Zweite Liga VfB besiegt Braunschweig, Fürth schlägt Nürnberg

Ende der Erfolgsserie: Eintracht Braunschweig hat in Stuttgart die erste Saisonniederlage hinnehmen müssen. Fürth setzte sich in einem umkämpften Frankenderby gegen Nürnberg durch, Düsseldorf schlug Bochum.

Stuttgarts Simon Terodde (l.), Braunschweigs Gustav Valsvik
DPA

Stuttgarts Simon Terodde (l.), Braunschweigs Gustav Valsvik


VfB Stuttgart - Eintracht Braunschweig 2:0 (1:0)

Der VfB Stuttgart hat Tabellenführer Braunschweig die erste Saisonniederlage zugefügt. Unter der Regie von Interimstrainer Olaf Janßen schlug der VfB die bis dato noch punktverlustfreie Eintracht 2:0 (1:0). Toni Sunjic köpfte Stuttgart aus drei Metern unbedrängt in Führung. Zuvor hatte Jan Hochscheidt am kurzen Pfosten über einen Eckball von Alexandru Maxim getreten und so Braunschweigs vierten Gegentreffer der Saison ermöglicht (18. Minute).

Der BTSV kam nach dem Seitenwechsel engagierter aus der Kabine. Angreifer Onel Hernández verzog einen Schuss aus halblinker Position nur hauchdünn (48.). In der Folge verlegte sich der VfB zusehends aufs Kontern. Kurz nach seiner Einwechslung erhöhte Kevin Großkreutz auf 2:0. Flügelspieler Takuma Asano hatte den langjährigen Dortmunder bedient, der dann seinen Gegenspieler ins Leere laufen ließ und überlegt ins lange Eck abschloss (64.). Auf der Gegenseite rettete VfB-Keeper Mitch Langerak gleich zweimal gegen Domi Kumbela aus kurzer Distanz (81.). Damit wartet die Eintracht weiter auf einen Sieg in Stuttgart, zuletzt gelang dies 1966. Stuttgart verkürzt dank des Heimsiegs den Rückstand auf den Tabellenführer aus Braunschweig auf zwei Punkte und rückt zwischenzeitlich auf Platz zwei vor.

1. FC Nürnberg - SpVgg Greuther Fürth 1:2 (0:1)

Durch die 0:2 (0:1)-Heimniederlage gegen die SpVgg Greuther Fürth ist der 1. FC Nürnberg nun das Schlusslicht der zweiten Liga. Die Mannschaft von Alois Schwartz konnte auch im sechsten Spiel der laufenden Spielzeit nicht den ersten Saisonsieg einfahren und hat weiterhin nur zwei Punkte auf dem Konto.

Nürnberg agierte zu Beginn der Partie deutlich aggressiver und hatte mehr Spielanteile. Tim Matavz traf nach einer Ecke von Kevin Möhwald per Kopf nur die Latte (22.). In der Folge kam Fürth jedoch besser ins Spiel und erzielte kurz vor der Halbzeit den Führungstreffer: Niko Gießelmanns Schuss aus 20 Metern prallte vom Querbalken auf den Kopf von Sebastian Freis, der geistesgegenwärtig den freistehenden Serdar Dursun bediente. Der 24-Jährige drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Torlinie (40.). Fürth startete auch deutlich stärker in die zweite Halbzeit. Die Folge: Daniel Steiniger brachte das Auswärtsteam 2:0 in Führung - Laszlo Sepsi hatte unhaltbar abgefälscht (54.). In der Folge dominierte Nürnberg die Partie, allerdings fehlte es lange an Durchschlagskraft. Angreifer Guido Burgstaller gelang nur noch der Anschlusstreffer (90.+3).

Fortuna Düsseldorf - VfL Bochum 3:0 (2:0)

Fortuna Düsseldorf hat im Westderby gegen den VfL Bochum den zweiten Saisonsieg eingefahren. Das Team von Friedhelm Funkel setzte sich souverän 3:0 (2:0) durch. Der Gastgeber ging bereits nach drei Minuten in Führung: Lukas Schmitz setzte sich auf der linken Seite durch und passte in den Strafraum, Marcel Sobottka schob den Ball anschließend aus fünf Metern ins Tor. Nur kurze Zeit später erhöhte Düsseldorf durch Rouwen Hennings auf 2:0 (14.). Der Bochumer Abwehrspieler Felix Bastians hatte unfreiwillig für Hennings aufgelegt. Düsseldorf war auch im zweiten Durchgang die spielbestimmende Mannschaft. In der 68. Minute traf Axel Bellinghausen nach schöner Vorarbeit von Ihlas Bebou zum 3:0-Endstand.

SV Sandhausen - FC Heidenheim 0:0 (0:0)

Im Vergleich zum 2:0-Erfolg in Düsseldorf hatte Heidenheims Trainer Frank Schmidt gleich auf sechs Positionen gewechselt. Seiner Elf waren die personellen Änderungen anzumerken: In der ersten Halbzeit gelang es dem FCH kaum einmal, strukturiert vor dem gegnerischen Kasten aufzutauchen und Torgefahr zu entwickeln. Für die Gastgeber aus Sandhausen vergab Stürmer Lucas Höler per Kopf die vielversprechendste Gelegenheit, als er aus acht Metern neben das Tor zielte (15.). In der zweiten Hälfte setzte Heidenheims eingewechselter Kapitän Marc Schnatterer, der sein 113. Pflichtspiel in Folge absolvierte, einen Lupfer aus 18 Metern knapp über die Latte (51.). Nach 90 gespielten Minuten trennten sich beide Teams torlos, Heidenheim hält dennoch den Kontakt zur Spitzengruppe der zweiten Liga.

lst/mru



insgesamt 2 Beiträge
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ihatewolf 20.09.2016
1. 3 Punkte
Bitte etwas genauer recherchieren, der Rückstand von Stuttgart beträgt 3 Punkte auf die Eintracht.
RudolfSommer 20.09.2016
2. Weiter so VfB - Jetzt mit Hannes Wolf
Verdienter Sieg gegen BS. Janßen hat das Optimale in den 6 Tagen herausgeholt. Ich freue mich auf Herrn Wolf, man hört ja nur Gutes über diesen Mann. Luhukay wäre nach dem Aufstieg (so wie bei einigen seiner anderen Stationen) eh bald entlassen worden, weil er keine Mannschaft entwickeln kann und sturer ist als ein Bosnischer Esel. Mein Tipp für die 2. Liga am Saisonende: 1. Vfb (mehr als 70 Pkte), dann gibt es einen Kampf zwischen BS, H und einem oder zwei Überaschungsteams (N, BO?).
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