2. Fußball-Bundesliga Zwei Eigentore – Werder verspielt die Tabellenführung

Spannung im Aufstiegsrennen: Werder Bremen ist nicht mehr Tabellenführer in der zweiten Liga. Nach zwei Eigentoren verlor der Klub gegen Kiel. Neuer Spitzenreiter ist Schalke.
Werder-Profi Marco Friedl: Nicht mehr Spitzenreiter

Werder-Profi Marco Friedl: Nicht mehr Spitzenreiter

Foto: Carmen Jaspersen / dpa

Werder Bremen hat im Aufstiegsrennen der zweiten Liga einen Dämpfer hinnehmen müssen. Gegen Holstein Kiel verloren die Bremer überraschend 2:3 (2:1) und gaben dabei eine 2:0-Führung leichtfertig aus der Hand. Für Trainer Ole Werner war es erst die zweite Niederlage mit Werder überhaupt.

Vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Bremer Weserstadion hatten Niclas Füllkrug (2. Minute) und Marvin Ducksch mit einem verwandelten Handelfmeter (23.) Werder scheinbar sicher in Führung gebracht. Doch durch zwei Eigentore von Füllkrug (45.) und Anthony Jung (71.) kam Kiel wieder zurück.

Fünf Minuten vor dem Ende sorgte Julian Korb sogar für den Kieler Sieg – und damit für Entsetzen bei den Bremern, die die Tabellenführung wieder an den FC Schalke 04 abgeben mussten. Kiel sicherte mit dem Erfolg endgültig die Klasse.

Schalke 04 liegt dank Simon Terodde klar auf Ausstiegskurs. Die Mannschaft von Trainer Mike Büskens feierte beim SV Sandhausen nach zwei Treffern des Torjägers einen mühsamen 2:1 (0:0)-Erfolg. Terodde (71., 90.+1) sicherte mit seinen Saisontoren 26 und 27 den sechsten Sieg im siebten Spiel unter Büskens.

Dennis Diekmeier (83.) hatte zwischenzeitlich ausgeglichen. Sandhausen ist der Klassenerhalt trotz der ersten Pleite nach zuvor vier Spielen ohne Niederlage kaum noch zu nehmen. Alou Kuol sah wegen groben Foulspiels in der Nachspielzeit die Rote Karte (90.+5).

Die Aufstiegshoffnungen von FC St. Pauli schwinden hingegen. Die Mannschaft von Trainer Timo Schultz kam gegen den 1. FC Nürnberg nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und verpasste durch das fünfte Spiel in Folge ohne Sieg den Sprung auf den Relegationsplatz. Der drittplatzierte SV Darmstadt 98 kann sich mit einem Erfolg am Samstag gegen Erzgebirge Aue auf drei Punkte absetzen.

Daniel-Kofi Kyereh (74., Foulelfmeter) brachte St. Pauli in Führung, doch Taylan Duman (90.+2) schlug für Nürnberg in der Nachspielzeit zurück. Der 1. FCN hat nach lediglich einem Sieg aus den vergangenen sechs Begegnungen nur noch minimale Chancen auf den Aufstieg.

Fortuna Düsseldorf hat die letzten Zweifel am Klassenverbleib beseitigt. Der Klub gewann 3:1 (2:0) beim 1. FC Heidenheim und kann mit nun 41 Punkten auch theoretisch nicht mehr auf den Relegationsplatz 16 abrutschen.

Jakub Piotrowski (20. Minute), Felix Klaus (32.) und Christoph Klarer (56.) trafen zum ersten Auswärtssieg unter Trainer Daniel Thioune. Der 47-Jährige ist mit der Fortuna seit seinem Amtsantritt im Februar in elf Spielen noch ungeschlagen. Die Gastgeber, für die Maurice Malone zum zwischenzeitlichen 1:2 verkürzte (47.), kassierten die dritte Heimniederlage der Saison.

Hannover 96 hat den Klassenerhalt so gut wie sicher. Trotz der großen Unruhe um die geplante Verpflichtung des Wunschtrainers Stefan Leitl gewann der Klub 2:0 (1:0) gegen den Karlsruher SC. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt jetzt neun Punkte. Absteigen können die Niedersachsen nur noch, wenn sie ihre beiden letzten Spiele gegen den Hamburger SV und FC Ingolstadt verlieren und der Tabellen-16. Dynamo Dresden noch dreimal gewinnt.

Vor 13.700 Zuschauern erzielte Hendrik Weydandt in der 25. Minute per Kopf das 1:0. Maximilian Beier hätte schon kurz darauf auf 2:0 erhöhen können, als er allein auf den erstmals in der 2. Bundesliga eingesetzten KSC-Torwart Niklas Heeger zulief (27.). In der Nachspielzeit gelang dem 19-Jährigen doch noch der zweite Treffer (90.+3).

bka/dpa/sid
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