Golfstar über Unfallfolgen »Sie sollten das aus der Nascar kennen: kaputtmachen, reparieren«

Tiger Woods hat zum 22. Mal in Folge den Cut beim Golf-Masters in Augusta geschafft. Vor den Finalrunden sprach er über seinen Autounfall – und verglich seinen Körper mit einem Rennwagen.
Tiger Woods am 12. Loch: »Eine ganz neue Herausforderung«

Tiger Woods am 12. Loch: »Eine ganz neue Herausforderung«

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Matt Slocum / dpa

Golf-Superstar Tiger Woods hat 14 Monate nach einem schweren Autounfall sein Comeback gefeiert – und seinen geschundenen Körper mit einem Rennwagen der amerikanischen Nascar-Serie verglichen. »Mein Team hat einen Höllenjob gemacht, um mich hinzubekommen und die Karosserie zu reparieren. Nachdem ich sie dort draußen kaputt gemacht hatte, haben sie sie in der Nacht repariert«, sagte der 46-jährige Kalifornier, nachdem er am Freitag (Ortszeit) mit insgesamt 145 Schlägen zum 22. Mal in Folge den Cut beim Masters in Augusta geschafft hatte.

»Sie sollten das aus der Nascar kennen: kaputtmachen, reparieren. Ich bin gut darin, es kaputtzumachen. Sie sind gut darin, es zu reparieren«, sagte der Woods weiter.

Der 15-malige Major-Sieger hatte im Februar 2021 nach seinem Unfall südlich von Los Angeles sogar den Verlust seines rechten Beines befürchten müssen. Seine überraschende Rückkehr beim Masters versetzte die Golf-Welt in Ausnahmezustand. Vor den beiden Finalrunden rutschte Woods bei viel Wind nach sechs Bogeys – aber auch vier Birdies – zwar leicht auf den geteilten 19. Rang ab, der Euphorie um sein Comeback tat das aber keinen Abbruch.

Langer bereits ausgeschieden

»Ich habe erwartet, dass ich Muskelkater haben werde und mich nicht optimal fühle«, sagte Woods. »Ich kann auf diesem Golfplatz laufen. Ich kann Tennisschuhe anziehen und spazieren gehen. Das ist kein Problem. Aber mit dem Ball zu spielen und Schläge aus unebenen Lagen zu machen, das ist eine ganz neue Herausforderung.«

Deutlich in Führung an der Magnolia Lane liegt der Weltranglistenerste Scottie Scheffler aus den USA. Deutschlands Golf-Idol Bernhard Langer hatte den Cut verpasst und war vorzeitig ausgeschieden.

ngo/dpa