Zidane-Rücktritt Nie mehr les Bleus

Nicht unerwartet hat Zinedane Zidane seinen Rücktritt aus der französischen Nationalmannschaft verkündet. Der 32-Jährige Mittelfeldstratege will künftig nur noch für seinen Club Real Madrid spielen. Mit Frankreich wurde Zidane 1998 Welt- und im Jahre 2000 Europameister.


Bitteres Ende einer großen Karriere: Das 0:1 im EM-Viertelfinale gegen Griechenland war des letzte Spiel Zidanes im Nationalteam
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Bitteres Ende einer großen Karriere: Das 0:1 im EM-Viertelfinale gegen Griechenland war des letzte Spiel Zidanes im Nationalteam

Paris - Zidane teilte seinen Entschluss am Donnerstag auf seiner Homepage mit. Zuvor hatte der Welt- und Europameister den neuen Nationaltrainer Raymond Domenech davon unterrichtet, dass künftig nur noch für seinen Arbeitgeber Real Madrid antreten will. Bei Real steht Zidane noch bis 2007 unter Vertrag.

Bei der EM in Portugal war Zidane mit den Bleus, wie die französische Nationalmannschaft von den Fans genannt wird, im Viertelfinale am späteren Europameister Griechenland (0:1) gescheitert.

Für Frankreich absolvierte der in Marseille als Sohn einer algerischen Einwanderfamilie aufgewachsene Zidane 93 Spiele und erzielte dabei 26 Tore. "Ich denke, dies ist der richtige Moment. Ich habe lange über diese Entscheidung nachgedacht. In 2000 und 2002 sind viele große Spieler zurückgetreten. Nun bin ich dran", begründete Zidane seine Entscheidung. Vor Zidane hatten schon Marcel Desailly (35 Jahre/116 Länderspiele), Lilian Thuram (32/103) und Bixente Lizarazu (34/97) ihren Rücktritt aus dem französischen Nationalteam erklärt.

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Zidane-Rücktritt: Adieu, les Bleus!

"Ich bedaure den Schritt. Ich hätte ihn gern zum Weitermachen bewegt, aber er war der Ansicht, dass er seinen Platz für Jüngere räumen muss", erklärte Domenech. Der neue französische Nationalcoach berief für das Testspiel am Mittwoch gegen Bosnien-Herzegowina gleich sechs Neulinge in sein Aufgebot. In der WM-Qualifikation startet Frankreich am 4. September gegen Israel. Weitere Kontrahenten sind Irland, Schweiz, Zypern und die Färöer-Inseln.



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