bereits vor Wochen über ihn, er sei ein Talent, wie es einem im Fußball nicht oft begegne.

Wann wurde Löw mal nach einem 15-Jährigen gefragt?

Wohl nie gab es in Deutschland einen Nachwuchskicker, um den in diesem Alter ein größerer Hype entstanden ist. Auf Antrag des BVB gestattet die Deutsche Fußball-Liga seit einigen Monaten Spielern, schon ab 16 Jahren Bundesliga zu spielen. Seit diesem Freitag ist Moukoko 16, gegen Hertha BSC könnte er am Samstag sein Profidebüt feiern. Er wäre dann der mit Abstand jüngste Bundesligaspieler der Geschichte.

Ist Moukoko ein Talent wie es der deutsche Fußball noch nicht erlebt hat? Ein kommender Weltstar?

Kaum jemand beim BVB kennt Moukoko besser als Nachwuchskoordinator Lars Ricken. Er lobt Moukokos Abschluss, dass er beidfüßig ist, sein Gespür dafür, Freiräume aufzutun. Und er könne noch viel besser werden. Es mache »selbstverständlich einen Unterschied, wenn er mit Erling Haaland kombiniert und Pässe von Jadon Sancho oder Marco Reus bekommt«, sagt Ricken dem SPIEGEL. »Das können wir im Nachwuchs nicht simulieren. Davon wird Youssoufa profitieren.«

Wer Moukoko in der BVB-Jugend spielen gesehen hat, vergisst ihn so schnell nicht wieder. Wenn der 1,79 Meter große Mittelstürmer losdribbelt, wirkt es, als hätte er nicht zwei Beine, auf die der Gegenspieler achten muss, sondern vier. Mit vielen kurzen Kontakten treibt er den Ball vorwärts, ändert ständig die Richtung.

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