Zweitliga-Vorletzter KSC trennt sich von Trainer Scharinger

Der Karlsruher SC hat nach elf Spielen ohne Sieg die Reißleine gezogen und Trainer Rainer Scharinger gefeuert. Zuletzt gab es ein 1:5-Debakel gegen Dresden. Über die Nachfolge ist noch nicht entschieden.

Trainer Scharinger: Muss seinen Posten räumen
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Trainer Scharinger: Muss seinen Posten räumen


Hamburg - In der 2. Bundesliga kommt das Trainerkarussell in Fahrt: Wenige Tage nach dem Rauswurf von Duisburgs Trainer Milan Sasic muss sich jetzt auch der Trainer des Karlsruher SC, Rainer Scharinger, einen neuen Job suchen. Die Verantwortlichen vom Karlsruher SC zogen die Konsequenz aus elf sieglosen Pflichtspielen in Folge und einigten sich auf eine Vertragsaufhebung. "Diese Trennung ist einvernehmlich getroffen worden", sagte Sportdirektor Oliver Kreuzer.

"Das tut weh, es war eine sehr schwierige Entscheidung. Deshalb haben wir auch erst einmal eine Nacht darüber geschlafen", sagte KSC-Boss Wellenreuther, der sich aber nach nur neun Punkten aus bislang 13 Spielen und dem Absturz auf einen Abstiegsplatz zum Handeln gezwungen sah: "So konnte es nicht weitergehen. Wir fragen uns immer noch, wo dieser Leistungseinbruch herkam. Jetzt brauchen wir einen Trainer, der die richtige Ansprache an die Mannschaft findet." Scharingers Entlassung wirft allerdings einmal mehr auch ein schlechtes Licht auf die Vereinsführung um Präsident Wellenreuther. Denn der KSC hat innerhalb eines Jahres drei Trainer verschlissen.

Scharinger hatte das Traineramt beim KSC erst im März von Uwe Rapolder übernommen und konnte mit dem Team den Abstieg in der vergangenen Saison verhindern. Interimstrainer wird der bisherige Amateurtrainer Markus Kauczinski. Der 41-Jährige war schon zweimal beim KSC eingesprungen, besitzt aber noch nicht die notwendige Lizenz, um dauerhaft als Trainer arbeiten zu dürfen. Allerdings soll mit dem neuen Coach bereits ab Dienstag verhandelt werden. Als Nachfolger sind Peter Neururer und Milan Sasic im Gespräch.

Scharingers Entlassung hatte sich nach dem 1:5-Debakel der Karlsruher am Samstag bei Dynamo Dresden abgezeichnet. "Am Sonntag wird Tacheles geredet", hatte Präsident Ingo Wellenreuther nach dem Spiel bereits angekündigt.

lin/dpa/dapd



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