Missgeschick bei Siegerehrung Etappensieger muss beim Giro aufgeben, weil ihm ein Sektkorken ins Auge flog

Es gibt wohl kaum kuriosere Gründe, um eine große Radrundfahrt abbrechen zu müssen: Am Vortag hatte Biniam Girmay noch als erster Girosieger aus Eritrea gejubelt. Dann kam die Siegerehrung.
Biniam Girmay mit dem Corpus Delicti

Biniam Girmay mit dem Corpus Delicti

Foto: Jennifer Lorenzini / REUTERS

Radsport-Shootingstar Biniam Girmay muss nach einem Missgeschick auf dem Podium vorzeitig aus dem 105. Giro d'Italia aussteigen. Der 22-Jährige, der am Dienstag als erster Eritreer eine Grand-Tour-Etappe gewonnen hatte, trat zur 203 Kilometer langen Flachetappe von Santarcangelo di Romagna nach Reggio Emilia am Mittwoch wegen einer Verletzung am linken Auge nicht mehr an.

Girmay hatte sich am Dienstag bei der Siegerehrung den Korken der Proseccoflasche versehentlich ins Gesicht geschossen. Der Klassikerspezialist vom Team Intermarche-Wanty-Gobert wurde im Krankenhaus behandelt, kehrte aber noch am Abend ins Mannschaftshotel zurück und stieß mit den Kollegen auf den historischen Erfolg an.

Die Ernüchterung folgte am Mittwochmorgen. »Was passiert ist, ist ein bisschen traurig. Ich muss das Auge weiter schonen«, sagte Girmay in einer Videobotschaft. An seinen Erfolg dachte er mit Stolz zurück: »Es war unglaublich. Ich bin dem Team sehr dankbar. Dieser Sieg ist auch für meine Kollegen.«

aha/sid
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.