Zweite Liga Union dreht gegen KSC das Spiel

Drei Tore in Halbzeit zwei: Union Berlin hat im Keller-Duell der Zweiten Liga die Partie gegen den Karlsruher SC gedreht. Der Ausgleich fiel durch ein Eigentor der Gäste. Dass das Spiel überhaupt stattfinden konnte, hatte Union seinen Fans zu verdanken.

Union-Profis Ede (r.), Thomik: Heimsieg gegen den KSC
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Union-Profis Ede (r.), Thomik: Heimsieg gegen den KSC


Hamburg - Der 1. FC Union Berlin hat sich durch einen 3:1 (0:1)-Sieg gegen den Karlsruher SC auf Platz 13 der Zweiten Liga verbessert. Der KSC bleibt hingegen auf Relegationsrang 16. In der Schlussminute traf Chinedu Ede zur endgültigen Entscheidung für Union. Zuvor hatte Halil Savran in der 79. Minute seinen ersten Pflichtspiel-Treffer und die 2:1-Führung für die Berliner erzielt.

"Wir haben in der Halbzeit umgestellt, das war der Schlüssel zum Erfolg. Wir haben alles auf eine Karte gesetzt und sind dafür belohnt worden", freute sich Unions Trainer Uwe Neuhaus.

Der Ausgleich war durch ein Eigentor des Karlsruhers Ralf Müller (62.) gefallen. "Das Eigentor war der Knackpunkt, danach sind wir immer einen Schritt zu spät gekommen", sagte KSC-Trainer Uwe Rapolder nach dem Spiel.

Karlsruhe startete besser in die Partie und ging durch einen Kopfball-Treffer von Sebastian Langkamp (24.) nach Ecke von Alexander Iaschwili 1:0 in Führung. Vor etwa 12.000 Zuschauern hatten die Gäste schon durch einen Lattenkopfball von Macauley Chrisantus eine gute Chance gehabt (8.). Der KSC traf nun schon elf Mal in dieser Saison Latte oder Pfosten.

Die schwach spielenden Berliner kamen kaum gefährlich vor das Tor des Gegners. Dank einer Steigerung in der zweiten Halbzeit hatte Union den Sieg am Ende verdient.

Dass in Berlin nach heftigen Schneefällen der vergangenen Nacht überhaupt gespielt werden konnte, verdankte Union seinen Fans, die seit den frühen Morgenstunden mit Dauereinsätzen die dichte Schneedecke auf dem Rasen und den Tribünen beseitigt hatten.

luk/dpa



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Kurt Kurzweg 21.12.2010
1. Glückwunsch!
Zitat von sysopDrei Tore in Halbzeit zwei: Union Berlin hat im Keller-Duell der Zweiten Liga die Partie gegen den Karlsruher SC gedreht. Der Ausgleich fiel durch ein Eigentor der Gäste. Dass das Spiel überhaupt stattfinden konnte, hatte Union seinen Fans zu verdanken. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,735790,00.html
Na bitte - es geht doch noch! Die Eisernen wurden bislang meist "unter Wert" besiegt (oder haben sich wg. sauschlechter Chancenverwertung selbst besiegt). Weiter so! Und fröhliche Weihnachten!
otze7 21.12.2010
2. Fans schippen Schnee – wie rührend
Die anderen Profivereine scheinen ja ohne diesen kostenlosen Winterdienst auszukommen. Wenn ein Verein nicht mal die paar Kröten für die Schneebeseitigung übrig hat, sollten sich die Verantwortlichen doch mal ernsthaft die Sinnfrage stellen… Andererseits rekrutiert sich die Anhängerschaft dieses Vereins vornehmlich aus den bildungs- und somit auch arbeitsfernen Schichten der Ostbezirke. Dort ist freie Zeit oftmals das einzige Gut, das im Übermaß vorhanden ist. Daher ist diese Beschäftigungstherapie insbesondere in dieser kalten Jahreszeit auch durchaus begrüßenswert. Arbeit ist ja bekanntlich immer die beste Jacke.
Onkel_Tom 21.12.2010
3. nett
Zitat von otze7Die anderen Profivereine scheinen ja ohne diesen kostenlosen Winterdienst auszukommen. Wenn ein Verein nicht mal die paar Kröten für die Schneebeseitigung übrig hat, sollten sich die Verantwortlichen doch mal ernsthaft die Sinnfrage stellen… Andererseits rekrutiert sich die Anhängerschaft dieses Vereins vornehmlich aus den bildungs- und somit auch arbeitsfernen Schichten der Ostbezirke. Dort ist freie Zeit oftmals das einzige Gut, das im Übermaß vorhanden ist. Daher ist diese Beschäftigungstherapie insbesondere in dieser kalten Jahreszeit auch durchaus begrüßenswert. Arbeit ist ja bekanntlich immer die beste Jacke.
Nicht schlecht: selbst an einer Fan-Kultur wie der von Union gibt es für manche Zeitgenossen noch etwas auszusetzen. So etwas wäre bei Hertha wohl eher schwer vorstellbar nicht wahr? Fragt sich nur, gegen wen das hier eigentlich wirklich spricht?! Und was die Anhängerschaft von Union angeht, sollten Sie sich evtl. auch nochmal etwas besser informieren. "arbeitsferne Schichten der Ostbezirke"... Schubladendenken und Ressentiments gepaart mit der Überheblichkeit eines Schreibers, der sich offensichtlich für etwas Besseres hält?! Nur eine Frage ;-).
otze7 21.12.2010
4. meine Antwort
Ich weiß ja nicht, was eine feindselige, angetrunkene und grölende Masse mit Fankultur zu tun haben soll. Hier wird offensichtlich Loyalität mit Gewaltbereitschaft verwechselt, was mit der sozialen Struktur zusammenhängt. Dass diese "Fans" aus dem Ostteil kommen, können Sie ja nun wirklich nicht ernsthaft bestreiten wollen. Sie müssen leider damit leben, dass ich diese "Fans" als das bezeichne, was sie wirklich sind. Den von Ihnen gewählten Begriff "Ressentiment" halte ich in diesem Zusammenhang für deplaziert. Menschen mit Ressentiments finden sie zuhauf in den "Glatzenhochburgen" Berlins. Diese sind im Ostteil der Stadt. Oder wollen Sie das abstreiten? Und zu welchem Verein gehen die? Bingo!
petrol 22.12.2010
5. Expertisen Otze 7
Zitat von otze7Ich weiß ja nicht, was eine feindselige, angetrunkene und grölende Masse mit Fankultur zu tun haben soll. Hier wird offensichtlich Loyalität mit Gewaltbereitschaft verwechselt, was mit der sozialen Struktur zusammenhängt. Dass diese "Fans" aus dem Ostteil kommen, können Sie ja nun wirklich nicht ernsthaft bestreiten wollen. Sie müssen leider damit leben, dass ich diese "Fans" als das bezeichne, was sie wirklich sind. Den von Ihnen gewählten Begriff "Ressentiment" halte ich in diesem Zusammenhang für deplaziert. Menschen mit Ressentiments finden sie zuhauf in den "Glatzenhochburgen" Berlins. Diese sind im Ostteil der Stadt. Oder wollen Sie das abstreiten? Und zu welchem Verein gehen die? Bingo!
... zu Hertha; RICHTIG!
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