Zweite Liga 1860 jubelt spät, Sandhausen schockiert Nürnberg in Unterzahl

Chaostage bei 1860 München, aber jetzt den Befreiungsschlag in der Liga geschafft: Levent Aycicek hat den Löwen einen wichtigen Sieg gegen Dresden beschert. Nürnberg blamiert sich gegen Sandhausen.

Ivica Olic (r.) gegen Jannik Müller
DPA

Ivica Olic (r.) gegen Jannik Müller


1860 München - Dynamo Dresden 1:0 (0:0)

Trainerentlassung, Medienboykott und mehrere Verbalattacken von Investor Hasan Ismaik: Bei den "Löwen" herrschte in den vergangenen Wochen Chaos. Und sportlich war die Lage vor dem Dresden-Spiel prekär, dem Klub gelang nur ein Sieg aus den vergangenen zehn Zweitliga-Spielen.

Trotz der Misere sah die Anfangsphase der Münchner ordentlich aus. Levent Aycicek per Freistoß (2. Minute) und Ivica Olic (8.) aus kurzer Distanz sorgten ansatzweise für Gefahr, danach war es weitestgehend mau. Besser sah es bei Dresden aus: Akaki Gogia hatte eine gute Möglichkeit nach einem sehenswerten Konter, sein Schuss aus 18 Metern flog allerdings über das Tor (39.). Die besten Chancen des Spiels vergaben die Dynamo-Stürmer Stefan Kutschke (61.) und Pascal Testroet (84.) jeweils freistehend. Der Gast war dem Sieg näher, doch jubeln durften die Münchner: Aycicek sicherte den glücklichen Erfolg mit einem unplatzierten Fernschuss (89.). 1860 bleibt nach dem Sieg zwar 14., hat nun aber etwas Vorsprung auf die Abstiegsränge.

1. FC Nürnberg - SV Sandhausen 1:3 (0:1)

Beim 1:3 in Stuttgart am vergangenen Montag riss Nürnbergs Erfolgsserie von sieben ungeschlagenen Partien (fünf Siege, zwei Remis). Davon gab sich der FCN zunächst unbeeindruckt, spielte zügig nach vorne und hatte gute Chancen. In der 12. Minute verpasste Kevin Möhwald per Schuss aus spitzem Winkel und Sekunden später mit einem zu hohen Kopfball das 1:0.

Nürnberg drang auch danach auf den Führungstreffer, das erste Tor erzielte jedoch der Gegner. Im Anschluss an einen schnell gespielten Angriff gelang Andrew Wooten die Führung nach Vorarbeit von Moritz Kuhn (28.). Sandhausen brachte das Ergebnis zwar in die Pause, musste aber noch einen Rückschlag hinnehmen: In der 42. Minute kassierte Stefan Kulovits für ein taktisches Foul die Gelb-Rote Karte. Doch auch die Unterzahl war kein Problem, Philipp Klingmann sorgte mit einem abgefälschten Fernschuss für das 2:0 (55.). Den Sieg perfekt machte Daniel Lukasik (76.). Daran änderte sich auch nichts durch den Anschlusstreffer von Guido Burgstaller (82.).

Damit übernimmt der SVS den achten Platz (22 Punkte), Nürnberg hängt als Elfter weiter im Liga-Mittefeld fest (19 Punkte).

Am Freitagabend hatte Hannover 3:2 (1:1) im Top-Spiel gegen Heidenheim gewonnen. Den Spielbericht zu dieser und den weiteren Partien vom Vortag lesen Sie hier.

jan



insgesamt 2 Beiträge
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Stäffelesrutscher 03.12.2016
1. Regeln und Sprache des Sports
»Daran änderte sich auch nichts durch den Anschlusstreffer von Guido Burgstaller (82.).« Im Fachjargon ist ein »Anschlusstreffer« ein Treffer, mit dem ein Rückstand von zwei Toren auf ein Tor verkürzt wird, weil man bei einem weiteren Tor den Ausgleich erzielen würde. Eine Verkürzung von drei Toren auf zwei Tore Rückstand ist das nicht.
heinzi55555 03.12.2016
2. Hurra.......
jetzt steigt 1860 noch auf.....und dem Investor wird ein Denkmal gebaut, natürlich direkt am neuen Stadion
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