Zurückkehrende Fußballer Alte Liebe rostet nicht immer

Mario Götze spielt wieder für seinen Ausbildungsverein Borussia Dortmund. Eine Rückkehr zum alten Verein hat es im Fußball schon oft gegeben - mal sehr erfolgreich, mal weniger.

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Wie auch immer das erste Spiel von Mario Götze nach seiner Rückkehr zum BVB laufen wird, schlimmer als Michael Ballacks Comeback in Leverkusen kann es wohl nicht werden. Beim Stand von 3:0 für sein altes und neues Team Bayer wurde er 2011 in der ersten Pokalrunde gegen Dynamo Dresden in der 63. Minute für Simon Rolfes eingewechselt. Sieben Minuten später stand es nur noch 3:2, nach 117 Minuten erzielte Dresden den Siegtreffer, Leverkusen war ausgeschieden.

Das Comeback von Götze in Dortmund ist eine der spektakulärsten Rückholaktionen der Bundesliga-Geschichte. Dabei ist es gar nicht so selten, dass Spieler zu ihren ehemaligen Klubs oder Ausbildungsvereinen zurückkehren - und vor allem nicht beim BVB.

Deutlich besser als das erste Spiel von Ballack liefen die Comebacks von Marco Reus gegen Werder Bremen (2012) und Shinji Kagawa gegen den SC Freiburg (2014). Beide trafen in ihrem jeweils ersten Bundesligaspiel nach der Rückkehr zum BVB. Weniger Glück hatte Nuri Sahin, der nach seinen Auslandsaufenthalten in Liverpool und Madrid eine längere Eingewöhnungsphase brauchte und nie wirklich zu seinem konstant hohen Niveau zurückfand.

Aber selbst, wenn ein guter Start gelingt, ist das keine Garantie für ein erfolgreiches zweites Kapitel beim selben Klub. Das zeigt einerseits Kagawa, der trotz seines Tors zum Einstand lange Zeit Probleme hatte, das zeigt andererseits aber auch der Fall von Rafael Van der Vaart: Nach fünf Torbeteiligungen in den ersten vier Bundesligaspielen folgte anschließend viel Mittelmaß. Oft wurde der Niederländer zum Sündenbock, in seiner zweiten HSV-Phase endeten zwei von drei Jahren mit der Relegation.

Und international musste auch Cesc Fàbregas in Barcelona feststellen, dass ein perfekter Start nicht gleichbeutend mit einer langfristig erfolgreichen Rückkehr ist. Klicken Sie sich durch die Auswahl der zurückgekehrten Fußballer.



insgesamt 23 Beiträge
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Kezman9 21.07.2016
1. Echte Liebe?
Die Fans, die damals Götze's Mutter schwer beleidigt, empfangen ihn wieder mit offenen Armen? Der BVB ist durch und durch ein Fake...da kann sogar die NASA-Mondlandung nicht mithalten. Götze hätte ich gern auf der Insel gesehen, am besten beim Klopp!
ralf.grimminger 21.07.2016
2. aber live im ZDF
aber der absehbar langweilige und unwichtige Kick ohne Stars wurde zur besten Sendezeit im ZDF übertragen. Das wird sicher getoppt durch die ausführlichen Berichte aus dem Bayern-Trainingslager in Katar. So sieht Gebühren finananziertes Fernsehen aus.
letitbe 21.07.2016
3. Zurück
Mario Götze zurück zum besten Zweiten aller Zeiten! Ich glaube beim BVB ist er der große Star und beim FCB war er halt nur einer unter vielen! Bin ja gespannt ob die Dortmunder Ultras genauso bescheuert sind wie die koan Neuer Deppen?
cksd2015 21.07.2016
4. freut mich!!
ich finde es super, dass Mario Götze zurück kommt - und ich bin mir sicher, dass er zu alter Stärke finden und eine wichtige Stütze der Mannschaft wird. Die Signalwirkung für andere Spieler ist nicht zu unterschätzen. Und ja: ich habe mich als BVB-Fan auch überall die Fans, die Götze beim Wechsel angefeindet haben, sehr geärgert - glaube aber, dass das nur eine (leider sehr lautstarke) Minderheit war und nicht die Mehrheit der Fans repräsentiert. An Nr. 1 möchte ich als gebürtiger Münchner nur an die "Koan Neuer"-Schilder erinnern. Die gleichen Fans hätten Neuer bei einem Sieg im "Finale dahoam" ein Jahr später nach seinen Elfmeter-Paraden und dem getroffenen Elfmeter auf den Schultern getragen. Da unterscheiden sich die Bayern-Fans nicht von den Fans des BVB und den meisten anderen Vereinen. Was ich im Übrigen auch sehr Schade finde...
cksd2015 21.07.2016
5. freut mich!!
ich finde es super, dass Mario Götze zurück kommt - und ich bin mir sicher, dass er zu alter Stärke finden und eine wichtige Stütze der Mannschaft wird. Die Signalwirkung für andere Spieler ist nicht zu unterschätzen. Und ja: ich habe mich als BVB-Fan auch überall die Fans, die Götze beim Wechsel angefeindet haben, sehr geärgert - glaube aber, dass das nur eine (leider sehr lautstarke) Minderheit war und nicht die Mehrheit der Fans repräsentiert. An Nr. 1 möchte ich als gebürtiger Münchner nur an die "Koan Neuer"-Schilder erinnern. Die gleichen Fans hätten Neuer bei einem Sieg im "Finale dahoam" ein Jahr später nach seinen Elfmeter-Paraden und dem getroffenen Elfmeter auf den Schultern getragen. Da unterscheiden sich die Bayern-Fans nicht von den Fans des BVB und den meisten anderen Vereinen. Was ich im Übrigen auch sehr Schade finde...
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