2. Fußball-Bundesliga HSV nutzt Heidenheimer Patzer, St. Pauli mit Befreiungsschlag im Abstiegskampf

Der Hamburger SV hat in einer intensiven Partie in Rostock seine Aufstiegsambitionen untermauert. Punkte gegen den Gang in die dritte Liga sammelte der FC St. Pauli, Magdeburg und Karlsruhe trennten sich spät remis.
Ludovit Reis jubelt über sein 1:0

Ludovit Reis jubelt über sein 1:0

Foto: Boris Streubel / Getty Images

Mit Siegen für den Hamburger SV (2:0 in Rostock) und den FC St. Pauli (2:0 gegen Hannover 96) und einem Remis zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem Karlsruher SC (1:1) ist der 19. Spieltag in der 2. Fußball-Bundesliga zu Ende gegangen. Bereits am Freitag hatte Spitzenreiter Darmstadt 98 4:0 (2:0) beim SV Sandhausen gewonnen, der Dritte Heidenheim hingegen unterlag überraschend 0:2 (0:0) bei Eintracht Braunschweig.

Das Spiel in Rostock bot eine große Chance für den HSV: Nach der Heidenheimer Niederlage konnten die Hamburger als Zweiter vier Punkte zwischen sich und den Tabellendritten legen. Im Blickpunkt stand dabei der Ex-Hamburger Rick van Drongelen, der im Herbst 2022 nach Rostock gewechselt war. Und der Niederländer war auch entscheidend beteiligt am 1:0 des HSV: Bei Klärungsversuchen im eigenen Strafraum schossen sich mehrere Rostocker gegenseitig an, bis der Ball vor den Füßen von Ludovit Reis landete, der aus wenigen Metern traf (40. Minute).

In einer immer hektischer werdenden Partie hielt Hansa-Torhüter Markus Kolke sein Team bei einer Dreifachchance des HSV im Spiel (52.). Rostocks Damian Roßbach sah in der 81. Minute Gelb-Rot, der HSV ließ zahlreiche Gelegenheiten liegen. Erst in der Nachspielzeit machte Winterzugang András Németh alles klar (90.+4). Am kommenden Spieltag kommt es zum Spitzenduell – Heidenheim (36 Punkte) empfängt den HSV (40 Punkte).

Der FC St. Pauli hat einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf gelandet. Dabei begannen die Gäste aus Hannover offensiv forsch, mussten aber nach einer unglücklichen Aktion von Torhüter Ron-Robert Zieler das 0:1 hinnehmen. Der ehemalige Nationaltorhüter ließ einen Distanzschuss zur Seite abprallen, Lukas Daschner konnte problemlos sein viertes Saisontor erzielen (17.). Connor Metcalfe erhöhte mit einem herrlichen Schlenzer ins lange Eck auf 2:0 (29.).

Hannover schwächte sich nach rund einer Stunde selbst: Phil Neumann sah nach einem Foul an Oladapo Afolayan Gelb-Rot (61.). Der FC St. Pauli rückt durch den Erfolg auf Rang neun vor, hat im extrem spannenden Abstiegskampf aber weiterhin nur vier Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz.

Mehr Abstiegskampf geht nicht: Beim Duell des Letzten gegen den Vorletzten trafen zwei Teams mit einem Negativlauf aufeinander: Magdeburg hatte zuletzt in der Liga dreimal in Folge verloren, der KSC nur einen Punkt aus den vergangenen sieben Partien geholt. Den besseren Start erwischten die Gäste: Sebastian Jung traf bereits in der 3. Minute mit einem Flachschuss aus 18 Metern ins linke Eck.

Dem frühen Aufreger folgte über weite Strecken der Partie Langeweile, Chancen gab es kaum. Doch in der Nachspielzeit fiel doch noch der überraschende Ausgleich: Daniel Elfadli nutzte eine Unsicherheit der KSC-Abwehr zum Ausgleich (90.+5).

mfu
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