Früherer Golfprofi aus Australien Jack Newton ist tot

Jack Newton gehörte zu den Topgolfern seiner Generation – ehe er bei einem Flugzeugunfall einen Arm verlor und seine Karriere jäh endete. Den Sport aber gab er danach nicht auf. Nun ist Newton gestorben.
Jack Newton bei einem Turnier im Jahr 1975

Jack Newton bei einem Turnier im Jahr 1975

Foto: R&A Championships / Getty Images

Der frühere australische Profigolfer Jack Newton ist im Alter von 72 Jahren gestorben. Newton, der 1975 bei den British Open gegen Tom Watson verlor und beim Masters 1980 hinter Seve Ballesteros den zweiten Platz belegte, bevor seine Profigolfkarriere durch einen fast tödlichen Flugzeugpropeller-Unfall beendet wurde, starb am Freitag an »gesundheitlichen Komplikationen«, wie seine Familie in einer Erklärung mitteilte. Newton litt an der Alzheimerkrankheit.

»Er war ein furchtloser Wettkämpfer und eine Ikone des australischen Golfsports, der während seiner professionellen Golfkarriere einen beeindruckenden Weg einschlug«, fügte seine Familie hinzu. »Er kämpfte sich aus enormen Widrigkeiten zurück, wie nur er es konnte.«

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Newton wurde 1971 Profi auf der European Tour und gewann sein erstes Turnier, die Dutch Open, im folgenden Jahr. Eine Woche später gewann er ein weiteres Turnier in Fulford, England, und 1974 die Matchplay-Meisterschaft der Tour. Er gewann 1978 die Buick Open der US-PGA-Tour, 1979 die Australian Open und drei Turniere in Europa, bevor seine Karriere – und beinahe auch sein Leben – endete, als er am 24. Juli 1983 auf dem Flughafen von Sydney in den Propeller eines Kleinflugzeugs lief, in das er gerade einsteigen wollte.

Sein rechter Arm wurde abgetrennt, er verlor das Augenlicht auf dem rechten Auge und erlitt außerdem schwere Verletzungen im Bauchbereich. Die Ärzte gaben ihm nur eine 50:50 Chance zu überleben. Er verbrachte fast zwei Monate auf der Intensivstation und benötigte im Anschluss eine langwierige Reha.

Trotz allem kehrte Newton mit seiner jovialen Persönlichkeit ins öffentliche Leben zurück. Er wurde ein beliebter Golfkommentator für Fernsehen, Radio und Zeitungen, Golfplatzdesigner und Vorsitzender der Jack Newton Junior Golf Foundation, die Hunderttausende von Dollar für den Golfnachwuchs in Australien sammelte.

Da er sich nicht davon abhalten lassen wollte, das Spiel zu spielen, das er liebte, brachte er sich selbst bei, einhändig Golf zu spielen, indem er den Schläger mit der linken Hand in einer rechtshändigen Haltung schwang. In den mittleren Achtzigerjahren lagen seine Ergebnisse regelmäßig bei 18 Löchern – das entspricht einem Handicap von etwa 12 oder 14, das die meisten gesunden Amateurspieler anstreben würden.

Newton hinterlässt seine Frau Jackie und zwei Kinder, Kristie und Clint, sowie sechs Enkelkinder. »Seine Leidenschaft für den Sport und seinen Beitrag für künftige Generationen von Golfern und die australische Gemeinschaft zeigt den Charakter unseres Vaters, geliebten Ehemannes, stolzen Bruders, bewundernden Großvaters und eigenwilligen Freundes«, schrieb seine Familie in der Erklärung.

ara/AP
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