Zweite Liga Freiburg, St. Pauli und Osnabrück gewinnen nach Rückstand

Das Spiel gedreht: Der FC St. Pauli gewann dank eines Treffers in der Nachspielzeit gegen Koblenz. Freiburg schlug Aufsteiger Oberhausen und hat nun einen Punkt Rückstand auf Tabellenführer Mainz. Osnabrück gewann in Ahlen, Augsburg in Wehen. Duisburg und Kaiserslautern spielten remis.


Hamburg - Der FC St. Pauli hat im Kampf um den Anschluss an die Aufstiegsränge der Zweiten Liga einen wichtigen Heimsieg erkämpft. Die Hamburger feierten nach einem fulminanten Schlussspurt einen 3:2 (1:1)-Erfolg gegen den TuS Koblenz. Die Gäste sahen sich schon auf der Siegerstraße, bevor Morike Sako (84.) der Ausgleich und Marcel Eger (90.+1) der Siegtreffer für die Hamburger gelang.

Koblenzer Vata (l.): Tor zu wenig gegen St. Pauli
DPA

Koblenzer Vata (l.): Tor zu wenig gegen St. Pauli

Alexander Ludwig hatte St. Pauli vor 22.000 Zuschauern im Millerntorstadion 1:0 in Führung (10.) gebracht. Fatmir Vata glich für die TuS mit seinem ersten Pflichtspieltor seit gut acht Monaten noch vor der Pause aus (39.). Das 2:1 für die Gäste besorgte Matej Mavric per Foulelfmeter (71.).

Der SC Freiburg steht dank einer starken zweiten Halbzeit wieder auf einem Aufstiegsplatz. Die Breisgauer verwandelten einen 0:1-Rückstand in einen verdienten 2:1 (0:1)-Erfolg gegen Aufsteiger Rot-Weiß Oberhausen. Für das Team von Trainer Robin Dutt, dass mit 30 Punkten nur noch einen Zähler hinter Spitzenreiter Mainz 05 liegt, trafen Julian Schuster (56.) und Ömer Toprak (77.). Die Oberhausener verpassten dagegen vor 11.000 Zuschauern trotz der frühen Führung durch Abwehrspieler Thomas Schlieter (11.) den sechsten Saisonsieg.

Der 1. FC Kaiserslautern hat den Abstand auf Tabellenführer Mainz nur unwesentlich verkürzt. Die Mannschaft von Trainer Milan Sasic kam beim MSV Duisburg nicht über ein 0:0 hinaus und liegt jetzt drei Punkte hinter Mainz, das am Freitag 0:1 gegen die SpVgg Greuther Fürth verloren hatte. Duisburgs Trainer Peter Neururer wartet nach seinem zweiten Heimspiel weiter auf den ersten Erfolg in der MSV-Arena. Immerhin kassierte Duisburg auch in der dritten Partie unter dem neuen Coach kein Gegentor. 17.135 Zuschauer sahen eine enttäuschende erste Spielhälfte auf spielerisch schwachem Niveau und ohne eine einzige echte Torchance. Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste besser ins Spiel, versäumten es aber, die zahlreichen Fehler der Hausherren im Spielaufbau zu gefährlichen Gegenstößen zu nutzen.

Der VfL Osnabrück stoppte seine Serie von zuletzt sieben Spielen ohne Sieg und gewann bei Aufsteiger Rot-Weiß Ahlen 2:1 (0:1). Durch Tore von Nico Frommer (55.) und Marvin Braun (80.) drehten die Niedersachsen die Partie, obwohl sie schon früh 0:1 durch einen Treffer von Lars Toborg (18.) zurückgelegen hatten. Ahlen verlor den Anschluss an die Tabellenspitze.

Vor 7538 Zuschauern kam die Partie in der ersten Halbzeit nicht in Schwung. Die einzige echte Chance nutzte Rot-Weiß-Stürmer Toborg mit seinem elften Saisontor nach Vorarbeit von Marco Reus. Am schwachen Spiel änderte das bis zur Pause nichts. Nach Frommers Treffer wurde es ein Duell auf Augenhöhe, in dem Ahlens Nils Döring mit Verdacht auf Wadenbeinbruch ausgewechselt und ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Im Kampf um den Klassenerhalt mussten die Remis-Könige des SV Wehen Wiesbaden einen bitteren Rückschlag hinnehmen. Dagegen hält der Siegeszug des FC Augsburg weiter an. Wehen verlor 1:2 (0:0) und bleibt auf einem Abstiegsrang. Uwe Möhrle (46.) und Michael Thurk (50., Foulelfmeter) besiegelten den vierten Sieg der Augsburger in Folge. Das Anschlusstor für die Gastgeber gelang Dominik Stroh-Engel in der 83. Minute. Wehens Madi Panandetiguiri sah wegen groben Foulspiels an Thurk die Gelb-Rote Karte (65.). Die 7098 Zuschauer in Wiesbaden sahen eine schwache Partie. Beide Teams fanden erst Mitte der ersten Halbzeit besser ins Spiel. In der zweiten Hälfte machte Wehens Torwart Alexander Walke keine gute Figur, als er gegen den einköpfenden Möhrle zu spät kam. Nur vier Minuten später sorgte Thurk per Strafstoß für die Entscheidung. Marko Kopilas hatte den Ungarn Sandor Torghelle zu Fall gebracht.

ulz/sid/dpa



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